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Selbstmordattentat - Wikipedia

Selbstmordattentat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ein Selbstmordattentat ist ein Mordanschlag auf einen oder mehrere Menschen, der den Verlust des eigenen Lebens planmäßig in Kauf nimmt. In seiner modernen Form, die sich beginnend in den 1970er Jahren, vor allem jedoch seit 1982 entwickelte, wurde es zunehmend zum Merkmal des islamistischen Terrors. Andere Bezeichnungen sind Selbstmordanschlag, Suizidanschlag, Suizidattentat, Selbstötungsattentat, Selbsttötungsanschlag.

Selbstmordattentate sind eine militärische Taktik des wachsenden Terrorismus in der Welt. Für seine Zunahme wurde der durch die wirtschaftliche und informationelle Globalisierung ermöglichte Widerstreit konkurrierender Ideologien und die durch sie erfolgte größere Offenlegung wirtschaftlicher Disparitäten verantwortlich gemacht. Damit im Zusammenhang stehen die Entwicklung des religiösen Fundamentalismus zu einem Konkurrenzmodell zur freiwirtschaftlichen, demokratischen und sekularen Moderne, sowie die Privatisierung von Massenvernichtungswaffen, welche es auch kleinen Gruppen ermöglicht, makroterroristische Taten zu begehen.[1]

Nachdem Selbstmordattentate im Zweiten Weltkrieg ins Bewusstsein gerückt worden waren, als japanische Piloten Kamikaze-Angriffe flogen, wird es seit den 1980ern zunehmend vor allem im Nahen (Israel und Irak) und Mittleren (Afghanistan und Sri Lanka) Osten eingesetzt. Weltweit waren zwischen 1980 und 2001 nur 3 Prozent aller Terroranschläge Selbstmordattentate, sie sind jedoch für mehr als die Hälfte von Terror verursachter Tode in diesem Zeitraum verantwortlich (und das ohne die WTC-Anschläge). Selbstmordattentate gelten deshalb als eine effektive Methode zur Tötung von Menschen. Die meisten Opfer forderten die Anschläge auf das World Trade Center, es gab aber auch Anschläge die nur den Täter verletzten, oder töteten.

Selbstmordattentäter folgen häufig einem vermeintlich höheren Ziel und sehen sich selbst als Widerstands- oder Glaubenskämpfer. Bei Selbstmordattentaten steht fast immer eine Organisation im Hintergrund, da ohne sie die technologische und taktische Logistik eines Attentats nicht zu bewältigen wäre. Terrororganisationen müssen für einen möglichst hohen Erfolg auf früher gewonnene Erfahrung bei Anschlägen zurückgreifen.

Während früher militärische und politische Ziele angegriffen wurden, werden heute viel häufiger Zivilisten zum Ziel der extremen politischen und religiösen Gruppen. Dies wird mit dem taktischen Gewinn für die Terroristen, der aus der wichtigen Rolle der öffentlichen Meinung für die Gestaltung der Politik in den angegriffenen Demokratien resultiert, erklärt.

"Ihr liebt das Leben. Wir lieben den Tod" (Bekenner-Video nach den Anschlägen von Madrid)

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Klassifizierungen

Unterschieden wird in der Art, wonach der eigene Tod eintritt:

  • Dem „klassischen“ Selbstmordattentat, bei dem sich der Täter im gleichen Moment mit den Opfern tötet. Meist erfolgt dies durch Sprengstoff, der am Körper, z.B. in einen Sprengstoffgürtel, oder in einem Fahrzeug gelagert ist und vom Attentäter gezündet wird. Dieses klassische Selbstmordattentat wurde erst 1982 im Umfeld der späteren Hizbollah im Libanon entwickelt und verbreitete sich dann von dort aus in die Welt.
  • Einem Attentat, bei dem er sich nach selbigem tötet.
  • Einem Attentat bei dem der vom (vermeintlichen) Haupt-Täter getragene Sprengsatz von einem Mittäter mit einer Fernsteuerung oder durch einen Zeitzünder zur Explosion gebracht wird. (z.B. bei den sog. schwarzen Witwen). Dies kann mit oder ohne Wissen des Haupt-Täters erfolgen, dem dabei zumindest teilweise auch eine Opferrolle zukommen kann.
  • Einem Angriff, bei dem der Täter von anderen getötet wird, umgangssprachlich Himmelfahrtskommando genannt.

Weiterhin unterscheidet man noch den Zweck des Selbstmordattentats:

  • eine starke Wirkung in der öffentlichen Meinung zu erzeugen.
  • im Rahmen der dafür interpretierten Religion, ein Märtyrertum zu erlangen, das ein "Leben im Paradies" schaffen soll.
  • Darüber hinaus entfällt bei einem Selbstmordattentat der hohe logistische Aufwand, sein Leben während und nach dem Attentat zu schützen und sich selbst unverletzt vom Anschlagsort zu entfernen. Gleichzeitig erzielt es eine höhere Wirkung des Attentats. Manche Anschläge wären anders gar nicht durchführbar gewesen, wie z.B. die Anschläge auf das World Trade Center in New York 2001.
  • Außerdem hat ein Selbstmordattentat für die Hintermänner den Vorteil, dass keine Gefangenen gemacht werden, die Ermittlungen sind dadurch entsprechend erschwert und häufig auf Festnahmen bei misslungenen Selbstmordattentaten beschränkt.

