Sieghardinger
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Die Sieghardinger waren eine der wichtigsten Familien des bayerischen Adels von der Mitte des 9. bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts. Die Bezeichnung der Familie rührt von ihrem Leitnamen „Sieghard“ (auch Sighard oder Sigehard) her, der sich erst mit Sieghard XI. Ende des 12. Jahrhunderts verliert.
Sie stammten aus Franken – der Stammvater Sieghard war 858/861 Graf im Kraichgau – herrschten jedoch etwa zwei Jahrhunderte lang als Grafen im Chiemgau, darüber hinaus auch in anderen Gebieten (Pinzgau, Pongau, Salzburggau, im Eisacktal, Inntal und Pustertal. In der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts waren die Sieghardinger Grafen von Ebersberg und Markgrafen von Krain.
Eine Nebenlinie war die der Grafen von Tengling, von denen die ab dem Ende des 12. Jahrhunderts aussterbenden Grafen von Schala, Burghausen, Peilstein, Mörle und Kleeberg abstammen.
Der umfangreiche Grundbesitz, den die Familie in Kärnten erworben hatte, wurde an die Spanheimer vererbt.
Wichtige Sieghardinger in geistlichen Ämtern waren:
- Friedrich, Erzbischof von Salzburg 958-991
- Pilgrim, Bischof von Passau 971-999
- Hartwig, Bischof von Brixen 1022-1039
- Sieghard, Patriarch von Aquileia 1068-1077 und Kanzler Heinrichs V.