Geradezugverschluss
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Beim Geradezugverschluss (auch Geradzugverschluss) - ein Begriff aus der Waffentechnik - wird der drehbare Verschlußkopf, wie beim herkömmlichen Zylinderverschluss, durch die Bewegung des selbigen in die Verschlusskammer eingeführt. Dies erfolgt, anders als beim Zylinder-Verschluss nach dem System Mauser, durch eine rein horizontale Bewegung des Kammerstängels. Erfolgreiche Militärgewehre nach diesem Prinzip waren die österreichischem Gewehre mit dem System Mannlicher nach dem Konstruktuer Ferdinand Ritter und die Schweizer Karabiner K31, sowie Gewehre G11 (1911), beide im Kaliber 7,5x55 Schweiz. Dazu war in den Verschlusskopf eine Spiralnut eingefräst, in die ein Zapfen am Kammerstengel eingriff. Ein praktisches Problem war der erhöhte Zugwiderstand und die höhere mechanische Anfälligkeit, was der Verbreitung unzuträglich war. Technisch kann man den Geradezugverschluss zu den Drehkopfverschlüssen zählen.