[Bearbeiten] Frühe Beispiele

Frühe Selbstmordattentate gab es in der Antike bei den Circumcellionen in Nordafrika und im Mittelalter bei den Assassinen im vorderen Orient. Im Alten Testament im Buch der Richter, Kapitel 16 wird ein Selbstmord von Samson beschrieben, bei dem über 3000 Männer und Frauen starben. Manche sehen in diesem Selbstmord, der ursächlich für den Tod vieler war, unter Vernachlässigung der Umstände ein Selbstmord-Attentat. Im 20. Jahrhundert haben zunächst während des 2. Weltkrieges die Angriffe der japanischen Kamikazeflieger wie auch das deutsche Projekt Selbstopfer von sich reden gemacht.

Selbstmordattentäter kamen nicht, wie allgemein angenommen wird, erst in den achtziger Jahren im Libanon zum Einsatz, sondern das Selbstmordattentat wurde bereits in den siebziger Jahren von säkularen palästinensischen Kampforganisationen systematisch als Waffe entwickelt und eingesetzt.

Die Märtyrerangriffe der Bassidschis während des ersten Golfkrieges zwischen dem Irak und den Iran werden gemeinhin als Ausgangspunkt zu der Entwicklung moderner Selbstmordattentat im Libanon ab 1982 angesehen. Einige Wissenschaftler argumentieren allerdings, dass die Anschläge im linksextremistischen Umfeld der 60er und 70er Jahre wurzeln.[2] So wird beispielsweise auf die Verstrickungen um einen der Angriff der Japanische Rote Armee am 30. Mai 1972 auf dem ehemaligen Flughafen Lod, heute Ben Gurion bei Tel Aviv verwiesen.

[Bearbeiten] Täterprofil

Noch in der 1980ern kam Strentz zu dem Schluss, der typische palästinensische Terrorist sei zwischen 17 und 23, käme aus einer großen und verarmten Familie und hätte eine geringe Bildung.[3] Heute sind solche Ergebnisse überholt. Entgegen der verbreiteten Vorstellung, dass Selbstmordattentäter aus Verzweiflung über ihre armen Verhältnisse in ausgegrenzten Schichten der Bevölkerung handeln, kommen die Attentäter meist aus dem (z.T. gehobenen) Mittelstand. Sie haben eine überdurchschnittlich gute Ausbildung, z.T. Universitätsabschlüsse und zeigen keine Anzeichen einer Psychopathologie. Die wohl bekanntesten Täter, die von den Anschlägen vom 11. September 2001, waren der Planer Mohammed Atta, der aus einer Mittelstandsfamilie stammt und der wohlhabende Ziad Jarrah, der aus einer reichen Familie stammend christliche Schulen besucht hatte und Alkohol trank. Auch wenn die Selbstmordterroristen meistens junge, unverheiratete Männer sind, muss man doch von einer vielfältigeren Demographie ausgehen, gibt es doch verheiratete Männer in ihren 40ern oder junge Frauen.

Die Wahrscheinlichkeit zum Attentäter zu werden steigt nicht mit der eigenen Armut, sondern mit der politischen Unfreiheit der Gesellschaft aus der er kommt. Dies gilt besonders für Gesellschaften, die sich in einer Übergangsentwicklung befinden, die eine schwache Regierung haben und von Instabilität geprägt sind.

Der zunehmende Einsatz von Frauen wird von Clara Beyler damit erklärt, dass diese ihre Frustration über ihre Rolle in der Gesellschaft mit einer Demonstration ihrer Stärke und Macht ausleben. Seit Frauen seit 2003-2004 häufiger zu Selbstmordattentätern werden, wurde es schwieriger, Profile der Attentäter zu erstellen. Auf Israel bezogen, wird der Einsatz von Frauen als Selbstmordattentäter mit der Tatsache in Zusammenhang gebracht, dass Arafats al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden sekulär-nationalistisch sind.

[Bearbeiten] Selbstmordattentate in verschiedenen Ländern

Seit den 1980ern fanden Selbstmordattentate in folgenden Ländern statt: Ägypten, Afghanistan, Bangladesh, Großbritannien, Indien, Indonesien, Irak, Israel, Libanon, Marokko, Pakistan, Russland, Saudi Arabien, Sri Lanka, Tunesien, Türkei, Usbekistan, Vereinigte Staaten von Amerika, Jemen.

[Bearbeiten] Palästinenser

Bei der medialen Inszenierung ihrer Selbstmordattentäter ließen sich die Palästinenser vom japanischen Vorbild der Abschiedsinszenierung der Kamikaze-Piloten inspirieren. Ein Bindeglied zwischen Fern- und Nahost waren hier aber auch teilweise von Nordkorea unterstützte japanische Selbstmordterroristen (Japanische Rote Armee), die im Mai 1972 das erste, allerdings noch weitgehend improvisierte, Selbstmordattentat im Nahen Osten verübten, bei dem sich einer der Terroristen sprengte.

