Polnischer Krieg
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Als Polnische Kriege bezeichnete der französische Kaiser Napoleon I. zwei Kriege gegen Russland, bei denen das vermeintliche Ziel einer Wiederherstellung Polens nur vorgeschoben war.
Dennoch kam nach dem ersten in Polen geführten Krieg gegen die Reste des 1806 geschlagenen Preußen und den Preußen zu Hilfe kommende Russen im Frieden von Tilsit 1807 tatsächlich die Wiederherstellung eines selbständigen polnischen Rumpfstaates zustande (Herzogtum Warschau).
Die Zählung als "Erster Polnischer Krieg" kam jedoch erst 1812 zustande, als Napoleon seinen Feldzug gegen Russland als "Zweiten Polnischen Krieg" verschleierte, um die Unterstützung der Polen gegen Russland zu gewinnen. Dieser 1812 begonnene Krieg wurde nicht in Polen, sondern in Russland geschlagen und führte nicht zur von den Polen erhofften Wiederangliederung Litauens an Warschau, sondern nach Napoleons Niederlage und dem Seitenwechsel Österreichs 1813 zur Eroberung des Großherzogtums durch Russland.
[Bearbeiten] Literatur
- Franz Herre: Napoleon - Eine Biographie. München 2006, S. 241f
- Eugen Tarlé: Napoleon. Berlin 1961