SAR Klasse GA
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SAR Klasse GA | |
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Nummerierung: | 1649, später 2140 |
Anzahl: | 1 |
Hersteller: | Beyer-Peacock |
Baujahr(e): | 1920 |
Ausmusterung: | 1938 |
Bauart: | (1'C)(C1') h4 (Garratt) |
Spurweite: | 1067 mm |
Länge über Kupplung: | 19.960 mm |
Dienstmasse: | 136 t |
Reibungsmasse: | 106 t |
Radsatzfahrmasse: | 17,8 t |
Treibraddurchmesser: | 1219 mm |
Laufraddurchmesser: | k. A. |
Zylinderdurchmesser: | 457 mm |
Kolbenhub: | 660 mm |
Kesselüberdruck: | 124,1 N/cm² |
Rostfläche: | 4,81 m² |
Strahlungsheizfläche: | 19,63 m² |
Rohrheizfläche: | 217,7 m² |
Überhitzerfläche: | 48,9 m² |
Zugbremse: | Saugluftbremse |
Das Einzelstück der Klasse GA war die erste Kapspur-Garratt der South African Railways (SAR). Sie war die mit Abstand größte bis dahin gebaute Garratt-Lokomotive und mit einer Achslast von 17,8 Tonnen für den Hauptstreckendienst vorgesehen.
Zusammen mit drei Lokomotiven der Klasse NGG 11 und einer der Klasse GB war die Lok schon 1914 bestellt worden; zur Auslieferung kam es wegen des Ersten Weltkriegs aber erst 1920.
Die Lokomotive mit der Achsfolge (1'C)(C1') wurde ausgiebig mit den (1'C)C1'-Mallets der Klasse MH verglichen, die etwa die gleiche Zugkraft aufbringen konnten. Dabei ergab sich für die GA bei höherer Durchschnittsgeschwindigkeit und einem höheren Zugewicht ein deutlich geringerer Wasser- und Kohleverbrauch. Nur auf Steigungsstrecken war die Mallett der Garratt ebenbürtig. Zudem lag das Leergewicht des GA-Kessels bei etwa gleicher Kesselleistung um fast 11 Tonnen unter dem des MH-Kessels, was auf das günstigere Verhältnis zwischen Strahlungs- und Rohrheizfläche bei dem vergleichsweise kurzen und dafür einen größeren Durchmesser aufweisenden Garratt-Kessels zurückzuführen war.
Die Ergebnisse des Vergleichs brachten den Durchbruch für die Bauart Garratt in Südafrika, auch wenn die Klasse GA wegen des Fehlens innerer Laufachsen und des damit verbundenen Spurkranzverschleißes an den inneren Kuppelrädern nicht nachgebaut wurde.
Die Lokomotive wurde hauptsächlich in Natal eingesetzt und zog zuletzt Personenzüge zwischen Ladysmith und Harrismith, wobei ein Pass mit Steigungen von bis zu 33,3 ‰ überquert werden musste. Als Einzelstück wurde die Lokomotive bereits 1938 ausgemustert und verschrottet; der Kessel wurde als Tauschteil für die Klasse GE verwendet.
[Bearbeiten] Literatur
- A. E. Durrant: Garratt-Lokomotiven der Welt. Birkhäuser, Basel 1984, ISBN 3-7643-1481-8