Die palästinensischen Fedajin systematisierten ab 1974 diese Waffe, ihre Terroristen sprengten sich in den darauffolgenden Jahren bei den Anschlägen auf israelischem Territorium immer wieder in die Luft. Die Palästinenser gaben später ihre Erfahrung an die Gegner des iranischen Schah-Regimes, die damals im Libanon Zuflucht fanden, weiter.

Ab 1993 wurden Selbstmordattentate auch unter Palästinensern wieder populär, wobei die ersten Attentate von der Hamas durchgeführt wurden. Bald jedoch folgten auch andere Gruppierungen wie etwa Islamischer Dschihad und der Al-Aqsa-Brigaden der Al-Fatah. Bis heute wurden bei etwa 140 Anschlägen die Attentäter und weitere 500 Menschen getötet und über 3.000 Personen verletzt.

Legt man einen Zeitraum von November 2000 bis November 2003 zugrunde, in dem 103 Anschläge stattfanden so wurden im Durchschnitt bei einem Selbstmordattentat 4,3 Menschen getötet und 29.9 Menschen verletzt. Die Effektivität dieser Anschläge war dabei sehr variabel. In diesem Zeitraum waren nur 15 Attentate für 3,500 Opfer verantwortlich, 22 töteten nur den Attentäter. Laut Statistiken der Tzahal wurden in den letzten vier Monaten des Jahres 2000 keinerlei Anschläge verhindert, 2001 waren es 21, 2002 schon 112 und in den ersten elf Monaten des Jahres 2003 waren es 179 verhinderte Anschläge. Eine Kooperation von zwei Attentätern, die gleichzeitig oder zeitversetzt (etwa um ärztliche Helfer zu töten) ein Ziel angriffen resultierte nicht in einer doppelten Anzahl von Opfern, sondern nur der Hälfte mehr. In dem erwähnten Zeitraum betrug das Durchschnittsalter der Attentäter 21,7 Jahre, der jüngste war 16, der Älteste 48 Jahre alt. Die meisten Attentäter waren zwischen 17 und 26 Jahre alt. 7 von 112 Attentätern waren Frauen, 92 Männer und von 4 wurde kein Geschlecht bekannt. Frauen konnten fast doppelt so viele Menschen ermorden, wie Männer. 87 von 103 Anschlägen wurden mit Sprengstoffgürteln oder ähnlichen Instrumenten durchgeführt, in 14 Fällen ein Auto genutzt, was sich aber als ineffektiv erwies. Auto-Bomber konnten im Durchschnitt nur 10,2 Opfer treffen. Die Mehrheit der Anschläge (76 von 103) wurde gegen die eindeutig leichter verwundbaren rein zivilen Ziele geführt, 10 Fälle hatten eindeutig Soldaten zum Ziel. Die meisten Opfer pro Anschlag wurden in Cafes oder Restaurants erzielt (im Durchschnitt 68.3), auf der Straße ausgeführte Anschläge resultierten im Durchschnitt in 31,2 Opfern. Wenn der Selbstmordattentäter bei einem Checkpoint gestoppt wurde, kam es im Durchschnitt nur zu 1,2 Opfern.

94 von 103 Anschlägen fallen auf das Konto von Hamas, den der Fatah nahestehenden Al-Aqsa-Brigaden und den Palästinensischen Islamischen Jihad, 2 wurden von der Fatah selbst ausgeführt, und 1 jeweils von PFLP und Fatah Tanzim. Die Hamas-Attentäter waren dabei in der durchschnittlichen Anzahl der Opfer erfolgreicher, als die anderer Gruppen. Das liegt laut Untersuchungen sowohl an der technologischen und organisatorischen Überlegenheit der Hamas, als auch an ihrer Auswahl der individuellen Attentäter. Der relative Erfolg der Hamas liegt, so vermuten Eli Berman und David Latin, in ihrer Positionierung am radikalen Ende des politischen Spektrums begründet. So konnte sie überzeugtere und qualifiziertere Freiwillige gewinnen. Bei allen Gruppen konnte die im Laufe der Zeit gewonnene Erfahrung nicht in einer höheren Anzahl von Opfern pro Anschlag resultieren, wohl weil die israelische Seite in der Opferminimierung noch erfolgreicher war.

Ariel Merari von der Universität Tel Aviv hat, als der führende Wissenschaftler auf dem Gebiet, Selbstmordattentate für den Fall von Israel empirisch untersucht. Er stützt sich dabei auf Medienberichte, Interviews mit gefangen genommenen erfolglosen Tätern, Interviews mit den Hintermännern und Befragungen der Familien der Mörder.

