New Immissions/Updates:
boundless - educate - edutalab - empatico - es-ebooks - es16 - fr16 - fsfiles - hesperian - solidaria - wikipediaforschools
- wikipediaforschoolses - wikipediaforschoolsfr - wikipediaforschoolspt - worldmap -

See also: Liber Liber - Libro Parlato - Liber Musica  - Manuzio -  Liber Liber ISO Files - Alphabetical Order - Multivolume ZIP Complete Archive - PDF Files - OGG Music Files -

PROJECT GUTENBERG HTML: Volume I - Volume II - Volume III - Volume IV - Volume V - Volume VI - Volume VII - Volume VIII - Volume IX

Ascolta ""Volevo solo fare un audiolibro"" su Spreaker.
CLASSICISTRANIERI HOME PAGE - YOUTUBE CHANNEL
Privacy Policy Cookie Policy Terms and Conditions
Agfamatic - Wikipedia

Agfamatic

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Mit Agfamatic bezeichnete Agfa 1970 eine spezielle Kamera für die Instamatic-Kasette vom Typ 126 und ab 1972 sämtliche Kameras für diesen Filmtyp, mit Agfamatic Pocket zudem die Modelle für den Pocketfilm vom Typ 110 seit deren Erscheinen im Jahr 1973. Die Bezeichnung Agfamatic fand zuvor schon einmal Verwendung, 1960 erhielt die Agfa Optima auf den kanadischen Markt diesen Namen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Agfamatic (Filmtyp 126)

[Bearbeiten] Vorgeschichte

Auf die Präsentation der besonders leicht und somit auch für technisch unkundige einzulegenden Instamatic-Kasette durch Kodak folgte das System Agfa Rapid, welches die Handhabung zwar ebenfalls vereinfachte, jedoch nicht so weitreichend. Es geriet dadurch nur zu einem eingeschränkten Erfolg, woraufhin man sich bei Agfa schließlich doch für eine Instamatic-Lizenz entschloss.

[Bearbeiten] Iso-Pak (Vorläufer)

Als erste Kamera für die Instamatic-Kasette stellte Agfa 1968 die Iso Pak vor, sprach dabei aber noch nicht von einer Agfamatic. Sie besaß ein Meniskusobjektiv mit der Lichtstärke 1 : 11 und eine Blitzwürfelaufnahme für den Typ N. Die Iso Pak entsprach der Design-Linie der einfachen Rapid-Kameras.

[Bearbeiten] Agfamatic

[Bearbeiten] Aktion Teen '70

Ende der 1960er Jahre kam es in Mode, sich mit speziellen Marketing-Konzepten an die Jugendlichen zu wenden. So führte auch Agfa eine Untersuchung durch, sie ergab folgendes: Die Jugendlichen wünschten sich einen modischen Beutel, der keinesfalls nach „Opas Fototasche“ aussehen sollte. Die Kamera hingegen sollte einem professionellen Apparat ähneln, was seinerzeit ein schwarzes Gehäuse bedeutete.

Die Verkaufsaktion Teen '70 fand dann vom 25. Mai bis zum 30. Juni 1970 statt, ihr Angebot bestand aus einem Set für 50 DM, bestehend aus einer Tasche, der Agfamatic, 2 Agfacolor-Filmen, 1 Schwarzweißfilm, 3 Blitzwürfeln und 2 Batterien. Die St. Tropez-Tasche bestand dabei aus Jeans-Stoff, diente als Verkaufsverpackung und bot zwei aufgesetzte Fächer sowie ein Abteil für nasse Badebekleidung.

Agfa bewarb die Aktion mit großen Aufwand; man schaltete Anzeigen in Jugendzeitschriften, Werbefilme im Kino und Spots bei Radio Luxemburg sowie Ö 3 und unterstützte den Handel massiv, was vom Dekorationsmaterial für das Schaufenster über Gewinnspiele bis hin zu Tipps reichte, wo Jugendliche zu finden sind.

[Bearbeiten] Agfamatic

Bei der Agfamatic handelt es sich um eine einfache Plastikkamera mit einlinsigen Objektiv (f/12, 42 mm) und Blitzwürfelanschluss für die N-Blitzwürfel, zu deren Zündung eine Batterie eingelegt werden musste. Sie besaß einen nach Selenzelle aussehende, aber funktionslose Scheibe über dem Objektiv, um professionell zu wirken. Das schwarze Gehäuse besaß einen verchromten Rahmen um seine Front.

