Vanikoro
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Die Insel Vanikoro ist die größte südlichste Insel in der Temotu-Provinz der Salomonen (SW-Pazifik) und wird als Teil der Santa-Cruz-Inseln angesehen. Der Name Vanikolo ist ebenfalls gängig. Benachbarte Inseln sind Utupua (etwa 40 km nordwestlich von Vanikoro) und die kleine Insel Tikopia (ca. 140 km südöstlich).
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[Bearbeiten] Geographie
Die Insel liegt etwa bei 11,6 ° südlicher Breite und 167 ° östlicher Länge. In unmittelbarer Nähe der Hauptinsel befinden sich die kleineren Inseln Te'Anu, Nomianu, Nanunga und Manieve. Mit Ausnahme von Nanunga sind die Inseln vulkanischen Ursprungs. Korallenriffe umgeben die Inselgruppe, die überwiegend dicht bewaldet ist. Der höchste Erhebung stellt der Mt. Mbagne mit etwa 923 m dar. Einen Einblick in die Morphologie gibt das nachfolgende Foto.
[Bearbeiten] Geologie
Vanikoro und die umgebenden Inseln wurden vermtlich während des Pliozäns und Pleistozäns durch Vulkanismus gebildet. Es wurden überwiegend Basalte gefördert. Eine genauere Altersangabe für die Vulkanite existiert nicht. Ursache für den Vulkanismus in diesem Gebiet ist die Subduktion der indisch-australischen unter die pazifische Platte. Die Insel ist inzwischen vulkanisch inaktiv und weiträumig erodiert worden. Dennoch sind einige Kraterstrukturen erkennbar, so z. B. am Mt. Mbagne auf Vanikoro und am Mt. Tangalo auf Te'Anu. Die Insel Manieve im Zentrum der Inselgruppe stellt vermutlich eine Schlotfüllung des Vulkans dar.
[Bearbeiten] Bevölkerung
Die Inseln sind dünn besiedelt (ca. 800 Einwohner), es handelt sich überwiegend um Melanesier. Auf Grund der Abgeschiedenheit der Inseln sind die Bewohner hauptsächlich auf Fischfang und Landwirtschaft zum Nahrungserwerb angewiesen. Kontakt zu anderen Inseln besteht nur unregelmäßig über Versorgungsschiffe von Honiara aus, da Vanikoro weder über eine Landepiste, noch einen ausgebauten Hafen verfügt.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Insel Vanikoro wurde während des 18. und 19. Jahrhunderts bekannt, als nach Überlebenden der La-Pérouse-Expedition gesucht wurde. Die beiden französischen Schiffe l'Astrolabe und La Boussole unter dem Kommando von Jean-François de La Pérouse strandeten 1788 an der Küste von Vanikoro. Es wurden von nachfolgenden Expeditionen (u. A. Jules Dumont d'Urville, 1828) keine Überlebenden gefunden. Jules Verne erwähnt Vanikoro und die La-Pérouse-Expedition in seinem Roman 20.000 Meilen unter dem Meer. Der Untergang der l'Astrolabe wird auf einer Briefmarke der Salomonen dargestellt.
[Bearbeiten] Quellen
- Hackman, B.D., Dennis, R.A., Lai, J.B. (1977): Vanikolo geological map sheet 1:50,000, published by Geological Surveys Division of the Ministry of Natural Resources, Honiara, Solomon Islands.
- Schuth, S. (2004): Privates Foto von Vanikoro.