In seiner 2004 veröffentlichten Studie definiert er Selbstmordattentate als "beabsichtigte Selbsttötung mit dem Zweck andere zu töten, im Dienste eines politischen oder ideologischen Zieles." Es sei dabei von einer hoch riskanten Mission genauso zu unterscheiden, wie von missglückten Bombentransporten oder dem Selbstmord mit politischer Aussage. Er untersuchte die verschiedenen populären Begründungsmuster wie religiöser Fanatismus, Armut, Ignoranz, Rache für persönliches Leid, Gehirnwäsche, sowie psychopathologische Ursachen.

In dem untersuchten Zeitraum von April 1993 bis Mai 2004 waren zumeist - in 89% der Fälle - zivile Ziele betroffen (Kaufhäuser, Busse, Restaurants), in 11% der Fälle wurden israelische Soldaten angegriffen. Dort wo der Täter zweifelsfrei ermittelt werden konnte, war es die Hamas – 80 Anschläge, der PIJ – 44 Fälle, die Fatah - 36 Angriffe und die PFLP – 9 Fälle. In 13 Fällen kooperierten mehrere Terrororganisationen. Die Täter sind durchschnittlich 21 Jahre alt, im Bereich von 16 Jahren für die jüngsten Täter und 53 für den ältesten. Mehr als 90% waren unverheiratet und nicht verlobt. 95% der palästinensischen Täter sind männlich (im Falle des Libanon wären es 84%). Die Täter kamen aus allen gesellschaftlichen Klassen, weshalb Merari Armut als Ursache ausschließt. 77% der Täter haben ein Gymnasium besucht und 20% sogar die Universität, teilweise mit einem vollen Abschluss (12% der palästinensischen Durchschnittsbevölkerung besuchten eine Universität). Der Anteil derer, die aus so genannten Flüchtlingslagern stammen ist dabei überproportional hoch. Vor Beginn der Intifada kamen 56% der Attentäter aus Flüchtlingslagern, während der Intifada 40%. 21% der palästinensischen Bevölkerung leben in diesen Lagern. Nach Merari ist religiöser Fanatismus weder ein notwendiger noch ein hinreichender Faktor zur Erklärung der Anschläge. Neben der Tatsache, dass einige der Gruppen sekulär sind, gaben die Mitglieder von Hamas und Islamischen Dschihad nicht die Religion als Hauptgrund an. Im Gegenteil viele sehr religiöse Palästinenser lehnen die Handlungen ab. Auch persönliche Rache schließt Merari als Hauptgrund aus, denn 93% der (potentiellen) Täter hätten keine Zeit in Gefängnissen verbracht; 87% seien nicht in Zusammenstößen mit der Tzahal verletzt worden. 93% hätten keinen Verwandten ersten Grades durch Einsätze der Tzahal verloren und 80% verloren keinen guten Freund. Selbstmordattentäter seien auch nicht geisteskrank und zeigten auch keine üblichen Risikofaktoren für Selbstmordkandidaten, allenfalls die Hälfte zeige suizidale Symptome. Eine Ausnahme hiervon war der behinderte palästinensische Knabe Jamas, der sich, erst 10 Jahre alt, bei einem israelischen Checkpoint töten sollte. Dass er scheiterte und von der israelischen Armee aus seiner Situation befreit werden musste, zeigt die relative Erfolglosigkeit von psychisch kranken Kandidaten.

Nach all dem schließt Merari, der typische Attentäter sei ein Phänomen sui generis und passe nicht in verbreitete psychologische und soziale Erklärungsmuster für Selbstmorde. Andererseits hätten Selbstmordattentäter meist eine schwach ausgeprägte Personalität mit geringem Selbstwertgefühl und seien oft sozial ausgegrenzt. Ihr Denken sei dabei gleichzeitig starr und konkret. Nach ihrer Motivation befragt wurde angegeben die Gründe lägen in nationaler Erniedrigung, darin 'Gottes Willen zu tun', persönlicher Rache, sowie der Hoffnung auf das Paradies.

Merari kommt zu dem Schluss die Attentate seien ein Gruppen-, kein Individualphänomen. Gruppen, nicht Individuen planen sie. In den extremistischen Gruppen erfahren die Attentäter ein Gemeinschaftsgefühl und Führung durch charismatische Führer. Dabei ist neben der Indoktrination durch die Gruppen und dem aufgebauten Gruppengefühl und Gruppenzwang auch die allgemeine öffentliche Atmosphäre von Bedeutung, besonders, wie sie sich in den Medien oder dem Erziehungssystem äußert. Durch sie wird nicht nur die generelle Anzahl der Freiwilligen, sondern auch über Zeitpunkt und Zahl der Attentate bestimmt. Oft seien die Hintergründe jedoch nur missionsspezifisch zu erklären.

Die Attentäter sind zu gleichen Teilen Freiwillige und Individuen, die durch die Gruppe angesprochen wurden. Die Einigung fällt dann normalerweise innerhalb einer Woche, in der Hälfte der Fälle sogar sofort. In einem Drittel der Fälle vergehen weniger als 10 Tage von der Einigung bis zur Ausführung der Tat. In 60% der Fälle wird die Tat innerhalb des ersten Monats durchgeführt.

