Muhadschir
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Als Muhadschir (meist Plural al-Muhadschirun, von arabisch hadschara für "hinausgehen, ausziehen, auswandern") werden in der islamischen Welt bestimmte, historisch bedeutende Gruppen von Auswanderern und Flüchtlingen bezeichnet, vor allem
- jene Gefährten Mohammeds, die 622 an der Hidschra teilnahmen
- jene kaukasischen Flüchtlinge (vor allem Tscherkessen), die nach 1864 vor den Russen ins Osmanische Reich emigrierten und sich in der Türkei neuansiedelten
- jene Bosnier und sonstige vor allem slawischen Balkan-Muslime, die nach dem Zusammenbruch der osmanischen Herrschaft 1878 ebenfalls in die Türkei flohen und sich in Anatolien niederließen
- jene indischen Muslime, die nach der Teilung Indiens und den damit zusammenhängenden bürgerkriegsähnlichen Massakern aus dem fortan mehrheitlich hinduistischen Indien ins muslimische Pakistan flohen, bis heute stellen sie dort eine einflussreiche Bevölkerungsgruppe