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Reformierte Kirche (Lübeck) - Wikipedia

Reformierte Kirche (Lübeck)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Reformierte Kirche in Lübeck wurde Anfang des 19. Jahrhunderts im Stil des Klassizismus errichtet, 1826 erstmals in Nutzung genommen und ist der erste nachgotische Sakralbau im Weltkulturerbe der Lübecker Altstadt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vorgeschichte der Reformierten Kirchengemeinde Lübecks

Die Vorgeschichte der Reformierten Kirche in Lübeck geht auf das Jahr 1553 zurück. Etwa 200 Mitglieder der Londoner Fremdlingsgemeinde des Reformators Johannes a Lasco, die zunächst unter in König Eduard VI. von England dort aufgenommen worden waren, mussten vor der katholischen Königin Maria I. fliehen und erreichten nach Abweisung in Kopenhagen im Herbst des Jahres Travemünde. Der Lübecker Superintendent Valentin Curtius als ratsunmittelbarer, höchster Vertreter der Kirchenpolitik der Freien Stadt war von den Neuankömmlingen und ihrer Variante des evangelischen Glaubens nicht sehr angetan. Die Flüchtlinge blieben zunächst außerhalb der Mauern der Hansestadt, aufgenommen wurden sie schließlich in den Städten am Rhein[1].

Die eigentliche Begründung der Gemeinde erfolgte durch Niederländische Kaufleute, ausgelöst durch einen Handelsvertrag den Lübeck unter seinem Bürgermeister Heinrich Brokes 1613 mit den Holländischen Generalstaaten abschloss. Das Geistliche Ministerium konnte sich in diesem Fall nicht gegen die erklärten Handelsinteressen der Stadt stellen. Die Anerkennung der Reformierten erfolgte, wenn auch nur mündlich, durch die Bürgermeister v. Höveln und v. Wickede im Jahr 1666. Noch im gleichen Jahr wurde am 26. August in dem Hause eines Gemeindemitglieds am Klingenberg der erste öffentliche reformierte Gottesdienst in Lübeck von dem ersten Pastor der Gemeinde, Wilhelm Momma, gefeiert. Gleichwohl war die Frühzeit der Gemeinde von Widerständen seitens des Rates der Stadt und des Geistlichen Ministeriums geprägt. Ein erstes Kirchengebäude konnte nur außerhalb der Stadtmauern und der Wallanlagen in St. Lorenz erworben werden, aber auch dort wurden Veranstaltungen der Gemeinde immer wieder durch Ratsdiener „gesprengt“. Fürsprache durch Hedwig Sophie, die Landgräfin von Hessen-Kassel oder der Druck ihres Bruders, des Großen Kurfürsten in Brandenburg bewirkten wenig. Bereits 1673 wurden reformierte Gottesdienste in Lübeck erneut verboten. Pastor Momma verließ Lübeck und die fortbestehende Gemeinde musste längere Zeit ohne Pastor auskommen. Veränderung bewirkte die Aufhebung des Edikt von Nantes und die beginnende Verfolgung der Hugenotten in Frankreich, denen in Lübeck die reformierte Religionsausübung gestattet wurde, so dass beide Gemeinden zunächst nebeneinander bestanden, bevor sie sich dann vereinigten. 1736 konnte ein Gebäude außerhalb des Walles der Stadt für Gottesdienste erworben werden, wo sie bis zur Einweihung der neuen Kirche 1826 in St. Lorenz, also vor dem Holstentor stattfanden. Der Pastor Dr. Butendach trat 1762 von Berlin kommend, wo er sieben Jahre Inspektor am Joachimsthaler Gymnasium war, seinen Dienst als Pastor der Gemeinde an. Er gehörte zu den frühen aktiven Mitgliedern der aufklärerischen Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit und legte den Grundstein zur Verbindung der Gemeinde mit dem aufgeklärten Lübecker Bürgertum der Zeit. Seine, der Reformierten Kirche vermachte, bedeutende Bibliothek von ursprünglich fast 6.000 Bänden erinnert noch heute an ihn.

