Tschiertschen
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Wappen | |
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Basisdaten | |
Kanton: | Graubünden |
Bezirk: | Plessur |
BFS-Nr.: | 3912Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde |
PLZ: | 7064 |
Koordinaten: | 764927 / 187328 Koordinaten: 46° 49' 0" N, 9° 36' 0" O46° 49' 0" N, 9° 36' 0" O |
Höhe: | 1'350 m ü. M. |
Fläche: | 21.34 km² |
Einwohner: | 219 (31. Dezember 2005) |
Website: | www.kreis-churwalden.ch/gdetsch |
Karte | |
Tschiertschen ist eine politische Gemeinde im Kreis Churwalden, Bezirk Plessur des Kantons Graubünden in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Tschiertschen liegt auf der linken, südlichen Talseite des Schanfiggs, 7 km (Luftlinie) südöstlich von Chur. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der tief eingeschnittenen Plessur (770 m ü. M.) bis zu den Gipfeln der Weisshornkette. Am Flusslauf selbst hat Tschiertschen nur auf wenigen hundert Metern zwischen den Mündungen von Pajüelbach und Sagenbach Anteil; hangaufwärts verbreitert sich das Territorium jedoch rasch und umfasst fast das gesamte Einzugsgebiet der beiden Bäche, wobei sich das Sagenbachtal auf Kote 1320 in die beiden Quelltäler Farur und Urden verzweigt. Die östliche Begrenzung verläuft vom Aroser Weisshorn (2653 m) über Plattenhorn und Tschirpen zum Parpaner Weisshorn, das den südlichsten und mit 2824 m ü. M. auch höchsten Punkt der Gemeinde markiert. Von dort führt die Grenze über das Parpaner Schwarzhorn (2683 m) zur dem Gürgaletsch (2441 m) vorgelagerten Täliflue, dem nordwestlichen Ausläufer der Lenzerhorn-Rothorn-Kette. Zur Gemeinde gehören neben dem Haufendorf Tschiertschen, zwischen Pajüel- und Sagenbach am nach Nordosten abfallenden Hang gelegen, auch die Hofgruppen Clüs, Fups und Furgglis sowie die Alpsiedlungen im Farur- und Urdental.
Nachbargemeinden sind Praden, Lüen, Molinis, Arosa, Vaz/Obervaz, Parpan und Churwalden.
[Bearbeiten] Wappen
Beschreibung: In Blau goldener Pfahl, belegt von sechsstrahligem blauem Stern, beseitet von zwei goldenen Ähren. Nach dem Gemeindesiegel von 1825, dem die Ähren hinzugefügt wurden. Der Stern ist das Wappenbild des Kreises Churwalden. Farben des Zehngerichtenbundes.
[Bearbeiten] Geschichte
Ursprünglich war der bereits im 8. Jahrhundert als Cercene erwähnte Ort von Romanen besiedelt, woran heute noch viele Flurnamen erinnern. Der seit 1222 belegte Grundbesitz des Klosters Churwalden begründete die Zugehörigkeit zur Herrschaft Strassberg, später zum Gericht Churwalden des Zehngerichtenbundes. Um 1530 schloss sich Tschiertschen der Reformation an; Ende des 16. Jahrhunderts ging man von der romanischen zur deutschen Sprache über.
[Bearbeiten] Bevölkerung
Tschiertschen zählt rund 220 mehrheitlich reformierte Einwohner. Der Grossteil der Bevölkerung lebt direkt oder indirekt vom Tourismus, hauptsächlich in der Wintersaison.
Bevölkerungsentwicklung | |
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Jahr | Einwohner |
1850 | 124 |
1900 | 139 |
1950 | 174 |
2000 | 225 |
2005 | 219 |
[Bearbeiten] Politik
Gemeindepräsident von Tschiertschen ist Werni Walser.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Im Dorf befinden sich eine ehemalige Primarschule, ein evangelisches Pfarramt, das Büro der Fremdenverkehrsorganisation Schanfigg-Tourismus, vier Hotels und eine Mehrzweckhalle.
Enge Beziehungen bestehen traditionell zur Nachbargemeinde Praden. Gemeindeverwaltung, Feuerwehr und Schulverband werden gemeinschaftlich organisiert.
[Bearbeiten] Verkehr
1893–94 wurde die Fahrstrasse von Chur über Passugg und Praden nach Tschiertschen gebaut. Die Gemeinde ist mit der Postautolinie Chur–Tschiertschen ans Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen.
[Bearbeiten] Tourismus
Tschiertschen bietet im Winter 25 Pistenkilometer mit zwei neuen Vierer-Sesselbahnen (Waldstafel und Hüenerchöpf, 2001) und zwei Skiliften. Kontrovers diskutiert wird der Plan, die Skigebiete von Tschiertschen, Arosa und Lenzerheide miteinander zu verbinden, was mit gravierenden Eingriffen in die Landschaft des Farur- und Urdentals verbunden wäre.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Holzhäuser in der walserischen Bautradition prägen den kompakten Dorfkern. Typisch für Tschiertschen sind die an nahezu sämtlichen älteren Häusern unter dem jeweiligen Dachgiebel kunstvoll aufgemalten Haussprüche, die fast alle der Bibel entnommen sind. Die reformierte Kirche ist ein gotischer Bau des 15. Jahrhunderts.
[Bearbeiten] Bekannte Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Tschiertschen
- Artikel Tschiertschen im Historischen Lexikon der Schweiz
- Portal Tschiertschen
- Evangelische Kirchgemeinde Steinbach
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