Schiffskehle
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Eine Schiffskehle ist eine Verzierung an Fachwerkhäusern. Sie werden auch Schiffchen genannt und sind verzierte Füllhölzer zwischen Rähm und Oberschwelle und zwischen den Deckenbalken an der Außenfassade von Fachwerkhäusern aus der Zeit von 1525 bis 1580. Sie sind noch in einfacherer Form in der Renaissance bis etwa 1640 zu finden. Sie ersetzen die Windbretter des Mittelalters. Anstelle mit Schiffskehlen wurden Gebäude gleichzeitig auch mit Taubändern verziert. Der Name Schiffskehle leitet sich von ihrem Aussehen ab, das dem eines umgekehrten Schiffskiels gleicht. Der Wortstamm -kehle leitet sich von Kehle als runder Ausbuchtung einer Kante ab, die Hohlkehle heißt. Sie ist typisch für den niederdeutschen Stil des Fachwerks. Die Ausführung als doppelte Schiffskehle sollte auf den Wohlstand des Hausbesitzers hinweisen.