Justizvollzugsanstalt Glasmoor
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Die JVA Glasmoor ist eine Hamburger Justizvollzugsanstalt in Norderstedt, Ortsteil Glashütte, Kreis Segeberg.
1917 kaufte Hamburg das Glasmoor, um den Hamburger Brennstoffbedarf zu sichern. 1922 wurde eine Justizvollzugsanstalt eröffnet, die Insassen zum Torfabbau eingesetzt. Dazu wurde eine "Torfbahn" mit einer Spurweite von 610 mm gebaut.
Von der Gefängnisleitung wurde auch ein landwirtschaftlicher Hof betrieben.
Für die 1928 fertiggestellte Gefängnisanlage lieferte der Hamburger Oberbaudirektor Fritz Schumacher den Entwurf. Ursprünglich war dieses Gefängnis ohne Mauern und Stacheldraht errichtet und sollte als Vorbild für die Resozialisierung dienen. Davon zeugt auch das Motto, das über der Eingangstür des Gefängniszentralbaus steht:
- „Bessert die Erde durch den Menschen und ihr bessert den Menschen durch die Erde.“
Der unter Denkmalschutz stehende zentrale Komplex zeichnet sich durch einen 22 Meter hohen Turm aus.
1965 wurde der Torfabbau eingestellt.
Von 1994 bis 2003 befand sich auf dem Gefängnisgelände der berüchtigte „Abschiebeknast“, der aus Containern bestand und für 82 Abschiebehäftlinge vorgesehen war.
Im Jahre 2005 wurde das neue Frauenhaus in der JVA Glasmoor eröffnet. Neben den 46 Haftplätzen gibt es zwei angeschlossene Zellen, die inhaftierten Müttern für ihre Kleinstkinder zur Verfügung stehen.
[Bearbeiten] Weblinks
- JVA Glasmoor auf strafvollzug-hamburg.de
- Bilder 2003
- Bilder 2005
- Glasmoor auf Hamburg.de
- Kirchliche Arbeitsgemeinschaft Flüchtlingsarbeit Hamburg
- Hamburger Abendblatt 14. Nov 2003 Abschiebegefängnis Glasmoor geschlossen. Norderstedt: Häftlinge ziehen nach Fuhlsbüttel um. Container hätten für viel Geld renoviert werden müssen.
- Hamburger Abendblatt 9. Aug. 2003 "Uns Uwe" bringt den Ball ins Rollen
Koordinaten: 53° 42' 21" N, 10° 2' 30" O