Diskussion:Dachau-Messe
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Beim Thema „Dachauer Kunst” fällt mir auch noch eine Dachauer Begebenheit ein, die man kennen sollte, um Dachau damals in den vierziger Jahren und heute bezüglich „Den Haag” in Verbindung mit „Guantánamo” noch besser verstehen zu können:
[Bearbeiten] Eine Theater-Aufführung in Dachau
Ende 1947, zum Abschluß der großen Prozesse in Dachau, gaben die Amerikaner den deutschen Anwälten und ihrem Personal einen „Kameradschaftsabend”. Dabei wurde mit viel Geschick ein Theaterstück aufgeführt, das die Lächerlichmachung der Dachauer Prozesse zum Gegenstand hatte. Alle Schauspieler waren Amerikaner. Sie spielten eine Verhandlung, die den tatsächlich stattgefundenen in ihrem Ablauf genau glich. Die Mitglieder des Gerichts waren jedoch Lahme, Betrunkene und Blinde. Der Belastungszeuge, der auftrat, war ein typischer Berufszeuge und hieß bezeichnenderweise „Schwarzhandel”. Seine anfänglich verworrenen Aussagen wurden sofort präziser, als ihm der „Ankläger” ein paar Schachteln Zigaretten zuschob. Als ihm dann auch noch Geld angeboten und ausbezahlt wurde - gegen den Protest des Verteidigers natürlich -, machte der Zeuge „Schwarzhandel” sofort alle gewünschten Aussagen. Nach kurzer Beratung wurde der „Angeklagte” dann mit pathetischem Tonfall zum Tod durch den Strang verurteilt.
Das war zwar nur eine Episode am Rande der im Namen der Gerechtigkeit und Humanität durchgeführten Kriegsverbrecherprozesse. Aus ihr zeichnet sich aber, jenseits aller Schuld oder Unschuld der Angeklagten, die fraglös trübe, unzulängliche Kulisse ab, vor der jenes neue, dauerhafte Recht zum Schutze des Individuums und zum Schutze der Menschlichkeit geschaffen werden sollte.
Seite 92 - 93 in Friedrich Oscar, „Über Galgen wächst kein Gras”, Erasmus Verlag, Braunschweig, Printed in Germany 1950.
84.44.137.172 23:50, 28. Jul 2006 (CEST)
[Bearbeiten] Dachau-Messe
Was hat diese Episode mit der Dachau-Messe zu tun? Maiplatz