[Bearbeiten] Der Bau der heutigen Reformierten Kirche

Butendachs Nachfolger ab 1798, der Prediger Johannes Geibel, nutzte den Zeitgeist der Aufklärung und die für Lübeck revolutionäre Liberalität der Franzosenzeit um den Bau eines Gotteshauses in der Lübecker Innenstadt vorzubereiten. Formale Voraussetzung war die wirkliche Anerkennung der Gemeinde, zunächst durch die Einführung des französischen Rechts 1811 und sodann durch die Deutsche Bundesakte, 1815. Das Angebot, eine der mittelalterlichen Nebenkirchen der Stadt wie die Klosterkirche St. Katharinen in Benutzung zu nehmen, kam nicht in Frage, da diese von der Raumaufteilung dem Wunsch nach einer Predigtkirche nicht entsprachen. Das heutige Grundstück in der Königstraße 18 überspannt drei Parzellen der mittelalterlichen Stadt, die an den erhaltenene Kellern aus der Zeit der Gotik noch ablesbar sind und ist also außergewöhnlich breit im alten Lübecker Maßstab. Die rigide klassizistische Fassade ist denn auch die wuchtigste und beeindruckendste ihrer Art in der Stadt und sticht als einziges Beispiel ansatzweiser Revolutionsarchitektur im backsteingotisch bis biedermeierlichen Umfeld heraus. Eigentlich handelt es sich um ein dahinterstehendes Palais des Barock, das vom Stadtbaumeister Börm mit dieser Fassade verblendet wurde. Der politisch lang vorbereitete Umbau eines Innenstadtgebäudes in den Jahren 1824 bis 1826 führte zu dem beeindruckenden und auch einzigartigen ersten Lübecker Kirchenbau in nachgotischer Zeit. Er ist bis heute insoweit unübertroffen, als der Neubau der katholischen Propsteikirche an der Parade in der Nähe des Lübecker Doms sich mit der neugotischen Formsprache wieder dem Überkommenen stark annäherte. Von der barocken Bebauung ist im Garten ein Seitenflügel im Stil des Rokoko erhalten. 1870 konnte rückwärtig an der Breiten Straße ein für die Gemeinde neues Pfarrhaus mit dem Kirchengrundstück verbunden werden.

[Bearbeiten] Nutzung

Die hinter der klassizistischen Fassade eingebaute schlichte Saalkirche wurde schnell über die gottesdienstliche Nutzung hinaus ein beliebter Versammlungsraum Lübecks. 1847 fand hier unter Leitung von Jakob Grimm der zweite deutsche Germanistentag statt, und die Rolle der Kirche in der Märzrevolution 1848 fand über Thomas Manns Buddenbrooks Eingang in die Weltliteratur[2].

[Bearbeiten] Die Orgel

Die erste Orgel brachte die Gemeinde aus dem Vorgängerbau mit. Dieses 1799 entstandene Instrument wurde 1858 durch den Orgelbauer Theodor Vogt umgebaut und erweitert.

1909 entschied man sich für einen kompletten Neubau durch die Ludwigsburger Orgelbaufirma Walcker (Werknummer 1490). Gebaut wurde eine in Spiel- un Registertraktur pneumatische Orgel mit zwei Manualen, Pedal und 18 Registern. 1939 erfolgte eine kleine Erweiterung um ein Register im Pedal und geringfügige Änderung der Disposition im Sinne der Orgelbewegung. Insgesamt jedoch blieb der romantische Klangcharakter der Orgel erhalten. Sie gilt damit als die größte als Ganzes erhaltene Walcker-Orgel in Schleswig-Holstein. Nach langer Vernachlässigung wurde sie 1985/86 durch Orgelbaumeister G.Christian Lobback, Neuendeich b. Hamburg restauriert. Mit Unterstützung durch den Orgelforscher Dr. Reinhard Jaehn, Eutin, konnte Lobback verhindern, daß ein Orgelsachverständiger seinen Plan für einen Orgelneubau durchsetzen konnte.

[Bearbeiten] Disposition

I. Manual II. Manual Pedal
Bordun 16' Gedackt 8' Gedecktbass 16'
Prinzipal 8' Quintatön 8' Violonbass 16'
Viola da Gamba 8' Italienischer Prinzipal 4' Prinzipalbass 8'
(Rohr-)Flöte 8' Traversflöte 4' Nachthorn 4
BlockfLöte 4' Waldflöte 2'
Oktave 4' Quinte 1 1/3
Piccolo 2' Krummhorn 8'
Mixtur 3f. 1 1/3'
  • Koppel: II/I, I/P
  • feste und freie Kombinationen

[Bearbeiten] Gemeinde heute

Die kleine Gemeinde gehört seit 1927 zur Evangelisch-reformierten Kirche in Nordwestdeutschland.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Otto A. Bode: Aus der Geschichte der evangelisch-reformierten Gemeinde zu Lübeck.In: Lübecker Jahrbuch 1925, S.57-73(57f.)
  2. „Denn wüllt wie noch een Republik.“
  • Wilhelm Deiß: Geschichte der evangelisch-reformierten Gemeinde in Lübeck. 1866.
  • Barbara Tiemann: Die Butendach-Bibliothek in der Reformierten Kirche zu Lübeck. Der Sammler und seine Sammlung. In: Zeitschrift des vereins für Lübeckische Geschichte 65, 1985, S.143-221.

[Bearbeiten] Weblinks

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