[Bearbeiten] Autostar X 126

Die im folgenden Jahr vorgestellte und einzeln angebotene Autostar X 126 entsprach der Agfamatic bis auf den Anschluss für die neuen X-Blitzwürfel, welche keine Batterie mehr für ihre Zündung benötigen.

[Bearbeiten] Agfamatic 50 bis 300 Sensor

Agfamatic 200 sensor
Agfamatic 200 sensor
Agfamatic 300 sensor mit Blitzwürfel und Kassettenfilm
Agfamatic 300 sensor mit Blitzwürfel und Kassettenfilm

1972 stellte Agfa dann mit der neuen Baureihe für den Instamaticfilm einen Verkaufsschlager vor, der nur noch von den Pocket-Modellen überboten wurde. Diesen Erfolg hatte sie vor allem ihrer Formgebung zu verdanken, welches von Schlagheck Schultes Design stammte.

Das Einstiegsmodell Agfamatic 50 kam nicht nur mit einem lediglich einlinsigen Objektiv (f/11, 40 mm) daher, es musste auch auf den Sensor-Auslöser verzichten. Genau wie bei der Autostar X 126 betrug die Belichtungszeit stets 1/40 s bei vollgeöffneten Objektiv und gab es einen Anschluss für X-Blitzwürfel. Die Agfamatic 50 wies überdies noch einen Schnellschalthebel auf. Das Pendant Agfamatic 50 S unterschied sich nur durch die vollkommen schwarze Gestaltung ohne umlaufenden Metallstreifen.

Die Agfamatic 100 Sensor bot neben ihrem Sensor-Auslöser noch zwei Belichtungszeiten. Letztere ließen sich mit den Wettersymbolen Sonne für 1/80 s und Wolken für 1/40 s mit einem Ring am Objektiv und somit direkt am Verschluss einstellen.

Bei der Agfamatic 200 Sensor gab es darüber hinaus ein dreilinsiges Objektiv vom Typ Agfa Agnar mit f/8,2 und 40 mm Brennweite, welches abgeblendet werden konnte. Zusammen mit den beiden Belichtungszeiten ergaben sich vier Kombinationen und somit Wettersymbole. Das Dreilinser brachte naturgemäß eine erheblich bessere Abbildungsqualität.

Ins Top-Modell Agfamatic 300 Sensor baute Agfa sogar eine vollelektronische Belichtungssteuerung ein, erkennbar an den beiden unübersehbaren Messaugen neben dem Sucher für die CdS-Zellen. Diese Steuerung sprach einen Paratronic-Verschluss und benötigte zwei Knopfzellen für ihren Betrieb. Es handelte sich um eine Zeitautomatik, die Belichtungszeit passte sich bei stets voller Öffnung von 1/30 s bis 1/250 s der Helligkeit an. Unterbelichtung zeigte eine rote Leuchtdiode im Sucher an. Beim Objektiv handelte es sich entsprechend der 200 Sensor um das Agnar mit f/8,2, es ließ sich aber fokussieren, wozu es – wie von der Agfa Optima seit langem bekannt – drei Symbole für Portrait, Gruppenaufnahme und Landschaft gab. An der Unterseite existierte es zudem eine Entfernungsskala für Blitzaufnahmen: Stecke man einen Blitzwürfel auf die Kamera, dann belichtete sie stets mit 1/30 s und fand eine mit der Entfernungseinstellung gekoppelte Abblendung statt.

[Bearbeiten] Agfamatic 55 C bis 308 Sensor

1978 stellte Agfa die Instamatic-Kameras von Blitzwürfeln auf Topflash um. Darauf deutete – wie von den Pocketkameras gewohnt – die „8“ in den Modellnummern hin, also 108 Sensor, 208 Sensor und 308 Sensor. Bei dieser Gelegenheit gestaltete man das Gehäuse ein wenig rundlicher, wodurch es modischer wirkte und gab ihm entsprechend der Optima 535 einen größeren Sucher. Davon abgesehen blieben die Kameras technisch unverändert.

Das kleinste Modell blieb von den Maßnahmen allerdings unberührt, es verlor lediglich der umlaufende Metallstreifen. Bei der Namensänderung von 50 in 55 C deutete das „C“ für (für Cube) auf den – nach wie vor vorhandenen – Blitzwürfelanschluss hin.

