Francesco Antommarchi
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Francesco Antommarchi (* 1780 auf Korsika; † 3. April 1838 in Santiago de Cuba auf Kuba) war Napoléon Bonapartes Arzt auf Elba.
Antomarchi studierte in Pisa und wurde 1812 Prosektor am Hospital Santa Maria in Florenz; 1818 ließ er sich von dem Kardinal Fesch bewegen, sich nach St. Helena zu begeben, um dem Kaiser ärztlichen Beistand zu leisten. Anfangs von diesem mit Misstrauen empfangen, wusste er bald sein Vertrauen zu gewinnen und wurde in dessen Testament mit 100.000 Francs bedacht.
Nach dem Tode des Kaisers erklärte er, dass dieser nicht am Magenkrebs, sondern an einem auf der Insel herrschenden Fieber gestorben sei, und weigerte sich, das Obduktionsprotokoll zu unterzeichnen. Er kehrte dann über England nach Italien zurück und wandte sich, von der Erzherzogin Marie Luise zu Parma kühl empfangen, nach Paris, wo er das Werk Derniers moments de Napoléon (Paris 1823, 2 Bde., neue Ausgabe 1852; deutsch, Stuttgart 1825) herausgab.
Während der polnischen Revolution übernahm er in Warschau die Leitung der ärztlichen Anstalten, kehrte jedoch bald nach Paris zurück und ging Ende 1831 nach Italien. Später begab er sich nach Westindien. Er starb am 3. April 1838 in Santiago de Cuba, wo ihm wegen seiner Spenden an die Armen auf dem dortigen Friedhof ein Denkmal errichtet wurde.
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Personendaten | |
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NAME | Antommarchi, Francesco |
KURZBESCHREIBUNG | französischer Arzt |
GEBURTSDATUM | 1780 |
GEBURTSORT | Korsika |
STERBEDATUM | 3. April 1838 |
STERBEORT | Santiago de Cuba |