Schloss Ahlden
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Schloss Ahlden in Ahlden (Aller), Niedersachsen wurde vermutlich im Jahr 1344 - wegen des morastigen Bodens - auf Pfählen erbaut. Die ursprüngliche Feste und Wasserburg wurde endgültig im 17. Jahrhundert fertiggestellt, als Baumaterial dienten u. a. die Reste der benachbarten Ruine der Bunkenburg.
Von 1694 bis 1726 diente es der sog. "Ahldener Prinzessin" Sophie Dorothea, der man Ehebruch mit Philipp Christoph von Königsmarck vorwarf, bis zu ihrem Lebensende als feudales Gefängnis. Das Schloss hat hierdurch Eingang in die deutsche Literatur gefunden (Theodor Fontane, Arno Schmidt). Nach dem Tod der Prinzessin war Schloss Ahlden Dienstwohnung der Landdrosten und ab 1788 Amtssitz und Gefängnis. Seit 1310 wurde in Ahlden Recht gesprochen, noch bis 1972 befand sich das Amtsgericht im Schloss.
Heute dient das Schloss einem Kunstauktionshaus als repräsentativer Firmensitz. Besichtigungen sind nicht möglich.