Rhabdomyolyse
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Unter Rhabdomyolyse versteht man in der Medizin die Auflösung quergestreifter Muskelfasern. Dazu gehören die Skelettmuskulatur sowie Herzmuskulatur und Zwerchfell.
[Bearbeiten] Ursachen
- Verletzungen, wobei durch den Unfall verletzte Muskelfasern eliminiert werden (z. B. Crush-Syndrom)
- Autoimmun-Erkrankungen
- Maligne Hyperthermie
- Alkoholexzesse
- Medikamenteneinnahme, hierbei insbesondere Neuroleptika, Präparate zur Cholesterinsenkung (Statine, z.B. Cerivastatin) und Steroide
- Kokain
- Schlafmittelvergiftungen
- Schlangengifte
- Elektroschock
- Gasbrand
- Exzessives Bodybuilding-Training
Weiterhin wurde der Muskelzerfall beim Verspeisen des Pilzes Grünling (Tricholoma equestre) beobachtet.
[Bearbeiten] Nachweis
Nachgewiesen wird die Rhabdomyolyse oftmals nur durch erhöhte Werte von Enzymen, die normalerweise nur im Muskel vorkommen. Hierzu gehört die Creatin-Kinase durch die leichte Muskelschädigungen nachgewiesen werden können. Bei schweren Muskelschäden färbt sich der Urin braun durch die Ausscheidung von Myoglobin.
[Bearbeiten] Behandlung
Rhabdomyolyse entstehen über einen längeren Zeitraum und kann bei rechtzeitigem Unterbinden der auslösenden Faktoren rückgängig gemacht werden. Eine Komplikation der Rhabdomyolyse ist das Nierenversagen, da das freigewordene Myoglobin, ein sauerstoffbindendes Eiweißmolekül, die Niere verstopfen und durch freigesetzte Toxine die renalen Zellmembrane schädigen kann. Daher ist bei einer starken Rhabdomyolyse zwingend eine sogenannte forcierte Diurese notwendig. Dabei werden dem Betroffenen mehrere Liter Flüssigkeit in Form von Infusionen zugeführt und die Harnausscheidung über ein Medikament stimuliert. Die Ausscheidung des Myoglobins wird somit beschleunigt. Weiterhin wird der Urin alkalisiert um ein Ausfallen des Myoglobins im sauren Milieu zu verhindern.(vgl. Externer Link)
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