Verrenberg
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Verrenberg ist ein Dorf in Hohenlohe, das seit dem 1. Februar 1972 Teil Öhringens ist. Heute hat Verrenberg etwa 680 Einwohner.
Die erste urkundliche Erwähnung Verrenbergs ist auf das Jahr 1242 zu datieren, der Ort dürfte jedoch zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert entstanden sein. 1525 wird der Verrenberger „Schönmichel“ Wortführer der Verrenberger Bauern im Bauernkrieg. Bei der hohenlohischen Hauptlandesteilung 1553 kam Verrenberg zu Hohenlohe-Waldenburg. 1615 kommt Verrenberg zur neuerstandenen Linie Hohenlohe-Pfedelbach. Nach Aussterben der Pfedelbacher Linie 1728 tritt Waldenburg-Bartenstein die Nachfolge an. In der Nacht vom 30. Juni zum 1. Juli 1897 verwüstete ein Hagelunwetter fast die ganze Pflanzenwelt und einen großen Teil der Gebäude.
Ein weiterer bedeutender Verrenberger ist Johann Michael Weipert. 1822 in Verrenberg geboren, kam er in seiner frühen Jugend als Waise in die Gustav-Werner-Stiftung zum Bruderhaus nach Reutlingen, wo er das Wagnerhandwerk erlernte. Am 6. August 1866 eröffnete Johann Michael Weipert in Reutlingen „ein Geschäft auf eigene Rechnung“, das er spätestens 1871 nach Heilbronn verlegte. Im Jahr seines Todes, 1904, wurden 18020 Geräte und Maschinen verkauft.
[Bearbeiten] Religionen
Verrenberg war nie eine selbstständige Kirchengemeinde, sondern hat von Anfang an zur evangelischen Pfarrei Bitzfeld gehört. Ein um 1722 neu errichtetes Gebäude wird damals so beschrieben: "Innerhalb 2 jahren ist allda der thurm und anbau zum bettstund-schul us gemeindholtz wider denovo auferbaut word, darin der Schulmeister allda die wochen 2 mahl bettstund hält,und under der aufsicht deß Pfarrer - Bitzfeld stehet". In ihm wurden nur zu besonderen Gelegenheiten Gottesdienste gefeiert. Aber bereits 1732 bis 1738 wurde der Turm, nun im unteren Teil massiv, neu erbaut. So folgten diverse Umbauten, bis 1840 die letzte große Änderung des äußeren Erscheinungsbildes erfolgte. Zeitweilig war hier neben der Ratsstube auch die Schule untergebracht. Heute dient es als Sitz der Verwaltungsstelle.
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Literatur
- Öhringen. Stadt und Stift. Stadt Öhringen, Öhringen / Sigmaringen 1988
- Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreise und Gemeinden. Band IV.
- Der Landkreis Öhringen. Amtliche Kreisbeschreibung Band II. 1968
- J. H. Rauser: Ohrntaler Heimatbuch
Koordinaten: 49° 11′ N, 09° 28′ O