Lithiumiodid
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Strukturformel | ||
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![]() Natriumchlorid-Struktur |
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Allgemeines | ||
Name | Lithiumiodid | |
Andere Namen | Lithiumjodid | |
Summenformel | LiI | |
CAS-Nummer | 10377-51-2 (wasserfrei) | |
Kurzbeschreibung | farbose, weiß aussehende, sich gelblich färbende Kristalle | |
Eigenschaften | ||
Molmasse | 133,85 g·mol-1 | |
Aggregatzustand | fest | |
Dichte | 4100 kg·m-3 (wasserfrei) | |
Schmelzpunkt | 469 °C | |
Siedepunkt | 1180 °C | |
Dampfdruck | 100 Pa (711 °C) | |
Löslichkeit | sehr gut löslich in Wasser | |
Sicherheitshinweise | ||
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R- und S-Sätze | ||
MAK | ? | |
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. |
Lithiumiodid LiI, das Lithiumsalz der Iodwasserstoffsäure, bildet farblose, stark hygroskopische Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 469°C, einem Siedepunkt von 1180°C und einer Dichte von 4,1 g·cm-3. Die molare Masse des wasserfeien Lithiumiodids beträgt 133,85 g/mol. An Luft färben sich die Kristalle schnell gelblich bis bräunlich, da das Iodid zum Iod oxidiert wird. Neben dem wasserfreien Lithiumiodid existieren noch verschiedene Hydrate, bekannt sind LiI·nH2O mit n= 0,5, 1, 2 und 3.
[Bearbeiten] Herstellung
Die Herstellung von Lithiumiodid erfolgt durch Umsetzung wässriger Lithiumhydroxid- oder Lithiumcarbonatlösungen mit Iodwasserstoff und anschließender Aufkonzentrierung und Trocknung.
LiOH + HI → LiI + H2O
Li2CO3 + 2 HI → 2 LiI + H2O + CO2
Das wasserfreie Lithiumiodid kann auch durch Reaktion von Lithiumhydrid mit Iod in wasserfreiem Diethylether hergestellt werden.
LiH + I2 → LiI + HI
[Bearbeiten] Eigenschaften
Das Trihydrat weist einen Schmelzpunkt von 72°C und eine Dichte von 3,5 g·cm-3 auf. Beim Erhitzen verliert es bei 80°C zwei Moleküle Kristallwasser und bei 300°C ein Molekül Kristallwasser. Lithiumiodid ist gut in Wasser löslich (> 500g LiI/l Wasser).
[Bearbeiten] Verwendung
Das wasserfreie Lithiumiodid wird für organische Synthesen verwendet, in Batterien dient es als Elektrolyt. Dotierte Kristalle dienen als Szintillationsdetektor für energiereiche Neutronen.