Serve-and-Volley-Spiel
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Das Serve-and-Volley-Spiel ist eine offensive Spielstrategie im Tennis. Ziel des aufschlagenden Spielers ist es hierbei, den Gegner mit einem harten und platzierten Aufschlag sofort unter Druck zu setzen.
Der aufschlagende Spieler rückt unmittelbar ans Netz vor, um den häufig ungenauen Return (Rückschlag) des Gegners mit einem Volley (Flugball) zu erwidern und den Ballwechsel möglichst gleich für sich zu entscheiden. Das Serve-and-Volley-Spiel bewährt sich vor allem auf schnellen Platzbelägen, auf denen die Geschwindigkeit des auftreffenden Balles kaum abgebremst wird.
Es handelt sich um eine dynamische Spielstrategie, die von Spielern wie Stefan Edberg, Boris Becker und Pete Sampras zur Perfektion entwickelt wurde. Die Schattenseite bzw. das Risiko dabei ist jedoch, dass ein guter Return des Gegners kaum noch erreicht werden kann.
Kritiker des Systems bemängeln außerdem die Tatsache, dass in den Matches kaum Spielfluss zustande kommt. Die Ballwechsel sind sehr kurz und erwecken daher wenig Begeisterung bei den Zuschauern. Diese Kritik setzte sich im Laufe der Jahre durch. Das Spiel wurde durch Veränderungen bei den Belägen und Bällen zusehends verlangsamt, so dass heute selbst in Wimbledon Grundlinienduelle an der Tagesordnung sind. Reine Serve-and-Volley-Spezialisten gibt es heute nicht mehr.