Burg Lockenhaus
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Die Burg Lockenhaus ist eine Burg im mittleren Burgenland in Österreich. Sie liegt eingebettet vom Günsergebirge im Naturpark Geschriebenstein am Rande der Ortschaft Lockenhaus.
Die Burg Lockenhaus wurde um das Jahr 1200 erbaut und trug zunächst den Namen Leuca. Die Burg gehörte ab 1270 dem Grafen von Güssing. Zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert wechselte sie oft ihren Besitzer, bis sie schließlich 1676 in den Besitz der Familie Esterházy überging.
1968 erwarb die Familie Prof. Paul Anton Keller die Burg, die sich damals in sehr schlechtem Zustand befand. Unter Einsatz ihres gesamten Privatvermögens begann die Familie die liebevolle Renovierung der Burg Lockenhaus, die nach dem Tod von Prof. Keller im Jahr 1976 von der "Prof. Paul Anton Keller-Stiftung - Burg Lockenhaus" weitergeführt wurde. Insgesamt wurden seit 1968 rund 23 Millionen Euro in die Renovierung der Burg investiert.
Mit der Burg Lockenhaus ist die populäre Legende, wonach es sich ursprünglich um eine Ordensburg handelte und für geheime Kulthandlungen von Ordensrittern diente, untrennbar verbunden. Sämtliche Publikationen, Prospekte und Gemeindechroniken erwähnen unter Hinweis auf eine im Dunkel liegenden Historie der Festung, deren bauarchitektonischen Merkmale und Baugenese im Kontext von Ordenstätigkeiten der Johanniter, Spitalsritter, Kreuzritter und insbesondere der Tempelritter.
[Bearbeiten] Templerburg oder nicht?
War Burg Lockenhaus einst eine Templerburg? Von Historikern wird das Wirken dieses Ordens in Österreich bestritten, dennoch gibt es vieles, das für die Theorie sprechen würde. Fest davon überzeugt ist der Historiker Gerhard Volfing, der schon mehrere Bücher über die Templer verfasst hat: "Die Tempelherren erbauten in Lockenhaus eine Burg zum Schutz der Pilger und Kaufleute, die über Ungarn ins Heilige Land zogen."
Die Zeichen, dass Burg Lockenhaus eine Templerburg ist, sind für den Historiker Volfing am deutlichsten im Kultraum zu sehen. Der Raum gibt Historikern viele Rätsel auf. In der Basaltwasserschale spiegeln sich zu bestimmten Zeiten Sternenkonstellationen wider.
Steinmetzzeichen an der Decke weisen auf den Orden der Templer hin - solche Zeichen findet man auch in Templerburgen in Spanien und Portugal. Den Schlussstein im Kultraum findet man auch in einer Kapelle in England.
Ein weiteres Zeichen auf die Templer befindet sich in der Kapelle. Laut dem Historiker Volfing befinden sich dort die ältesten Fresken des Landes: "Sie sind im byzantinischem Stil gemalt und stellen einen Patriachen und einen Tempelritter dar." Auch der Rittersaal sei durch die Templer erbaut worden, meinen Experten.
Man vermutetet viele geheime Gänge und unterirdische Räume. Auch der verschüttete, einst über hundert Meter tiefe Brunnen, müsse noch erforscht werden.
[Bearbeiten] Weblinks
- http://www.ritterburg.at
- http://www.lockenhaus.at/i1d.html
- http://www.tiscover.com/burg.hotel.lockenhaus
Koordinaten: 47° 24' 14.50" N, 16° 25' 28.50" O