Nachdem die Attentäter persönliche Dinge hinter sich gebracht haben (Geschenke und Photos sind üblich) werden die bekannten Bekennervideos produziert - meist einen Tag vor dem Anschlag. Vor der Ausführung sind die Täter zumeist bereits in einem Tunnel, einige zögern allerdings, wobei sich dieser Drang mit der Nähe zu Ziel verstärkt. Auf ihrem Weg dienen Eskorten, Instruktionen oder Mobiltelephone zu ihrer mentalen Begleitung. Notwendig dafür, dass die Tat dann noch abgebrochen wird, ist eine Rechtfertigung oder Ausrede.

[Bearbeiten] Hizbollah

Die schiitische Hisbollah war es, die - von der Islamischen Republik Iran massiv unterstützt - ab 1983 die Autobombe als weiteres Instrument des Selbstmordattentats einführte. Die meisten Selbstmordanschläge in den achtziger Jahren gegen die israelischen Besatzer im Libanon wurden jedoch von Mitgliedern pro-syrischer säkularer Organisationen verübt.

Sie waren auch die ersten, die die als Märtyrer bezeichneten Selbstmordattentäter unmittelbar vor ihrem Einsatz auf Video verewigten und das Band nach dem Anschlag dem Fernsehen zuspielten. Hierbei bauten sie auf der Erfahrung der palästinensischen linksmarxistischen Terrororganisation Volksfront für die Befreiung Palästinas-Generalkommando auf, denen in der Folge des Japanische Rote Armee-Anschlags von 1972 erste systematische Selbstmordattentate zugeschrieben werden und deren Selbstmordterroristen bereits ihre Suizidmissionen in einem Film dokumentiert hatten.[4]

Die Hisbollah hat Selbstmordattentate nur sehr gezielt und sparsam eingesetzt, verstand es aber mit spektakulären Videos weltweit auf sich aufmerksam zu machen. Ihr System zur Versorgung der Angehörigen der Selbstmordattentäter, die einen hohen sozialen Status genießen, hatte ebenfalls Vorläufer im Kampf- und Propagandasystem der palästinensischen Fedayin. Die Selbstmordattentate der Hisbollah führten zwar zum Rückzug der US-Amerikaner und Franzosen aus dem Libanon während des libanesischen Bürgerkriegs, waren jedoch keineswegs die direkte Ursache für den späteren Rückzug Israels aus dem Südlibanon.

Krueger und Maleckova untersuchten 2002 den wirtschaftlichen und den Bildungsstatus von Hisbollahkämpfern, die zwischen 1982 und 1994 im Kampf mit Israel ums Leben kamen. Daraus lassen sich wohl auch Rückschlüsse auf den Status ihrer Selbstmordattentäter ziehen. Es zeigte sich, dass sie etwas weniger Arme unter ihnen fanden, als in der Gesamtbevölkerung (28% im Vergleich zu 33%), dass sie aber signifikant häufiger eine sekundäre Schulausbildung genossen als die durchschnittliche Gesamtbevölkerung (33% gegenüber 23%).[5]

[Bearbeiten] Tamil Tigers

Die Tamil Tigers in Sri Lanka übernahmen ab 1987 Selbstmordattentate, wobei das erste eine recht genaue Kopie des Anschlags auf das US-Hauptquartier in Beirut 1983 war. 1991 töteten die Tamil Tigers den indischen Premierminister Rajiv Gandhi durch ein Selbstmordattentat. Der ceylonesische Oppositionsführer Gamini Disanyake wurde 1994 durch ein Selbstmordattentat getötet. Chandrika Bandaranaike Kumaratunga überlebte 1999 ein Selbstmordattentat, sie verlor dabei jedoch ein Auge.

[Bearbeiten] Kaschmir

In Kaschmir wurden 1989 die ersten Selbstmordattentate begangen, ohne sich jedoch stark auszubreiten.

[Bearbeiten] Tschetschenien

In Tschetschenien oder von Tschetschenen in Russland wurden Selbstmordattentate etwa seit dem Jahre 2000 begangen.

[Bearbeiten] Ausweitung

Die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA machten Selbstmordattentate schlagartig zum Zentrum der Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit.

Seit dem Jahre 2002 werden Selbstmordattentate in immer weiteren Ländern verübt, darunter auch Afghanistan, Marokko, die Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien.

[Bearbeiten] Irak

US-Soldaten der 978. Militärpolizei-Kompanie helfen irakischen Feuerwehrleuten und Polizisten nach einem Selbstmordattentat in Baqubah im Irak
US-Soldaten der 978. Militärpolizei-Kompanie helfen irakischen Feuerwehrleuten und Polizisten nach einem Selbstmordattentat in Baqubah im Irak

Seit dem Einmarsch der US-Amerikaner in den Irak 2003 wird das Land immer mehr zum weltweiten Schwerpunkt von Selbstmordattentaten. Mehrere Selbstmordattentate in einer Woche waren Mitte 2006 die Regel.