[Bearbeiten] Agfamatic Pocket (Filmtyp 110)

[Bearbeiten] Vorgeschichte

In den 1960er Jahren war bei den Kameraherstellern die Meinung populär, aufgrund der immer feinkörnigeren Filmmaterialien liegt die Zukunft für Sucherkameras in kleineren Formaten als den damaligen Standard 24 mm x 36 mm. So kam es zu Kameras für das Halbbildformat, etwa der Agfa Parat und auch schon zu 16-mm-Modellen, etwa der Rollei 16. Für letztere konfektionierten die großen Hersteller aber keine Filme, weswegen sie sich nicht durchsetzen konnten. Agfa bot im Hinblick auf die geringen Parat-Verkäufe solche Kameras gar nicht erst an. Die Situation änderte sich 1972, als Kodak seinen Pocketfilm vorstellte. Bei Agfa erkannte man dessen Bedeutung und nahm sofort eine Lizenz und bot 1973 als erster Fremdhersteller Filme und eine Kamera dafür an, die Agfamatic 1000. Der überwältigende Erfolg folgte dann ein Jahr später mit der Baureihe 2000 bis 6000.

[Bearbeiten] Agfamatic 1000

Die Agfamatic 1000 orientierte sich in ihrer Konstruktion noch sehr an den originalen Kodak-Kameras, insbesondere ging der Filmtransport mit einen kleinen Schieber unten am Gehäuse vonstatten. Allerdings konnte man die Kamera schon in eine Ruhestellung zusammendrücken, wenngleich noch nicht so raffiniert wie bei später bei den größeren Modellen: Die eigentliche Kamera befand sich in einem Blechgehäuse und rastete in der Aufnahmestellung ein, wenn man sie von Hand herauszog. Der Blitzwürfel-Anschluss kam dann durch ein Loch im Gehäuse zum Vorschein, der Sensor-Auslöser befand sich im herausgezogenen Teil. Das Gehäuse war auch für den Sucher zuständig, hierzu besaß es ein Einblick auf der einen und ein rechteckiges Fenster zur Bildbegrenzung auf der anderen Seite, beides wurde durch das Herausziehen freigegeben. Nach Entriegeln konnte die eigentliche Kamera nicht nur zusammengeschoben, sondern auch ganz herausgezogen werden, um den Film zu wechseln. Einstellmöglichkeiten gab es an der 1000 nicht, der Verschluss arbeitete nur mit einer einzigen Belichtungszeit bei voller Öffnung. Beim Objektiv handelte es sich aber um ein Dreilinser, was Kunststofflinsen preisgünstig ermöglichten.

[Bearbeiten] Agfamatic 2000 bis 4000

[Bearbeiten] Grundkonstruktion

1974 kamen dann Modelle heraus, die sich von den originalen Kodak-Pocketkameras mit ihrem einfach wirkenden Vollkunstoffgehäuse deutlich abhoben, boten die Agfamatic-Kameras mit ihren Metallteilen doch ein solides Gefühl und die Repiomatic. Bei letzterem handelte es sich um den Filmtransport: Geschlossen waren Sucher und Objektiv geschützt, das Öffnen der Kamera geschah durch einen kleinen Schieber an der Unterseite. Dann sprang der bewegliche Gehäuseteil durch Federkraft auf und die Kamera befand sich in Aufnahmebereitschaft. Dieser Schiebemechanismus trieb zusätzlich den Filmtransport an, so dass man die Kamera nach dem Auslösen für ein weiteres Foto nur einmal zusammendrücken musste. Agfa bewarb die Einrichtung mit dem Slogan Ritsch, Ratsch, Klick in der Fernsehwerbung derart erfolgreich, dass er häufig als Synonym für Pocket-Kamera benutzt wurde. Die Kameras bekamen den IF Product Design Award 1974, ihr Entwurf stammte selbstverständlich wieder von

Alle Varianten besaßen einen Sensor-Auslöser und darüber hinaus sogar ein dreilinsiges Objektiv, allerdings mit Kunststofflinsen. Seitlich am Gehäuse befand sich ein Stativgewinde, welches gleichzeitig als Anschluss für eine Tragekette diente. Dies übernahm später auch die Optima 535.

[Bearbeiten] Agfamatic 2000

Das Standard- und meistverkaufte Modell nannte sich 2000. Es kostete etwa 100 DM und musste für diesen Preis noch auf einen Belichtungsmesser verzichten. So gab es entsprechend der Agfamatic 100 mit Sonne und Wolke zwei Wettersymbole, bei dem einen belichtete der Verschluss mit 1/100 s, bei dem anderen mit 1/50 s. Für den Blitzbetrieb konnte ein X-Blitzwürfel aufgesteckt werden. Beim Objektiv handelte es sich um ein Agnar f/9,5, 26 mm Brennweite, seine drei Linsen führten ungeachtete des kleineren Formats zu einer sichtbar besseren Bildqualität als das Einlinser der identisch ausgestatteten Agfamatic 100.

