Steinschneidekunst
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Steinschneidekunst, Glyptik, ist die plastische Bearbeitung von Halb- und Ganzedelsteinen, Bergkristall und ähnlichen Steinsorten mit Hilfe von Schneid- und Schleifgeräten. Hauptsächlich wird sie als Technik der Kleinplastik ausgeübt, besonders bei der Herstellung von Gemmen, Siegeln und dergleichen. Die ältesten Werke der Steinschneidekunst sind die Siegelzylinder der sumerischen Uruk-Periode (um 3000 v. Chr.); zu einer westlich technischen Verfeinerung kam es im 6. Jahrhundert v. Chr. in der griechischen Glyptik, nachdem bereits die kretisch-myken. Kultur die Steinbearbeitung zu beachtlicher Höhe geführt hatte. In der römischen Kaiserzeit wurde die Technik vor allem auf dem Gebiet der Porträtkunst angewandt, ebenso in der Renaissance, in der die Steinschneidekunst neuen künstlerischen Aufschwung nahm. Einen weiteren Höhepunkt erfuhr die Steinschneidekunst im Klassizismus.