Aqua Alsietina
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Die Aqua Alsietina, auch Aqua Augusta[1], war eine antike römische Wasserleitung (Aquädukt) zur Versorgung der Stadt Rom.
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[Bearbeiten] Geschichte
Sie wurde unter Kaiser Augustus im Jahre 2 v. Chr.[2] erbaut. Das Wasser aus dem Lacus Alsietinus, einem Kratersee, hatte keine Trinkwasserqualität. Es wurde von Kaiser Augustus hauptsächlich zum Fluten der ebenfalls 2 v. Chr. errichteten Naumachia benutzt, einer Arena, in der Seeschlachten mit echten Schiffen dargestellt werden konnten. Der Wasserüberschuss konnte zur Bewässerung der außerhalb der Stadt gelegenen Gärten genutzt werden. Die Aqua Alsietina war bis zur Errichtung der Aqua Traiana, einer unter Kaiser Trajan 109 n. Chr. errichteten Trinkwasserleitung, die einzige verfügbare Versorgung für Transtiberim, den auf dem rechten Ufer des Tibers gelegenen Stadtteil Roms.
[Bearbeiten] Wasserführung
Die Wasserversorgung wurde über den Lacus Alsietinus (heute Lago di Martignano), einem kleinen See im antiken Etrurien, direkt neben dem Lago di Bracciano nordnordwestlich von Rom, sichergestellt. Die Wasserleitung reichte bis in den heutigen römischen Stadtteil Trastevere (von lat. trans Tiberim = jenseits des Tiber) und verlief über den Hügel Ianiculum (heute Monte Gianicolo). Die Aqua Alsietina verlief größtenteils unterirdisch und lediglich über eine Länge von 500 Metern auf einer Bogenkonstruktion.
[Bearbeiten] Anmerkungen
- ↑ So z. B. in der Inschrift CIL 6, 31566.
- ↑ Nach Norman Smith, Mensch und Wasser, München 1978: 10–2 v. Chr.