[Bearbeiten] Agfamatic 3000

Die 3000 wies entsprechend der Agfamatic 200 vier Wettersymbole auf, die auch hier aus der Kombination von zwei Blenden und zwei Belichtungszeiten zustandekamen. Steckte man einen Blitzwürfel auf, dann konnte man mit dem Schieber für die Belichtungseinstellung drei Blenden wählen, für 1,2m, 2 m und 4 m Entfernung; bei Blitzaufnahmen also näher ans Motiv herangehen, als mit der 2000. Beim Objektiv handelte es sich zunächst um ein Apotar, später um ein (aufwendigeres, aber ebenfalls dreilinsiges) Agnar mit f/6,5 und 27 mm Brennweite.

Die Agfamatic 3000 kostete etwa 130 DM und fand als Zwischenmodell eine geringere Verbreitung als die nennenswert billigere 2000 und die mit ihrer Belichtungssteuerung deutlich überlegenere 4000

[Bearbeiten] Agfamatic 4000

„Ritsch-Ratsch-Klick!“ - Agfamatic 4000
„Ritsch-Ratsch-Klick!“ - Agfamatic 4000

Das Topmodell der Baureihe kombinierte das Agnar f/6,5, 27 mm mit einem elektronisch gesteuerten Verschluss und einer dreistufigen Entfernungseinstellung. Dies geschah mit den von der Agfa Optima seit langem bekannten Symbole für Portait-, Gruppen- und Landschaftsaufnahme, welches sich auf dem gleichen Schieber befanden, wie die Wettersymbole bei der 3000. Ebenso ließ sich bei aufgestecktem Blitzwürfel die Blitzbelichtung auf 1,2 m, 2 m und 4 m einstellen, diese Werte befanden sich in blauer Schrift auf der rechten Seite des Schiebers.

Der Paratronic-Verschluss funktionierte ebenso wie bei der Agfamatic 300, arbeitete aber im Bereich von 15 s bis 1/500 s. So konnte man mit der 4000 auch für Nachtaufnahmen verwenden, wozu es einen Drahtauslöseranschluss neben dem Sensor-Auslöser gab − unter 1/30 s warnte eine rote LED im Sucher vor Verwackelungen. Der technische Fortschritt erlaubte es der elektronischen Steuerung, mit einer Sensorzelle anstatt noch zwei Zellen bei der 300 auszukommen. Sie befand sich neben dem Sucher und war auch bei geschlossener Kamera sichtbar. Die beiden Batterien befanden sich in einem Träger, den man an der Unterseite der Kamera herausziehen konnte.

Die 4000 kostete etwa 190 DM und empfahl sich mit ihrer Belichtungssteuerung auch für Diafilme, die aber unter den Pocketfilmen wenig populär waren, wenngleich Agfa sogar einen speziellen Projektor dafür herausbrachte.

[Bearbeiten] Natarix-Vorsatz

Für die Modelle 2000, 3000 und 4000 gab es ein Vorsatz, der für Nahaufnahmen von 50 cm bis 100 cm Entfernung auf den beweglichen Teil des Gehäuses aufgesteckt werden konnte. Vor dem Objektiv befand sich dann eine Nahlinse, vor dem Sucher ein Plexiglaskeil, welche den Parallaxenausgleich ermöglichte. Für Blitzaufnahmen musste ein eingebauter Graufilter vor die Aufnahmelinse geschoben werden, an den dann ein roter Pfeil im Sucher erinnerte.

[Bearbeiten] Optima 5000 und 6000

1974 folgten die Topmodelle mit Programmautomatik, welche entsprechend der Agfa-Tradition auch hier Optima hießen, wobei man auf die Bezeichnung Agfamatic verzichtete. Die beiden Kameras waren etwas länger als die Serie 2000 bis 4000, aber aus den gleichen Komponenten aufgebaut. Damit lagen die Abmaße bereits an der Grenze des Akzeptablen, was insbesondere im Vergleich zur allerdings teureren Rollei A 110 auffiel.

