Schwerin (Adelsgeschlecht)
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Schwerin ist der Name eines alten mecklenburgischen Adelsgeschlechts, das mit Bernardus dictus advocatus in Zverin, mit dem auch die direkte Stammreihe begann, in der Grafschaft Schwerin im Jahr 1178 erstmals urkundlich genannt ist, später aber in Pommern ausgedehnten Grundbesitz hatte und dort seit 1250 mit den Burgen Altwigshagen (heute Landkreis Uecker-Randow) und Spantekow (heute Landkreis Ostvorpommern) zu den schlossgesessenen Geschlechtern gehörte. Die Familie ist seit 1357 Erbküchenmeister in Altvorpommern, was seit 1853 mit dem Besitz von Schwerinsburg (heute Ortsteil von Löwitz, Landkreis Ostvorpommern) verbunden ist.
Das Präsentationsrecht zum Preußischen Herrenhaus wurde der Familie am 12. Oktober 1855 verliehen.
Die Familie unterteilt sich in die Linien Allschwangen, Alt-Landsberg, bayerische Linie, Grellenberg, Löbenitz, Rehberg, Schwerinsburg, Stegeborg (Schweden) und Wopersnow (Schweden).
Als weitere Namensformen gibt es noch „Graf von Schwerin von Schwanenfeld“ (adelsrechtliche Nichtbeanstandung vom 23. März 1952) und „Graf Schwerin von Krosigk“ (adelsrechtliche Nichtbeanstandung vom 3. Juni 1951).
[Bearbeiten] Namensträger
- Albert Julius Graf von Schwerin-Zieten (1835-1922), Gutsbesitzer und Mitglied des preußischen Staatsrats
- Gerhard Graf von Schwerin (1899–1980), Offizier und militärischer Berater
- Hans Graf von Schwerin-Löwitz (1847-1918), deutscher Offizier und Politiker
- Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk (1887–1977), Jurist und Politiker (Reichsfinanzminister 1932–1945)
- Kurt Christoph Graf von Schwerin (1684–1757), preußischer Generalfeldmarschall
- Maximilian Graf von Schwerin-Putzar (1804–1872), Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung
- Otto Graf von Schwerin (1645-1705), kurbrandenburgisch-preußischer Diplomat
- Otto Magnus von Schwerin (1701–1777) preußischer General
- Ulrich Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld (1902–1944), Offizier und Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
[Bearbeiten] Literatur
- Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XIII, Band 128 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2002, ISSN 0435-2408