[Bearbeiten] Gegenmaßnahmen in Israel

Die israelische Polizei überprüft 10 Palästinenser, unter ihnen ein Selbstmordattentäter mit einer 5-Kilo Bombe, nachdem sie sich mit ihnen eine Verfolgungsjagt auf der Autobahnstrecke Jerusalem - Tel Aviv geliefert hatte. Die Polizei war zuvor durch eine Geheimdienstnachricht vor einem bevorstehenden Angriff in der Gegend von Jerusalem gewarnt worden.
Die israelische Polizei überprüft 10 Palästinenser, unter ihnen ein Selbstmordattentäter mit einer 5-Kilo Bombe, nachdem sie sich mit ihnen eine Verfolgungsjagt auf der Autobahnstrecke Jerusalem - Tel Aviv geliefert hatte. Die Polizei war zuvor durch eine Geheimdienstnachricht vor einem bevorstehenden Angriff in der Gegend von Jerusalem gewarnt worden.

Es ist ein Ding der Unmöglichkeit alle potentiellen Ziele zu schützen. Wenn Selbstmordattentate scheitern, dann an glücklichen Zufällen, spontaner mangelnder Motivation des Attentäters, oder durch Terror-Abwehr durch den Gegner oder die prospektiven Opfer. Neben der (gesetzlich verpflichtenden) Platzierung von Wächtern an den Eingängen zu Restaurants und Supermärkten bzw. an Busstationen, wird in Israel versucht, durch Straßensperren, Checkpoints und eine Sperranlage dem Problem her zu werden. Die Sperranlage zum Gazastreifen und zum Westjordanland erwiesen sich dabei als die bisher effektivste Abwehrmaßnahme. Die allgemeine Einstellung der Bevölkerung zu Selbstmordattentaten durch bestimmte Politiken zu ändern, wäre wohl am effektivsten, war bisher aber im Fall von Israel nicht erfolgreich.

Auch durch ein hohes Maß an öffentlichem Bewusstsein konnte in mehreren Fällen der Attentäter als solcher identifiziert werden und damit die Zahl der Opfer reduziert werden. Sicherheitspersonal wird in der Identifizierung und der Beeinflussung von Attentätern ausgebildet. Empirische Forschung zeigt, dass Beistehende zwar Angst verspüren, aber gleichzeitig noch vollständig zu rationalen nutzenorientierten und z.T. altruistischen, Handlungen fähig sind, die unter Einbeziehung vorhandener Informationen den Schaden minimieren können. Beistehende sind nicht demoralisiert und auf wilde Flucht beschränkt, es hat sich auch gezeigt, dass nur in ganz speziell gelagerten Fällen, das eigene Wohl auf Kosten anderer gesucht wird, und der Respekt für das Leben und den Besitz anderer aufgegeben wird. In einem Zeitraum von November 2000 bis November 2003 wurden in Israel etwa 40 von 103 Anschlägen durch Handlungen von Beistehenden beeinflusst.

Bei den 16 Anschlägen die an Checkpoints stattfanden wurden beispielsweise 9 durch Anwesende ausgelöst, die intervenierten. Solche Interventionen und Gegenmaßnahmen resultieren entweder aus Informationen oder nur Verdächtigungen. Durch Interventionen verliert der Attentäter die Kontrolle über Zeit und Ort des Anschlages und kann so bei der Opfermaximierung gehindert werden. Bei Fällen mit Intervention liegt die durchschnittliche Zahl von Opfern mit 16,9 deutlich unter der von 45,1, wenn keine Intervention stattfindet. Aus Israel wurden zahlreiche Fälle gemeldet, in denen Sicherheitspersonal oder Beistehende den Tot vieler Opfer verhinderten, indem sie den Attentäter stoppten, dabei kamen sie oft selbst ums Leben.

Andere Maßnahmen stützen sich auf technologische Entwicklungen wie etwa Roboter. Die Maßnahmen sind nicht ohne Erfolg. In Israel scheitern heute die allermeisten Attentatsversuche im Vorfeld. Im ersten Halbjahr 2004 etwa konnten mehr als 100 Attentatsversuche verhindert werden, nur 6 Versuche waren erfolgreich. Zwischen Oktober 2000 und August 2004 waren von 541 Angriffen nur 135 erfolgreich. Andere Maßnahmen, deren Erfolg oder Misserfolg nicht in dieser Statistik berücksichtigt ist, sind gezielte Tötungen, Armeeoperationen, und die Arbeit der Geheimdienste. Wichtig für deren Erfolg ist eine Kontrolle der Gebiete, sprachliche Fähigkeiten, effektive Zusammenarbeit und eine gute Interaktion zwischen den Schaltzentralen und dem Feld. Ein anderes Feld für Maßnahmen ist die Abschreckung der Gesellschaft im Allgemeinen und der Gruppen im Besondern. Um den negativen Druck auf den potentiellen Attentäter und seine Familie zu erhöhen wurden bis vor kurzem in Israel die Häuser von Angehörigen von Selbstmordattentätern zerstört.

