Reinhold Vorberg
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Reinhold Vorberg (* 5. Juli 1904 in Kiel; † 2. Oktober 1983 in Bonn) war ein wichtiger Beamter der Kanzlei des Führers.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Funktion im NS-Staat
Vorberg, dessen Vetter Viktor Brack war, trat 1929 in die NSDAP ein und arbeitete schon seit 1930 in der Kanzlei des Führers. Maßgeblich war er hier dann auch später am Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten beteiligt. Vorberg leitete die Gemeinnützige Krankentransport GmbH (Gekrat), die den Transport von Kranken in die Vergasungsanstalten organisierte.
[Bearbeiten] Nachkriegszeit
Nach 1945 ließ er sich einen Paß auf den Namen Heinz Vorberg und mit falschem Geburtsdatum ausstellen. Er wurde Geschäftsführer einer Lackfabrik.
[Bearbeiten] Juristische Verfolgung
1961 flüchtete Vorberg nach Spanien und wurde 1962 dann verhaftet. Am 20. Dezember 1968 verurteilte das Landgericht Frankfurt am Main ihn wegen Beihilfe zum Mord in 70.237 Fällen zu 10 Jahren Haft.
[Bearbeiten] Literatur
Literaturhinweise siehe im Hauptartikel: Die Euthanasiemorde in der NS-Zeit oder Aktion T4
Personendaten | |
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NAME | Vorberg, Reinhold |
KURZBESCHREIBUNG | Leiter der Gemeinnützigen Krankentransport GmbH |
GEBURTSDATUM | 5. Juli 1904 |
GEBURTSORT | Kiel |
STERBEDATUM | 2. Oktober 1983 |
STERBEORT | Bonn |