Palügletscher
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Palügletscher (rätoromanisch Vadret da Palü) ist ein Gletscher im Berninamassiv der Schweizer Alpen, im Kanton Graubünden.
In den letzten Jahren ist der Gletscher sehr stark zurückgegangen. Der große Rückgang begann mit dem großen Unwetter im Sommer des Jahres 1987. In kurzer Zeit stieg die Schneefallgrenze auf über 4000 m ü.M. Dadurch kam es zu Regenfällen in der Höhe, welche große Wassermassen ins Tal führte. Der Schnee auf dem Gletscher schmolz innerhalb kurzer Zeit. Weiter wurde durch eine Südströmung Saharasand ins Tal geblasen. Dieser setzte sich auf das blanke Eis des Gletschers nieder. Von nun an hatte der Gletscher eine bräunliche Färbung. Dies führte dazu, dass sich die Albedo veränderte, wodurch das Sonnenlicht nicht mehr so stark reflektiert wurde und das Eisschmelzen viel schneller vonstatten ging. Dazu kam natürlich auch noch die allgemeine Klimaerwärmung. Das Schmelzwasser des Gletscher fließt in den Lago Palü.