[Bearbeiten] Ursachen und Erklärungsversuche

Allgemein geht man davon aus, dass ein Selbstmordattentäter irrational handelt, dass ihn bestimmte religiöse, politische oder soziale Faktoren außerhalb gängiger Rationalität stellen, wo der gesunde Menschenverstand des Selbsterhaltungstriebes seine Wirkungskraft verloren hat. Neben der heute widerlegten Vorstellung, die ausweglose Lage der Täter sei die Ursache für diesen finalen Schritt, gilt vor allem fanatisierte Religiosität als Ursache für Selbstmordattentate.

[Bearbeiten] Religiöser Fanatismus

Besonders der Islam wurde in dieser Hinsicht als Verursacher genannt, denn in der Tat werden derzeit die weitaus meisten Selbstmordattentate von Muslimen begangen. Das amerikanische Verteidigungsministerium stellte in einer Studie über Selbstmordattentäter fest:

"Seine Handlungen eröffnen ihm ein Szenario, in dem er selbst, seine Familie, sein Glaube und sein Gott nur gewinnen können. Der Bomber sichert sich die Errettung und die Freuden des Paradieses. Er verteidigt seinen Glauben und kann sich, erinnert als tapferer Krieger, in eine lange Reihe von Märtyrern einreihen. Und endlich, durch die Art seines Todes, wird ihm garantiert, dass er Allahs Wohlgefallen besitzt. Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen wird das selbstlose Opfer des einzelnen Muslims, das er zur Zerstörung der Feinde des Islam bringt, eine geeignete, realisierbare und willkommene Handlungsoption."

Der Bericht der Counterintelligence Field Activity (CIFA) zitiert eine Reihe von Quellen aus dem Koran, die sich auf den Dschihad (Heiliger Krieg), Märtyrertum, oder das Paradies beziehen, in dem für den Märtyrer wunderschöne Herrenhäuser und Jungfrauen zu erwarten sind. Man weiß, dass vor Anschlägen von den Terroristen üblicherweise solche Passagen aus dem Koran rezitiert werden.

Gegen diese Theorie wird eingewandt, dass es auch in nicht-muslimischen Gesellschaften Suizidattentäter gibt, wie etwa die Tamil Tigers in Sri Lanka, die Kurdische Arbeitspartei in der Türkei oder eben die japanischen Kamikaze-Angriffe im 2. Weltkrieg.

[Bearbeiten] Das Selbstmordattentat als Reaktion auf Besatzung

Abweichend von dieser Theorie gibt es Forscher, die die herausragende Rolle der Religion auf muslimische Selbstmordattentäter zu relativieren suchen. Robert A. Pape von der University of Chicago geht davon aus, dass sich hinter der religiösen Rhetorik recht profane Zwecke verbergen. Er sieht Selbstmordattentat weniger als Produkt des islamischen Fundamentalismus, als vielmehr als eine Reaktion auf fremde Besatzung. "Obwohl sie von Amerikanern als Ungläubigen spricht, ist al-Qaida weniger mit unserer Konversion befasst, als damit uns aus arabischen und muslimischen Ländern zu entfernen."

An dieser Theorie wird wiederum kritisiert, dass sie zum einen nicht begründen kann, warum im Irak nicht vornehmlich amerikanische Soldaten, sondern Zivilisten verschiedener islamischer Konfessionen zum Opfer von Terroranschlägen werden, zum anderen, dass es viele Besatzungssituationen gibt, in welchen Selbstmordattentate nicht als Taktik angewandt werden. So gebe es beispielsweise keine Selbstmordterrorismus tibetischer Buddhisten. Auch die japanischen Kamikaze entstanden nicht als Reaktion auf Besatzung.

[Bearbeiten] Selbstmordattentate als effektive Kampfmethode

Andere Theorien sehen schlicht die strategische Nutzenrechnung, nach der Selbstmordattentate eine effektive Kampfmethode sind, als der Grund für seine Existenz an: Selbstmordattentate sind beweglich, vielseitig, zielgenau und extrem tödlich. Sie überraschen den Gegner, können seine Verteidigungsmaßnahmen umgehen und können zu relativ geringen Kosten einen immensen psychologischen Schaden anrichten. Die Religion als Legitimationsbasis für Selbstmordattentate sei oft nur ein ideologischer Deckmantel für rationale Entscheidungen.

[Bearbeiten] Individuelle Täterpsychologie und gruppendynamische Prozesse

Einige Ansätze zielen auf die individuelle Täterpsychologie, auf Familiendynamiken, für die eine häufige Opfer-Täter-Dynamik spricht, auf Gruppendruck und organisationelle Dynamiken oder eine Kombination aller oben genannten Faktoren. Die individuelle Motivation ein Selbstmordattentat auszuführen hängt, nach dieser Theorie, von organisationellen Praktiken der Rekrutierung und von ideologischen Anreizen ab. Die Fähigkeit der Organisationen wiederum, Selbstmordattentate auszuführen, hängt von den strukturellen Möglichkeiten ab, zu denen nicht nur ein schwacher Staat sondern eine größere gesellschaftliche Akzeptanz für suizidalen Terror gehöre. Zu dieser Akzeptanz komme es, wenn kulturelle Normen und historische Narratologien Märtyrertum begünstigen, wenn legitime Autoritäten extreme Gewalt fördern und wenn sich Gemeinschaften in einem politischen Konflikt bedroht fühlen.

