Schmetterlingstür
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Schmetterlingstüren sind Türkonstruktionen aus dem Bereich des Fahrzeugbaus. Im Deutschen ist dieser Begriff jedoch nicht eindeutig, da zwei Konstruktionsprinzipien mit diesem Namen beschrieben werden:
[Bearbeiten] 1. Hinten angeschlagene Türen
Diese Bauform wird auch als Selbstmördertüren bezeichnet und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Scharniere hinter der Ein- und Ausstiegsöffnung angeordnet sind, so dass die Türen nach hinten - also entgegen der Fahrtrichtung - öffnen. Noch bis in die 1960er Jahre hinein fand diese Konstruktionsform regelmäßig Verwendung im PKW-Bau. Zwischenzeitlich nahezu ausgestorben, ist ein Comeback dieser Bauform in Studien und im Bereich des professionellen Automobil-Tunings festzustellen, während mit dem Mazda RX-8 und dem Rolls-Royce Phantom auch wieder Serienmodelle über dieses Merkmal verfügen.
[Bearbeiten] 2. Seitlich nach oben öffnende Türen

Diese Konstruktion stellt eine Mischform aus Flügel- und Scherentüren dar und findet vor allem bei Supersportwagen wie dem Mercedes-Benz SLR McLaren und dem Ferrari Enzo Verwendung. Sie verfügen normalerweise über zwei Scharniere, von denen eins im vorderen Bereich des Dachs und das andere im Bereich der A-Säule liegt. Damit ergibt sich ein Öffnungsvorgang nach vorn oben bei gleichzeitigem Schwingen der Tür nach außen.
Im Deutschen ist der Begriff Schmetterlingstür häufiger in Bezug auf das erstgenannte Konstruktionsprinzip anzutreffen, während im Englischen der analoge Begriff "butterfly doors" nur die letztgenannte Form beschreibt, hinten angeschlagene Türen werden als "suicide doors" (Selbstmördertüren) bezeichnet.