Elfriede Blauensteiner
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Elfriede Blauensteiner (* 22. Januar 1931 in Wien, † 16. November 2003 in Wien) war eine Serienmörderin, die als "Schwarze Witwe" in die österreichische Kriminalgeschichte Einzug gefunden hat.
Die 1931 in Wien geborene Frau vergiftete ihren Lebensgefährten, ihre Nachbarin sowie einen weiteren Mann, den sie durch eine von ihr aufgegebene Kontaktanzeige kennenlernte. Sie verabreichte ihren Opfern Euglucon, ein blutzuckersenkendes Medikament, kombiniert mit einem Antidepressivum. Bevor sie ihre Opfer tötete, hatten diese ihrer „Pflegerin“ Besitz und Liegenschaften vermacht.
Sie wurde zunächst 1997 in Krems für einen Mordfall schuldig gesprochen (lebenslänglich), 2001 wurde sie für zwei weitere Fälle in Wien wegen Mordes verurteilt. Legendär waren ihre Gerichtsauftritte, bei denen sie teilweise jegliche Schuld von sich wies. Bekannt wurde ein Auftritt, bei dem sie mit einem goldenen Kruzifix auftrat, es in die Höhe streckte und sagte „Ich wasche meine Hände in Unschuld“. Der damalige Senatspräsident und spätere Präsident des Obersten Gerichtshofes Dr. Johann Rzeszut sprach damals von einer „Unrechtsdimension, die für einen irdischen Gerichtshof eigentlich zu groß ist“. Ihr Strafverteidiger war der Österreicher Elmar Kresbach, siehe auch OGH 17. Dezember 2001, 12 Os 59/01.
Elfriede Blauensteiner saß einige Jahre in der Frauen-Justizanstalt Schwarzau, bevor sie 2003 im Alter von 72 Jahren an den Folgen eines Gehirntumors starb.
Personendaten | |
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NAME | Blauensteiner, Elfriede |
ALTERNATIVNAMEN | "schwarze Witwe" |
KURZBESCHREIBUNG | österreichische Serienmörderin |
GEBURTSDATUM | 22. Januar 1931 |
GEBURTSORT | Wien |
STERBEDATUM | 16. November 2003 |
STERBEORT | Wien |