In einer Vergleichsstudie zur Einstellung der libanesischen und der palästinensischen Gesellschaft zu Selbstmordattentaten stellte Simon Haddad von der Notre-Dame-Universität fest, dass in beiden Gesellschaften Frauen Selbstmordattentate eher unterstützen als Männer. Im Libanon stellte er eine Beziehung zum geringen Einkommen der befragten Bevölkerung fest, bei den Palästinensern gibt es einen statistischen Zusammenhang mit dem Wohnort in den so genannten Flüchtlingslagern. Wichtigster einzelner prognostischer Indikator für die positive Einstellung zu Selbstmordattentaten ist allerdings die Zustimmung zum politischen Islam (Islamismus). Dies gilt für die Palästinenser noch mehr als für Libanesen. Eine Umfrage des Palestinian Center for Policy and Survey Research (PCPSR) von 2001 stellte fest, dass die Unterstützung von Terroraktionen gegen israelische Zivilisten unter Berufstätigen mit qualifizierter Ausbildung höher war als unter geringqualifizierten Arbeitern (43,3% im Vergleich zu 34,6%); und weiter verbreitet war unter den Palästinensern mit höherer Schulbildung, als Analphabeten (39,4 bzw. 32,3 Prozent).[6]

Dawud Gholamasad Forschungen zum Thema der Motivation aus der Prozesssoziologie haben einen ganzheitlichen Ansatz als Bezugsrahmen. Er führt Selbstmordattentate auf den Kampf um einen (kollektiven) Selbstwert zurück, der sich nicht aus einer individualistischen Perspektive erklären lässt und auch nicht auf religiöse Motive reduziert werden kann.

[Bearbeiten] Siehe auch

commons:Hauptseite
Commons
Commons: Selbstmordattentat – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

[Bearbeiten] Literatur

  • Thorsten Gerald Schneiders: Heute sprenge ich mich in die Luft. Suizidanschläge im israelisch-palästinensischen Konflikts. Ein wissenschaftlicher Beitrag zur Frage des Warum. Lit, 2006. ISBN 3-8258-8763-4
  • Lorenz Graitl: Massen, Mörder, Märtyrer. Zur Sozialpsychologie von Selbstmordattentaten. In: IZ3W Nr. 293, S. 10-13. 2006 [1]
  • Dawud Gholamasad: Selbstbild und Weltsicht islamistischer Selbstmord-Attentäter. Tödliche Implikationen eines theozentrischen Menschenbildes unter selbstwertbedrohenden Bedingungen. Klaus-Schwarz-Vlg, 2006. ISBN 3-879-97331-8
  • Christoph Reuter: Mein Leben ist eine Waffe: Selbstmordattentäter, Psychogramm eines Phänomens. Bertelsmann, 2002. ISBN 3-570-00646-8
  • Christoph Reuter: Selbstmordattentäter: warum Menschen zu lebenden Bomben werden. Goldmann, 2003. ISBN 3-442-15240-2
  • Joseph Croitoru: Der Märtyrer als Waffe: die historischen Wurzeln des Selbstmordattentats. Hanser, 2003. ISBN 3-446-20371-0; dtv 2006 ISBN 3-423-34326-5 (Auszüge unter: [2]
  • Joseph Croitoru: Selbstmordattentate ursprünglich nicht islamistisch. [3]
  • Gerhard Scheit: Suicide Attack: Zur Kritik der politischen Gewalt. Ca ira Freiburg, 2004.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. Laqueur, W.: The new terrorism: Fanaticism and the arms of mass destruction, New York, 1999. Sowie: Enders, W./ Sandler, T.: Is transnational terrorism becoming more threatening? Atime series investigation, Journal of Conflict Resolution 44, 2000, S. 307-332. Und: Hoffman, B.: Inside terrorism, New York, 1998.
  2. Schneiders, Thorsten .G.: Heute sprenge ich mich in die Luft. Suizidanschläge im israelisch-palästinensischen Konflikt. Ein wissenschaftlicher Beitrag zur Frage des Warum, Münster 2007, S. 54 ff.
  3. Strentz, T.: A terrorist psychosocial profile. Past and present, FBILaw Enforcement Bulletin 57, 1988, S. 13-19.
  4. Siehe u.a. Schneiders, Thorsten .G.: Heute sprenge ich mich in die Luft. Suizidanschläge im israelisch-palästinensischen Konflikt. Ein wissenschaftlicher Beitrag zur Frage des Warum, Münster 2007, S. 54 ff.
  5. Krueger, A. B./Maleckova, J.: Education, poverty, political violence, and terrorism: Is there a connection? Working Paper No. w9074, National Bureau of Economic Research, 2002, in: http://www.nber.org/papers/w9074.
  6. Krueger, A. B./Maleckova, J.: Education, poverty, political violence, and terrorism: Is there a connection? Working Paper No. w9074, National Bureau of Economic Research, 2002, in: http://www.nber.org/papers/w9074.

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