LASH
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Ein LASH (Lighter Aboard Ship) ist ein Schiff das Schuten bzw. Leichter transportiert.
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[Bearbeiten] Technik
Bei LASH-Schiffen wird die Ladung in standardisierte Leichter (Schuten) geladen und die Schuten werden dann auf das Schiff geladen. Die Leichter sind selbst nicht motorisiert. Sie können im Hinterland beladen und mittels Schleppern über Binnengewässer in die Seehäfen gebracht werden. Dort übernimmt das LASH-Schiff die Leichter mit einem bordeigenen Kran, so dass der Hafen keine aufwendige Infrastruktur (wie z.B. Containerbrücken) benötigt. Weiterhin ist möglich, die Leichter direkt in das Lash-Schiff einzuschwimmen. Dazu kann das Schiff sein Heck öffnen und die Leichter können eingeschwommen werden. Diese Variante wird vor allem bei Kombination von Binnen- und Seeschiff verwendet.
Allerdings müssen die Schuten im Hinterland seefest beladen werden, weil lose Ladung das ganze Schiff erheblich gefährden kann. Dies erfordert Fachkenntnisse.
[Bearbeiten] Wirtschaftliche Bedeutung
Dieses System der Beladung eignet sich besonders für unterentwickelte Häfen oder Häfen mit geringem Tiefgang. Große Verbreitung fand das System im inneramerikanischen Seeverkehr, wurde aber später weitgehend vom Container verdrängt.
[Bearbeiten] Geschichte
Das LASH-System wurde von dem amerikanischen Schiffbauingenieur Jerome Goldman in den 1960-er Jahren entwickelt. Der weltweit erste LASH-Carrier ist die Acacia Forest (1969). Diese Schiffe konnten jeweils 75 standardisierte Leichter mit 376 Tonnen Ladefähigkeit aufnehmen. Die deutsche Hapag-Lloyd AG stellte 1972 ein LASH-Schiff, die MS München, in Dienst. Dieses Schiff ist im Dezember 1978 im Atlantik gesunken.
LASH-Schiffe wurden auch unter der Bezeichnung BACAT (Barge Catamaran Transport) geführt.
[Bearbeiten] Weiterführende Informationen
Wikipedia-Artikel MS München
Lars Schmitz-Eggen, Die letzte Fahrt der München, Osterholz-Scharmbeck 2001 [1]