Die beiden Modelle besaßen stets schwarze Aluminiumteile, wodurch sie seinerzeit professioneller wirkten. Sie wurden gewöhnlich im Set mit dem speziellen Blitzgerät Optima Pocket Luxgekauft, dennoch konnte man auf der Oberseite einen Blitzwürfel aufstecken. Zum Ansetzen des Blitzgerätes musste man die Stativgewinde-Platte seitlich am Gehäuse abziehen, dann kam ein spezieller Blitzschuh zum Vorschein. Ein Gewinde im Blitzgerät erlaubte es dennoch, anschließend ein Stativ zu verwenden. Das Blitzgerät fiel mit Leitzahl 14 erheblich lichtschwächer als ein Blitzwürfel aus, konnte aber dafür sehr kompakt gehalten werden – es kam mit zwei Microzellen aus. Aufgrund des lichtstarken Objektives reichte es dennoch 5 m weit.

Das Objektiv f/2,7, 26 mm bestand aus vier Glaslinsen und konnte mit einem großen Rad oben auf der Kamera fokussiert werden. Wie bei allen Optima-Kameras gab es dazu die bekannten drei rastenden Symbole Portrait, Gruppe und Landschaft, aber auch eine Entfernungsskala. Die Belichtungssteuerung arbeitete von 15 s bis zu 1/1000 s, sie signalisierte mit einer roten LED im Sucher Verwackelungsgefahr und mit einer grünen genügend Helligkeit für Freihandaufnahmen. Für die Stromversorgung sorgten drei Knopfzellen, die sich links neben der Filmkasette befanden. Gegenüber der 4000 konnte man vor allem aufgrund der erheblich höheren Lichtstärke bei deutlich weniger Licht fotografieren.

Die 6000 unterschied sich von der 5000 durch ihr aufwendigeres, allerdings ebenfalls vierlinsiges Objektiv Solinar S anstatt Solinar sowie dem Selbstauslöser. Dieser arbeitete mechanisch, er wurde mit dem Filmtransport aufgezogen und aktiviert, sobald man einen Schieber unten an der Kamera betätigte.

[Bearbeiten] Agfamatic 1008 bis 4008

Das Problem des Blitzwürfels auf Pocketkameras bestand darin, dass er sich sehr nah am Objektiv befand und dadurch rote Augen verursachte. Hierfür gab es zwar spezielle Magicube Extender, Agfa umging das Problem aber mit dem Übergang zum Topflash. Als erstes bekamen im Herbst 1975 die Modelle 2000, 3000 und 4000 diesen Anschluss, wobei die „8“ in der Bezeichnung auf die acht Blitzbirnchen im Topflash hindeuten sollte. Die 1000 verwandelte sich erst 1978 in die 1008.

Ein weiterer Vorteil des neuen Blitzanschlusses bestand darin, dass mit dem Pocket Lux 234 nun ein Elektronenblitzgerät gab. Es wurde mit einer Rändelschraube ins Stativgewinde der Kamera eingeschraubt und durch ein kurzen Kabel mit dem Topflash-Anschluss verbunden. Das Gerät arbeitete mit vier Microzellen.

Als Einfachmodell bot Agfa auch noch die 1008 ein, welche im Gegensatz zur 1000 das Gehäuse der größeren Modelle in vereinfachter Form besaß, bei dem beweglichen Gehäuseteil handelte es sich nur um lackiertes Kunststoff. Die später hinzugekommen 508 unterschied sich durch ein sehr einfaches Objektiv Optar f/11. 32 mm.

[Bearbeiten] Agfamatic 5008 und 6008

Da die Optima 5000 und 6000 vorzugsweise mit dem Blitzgerät betrieben wurde, beließ Agfa es bei diesen beiden Kameras noch längere Zeit beim Blitzwürfelanschluss. Erst 1977 folgten die Topflash-Varianten. Dabei entfiel erstmalig bei einer Agfa-Kamera mit Programmautomatik der Begriff Optima, allerdings war eine solche Automatik inzwischen nicht mehr so ungewöhnlich, als dass man hätte immer noch unbedingt darauf hinweisen müssen. Die beiden Apparate hießen nun Agfamatic 5008 Makro Pocket und 6008 Makro Pocket. Sie erfuhren im Gegensatz zu den kleinen Modellen erheblich weitreichendere Modifikationen, als lediglich die Umrüstung auf den Topflash-Anschluss.

Äußerlich fiel das neue Entfernungseinstellrad auf, welches nun aus Plexiglas mit darunterliegender feststehender Skala bestand. Diese reichte jetzt bis 0,5 m anstatt bisher nur 1 m. Weil eine solch kurze Aufnahmeentfernungen erhebliche Parallaxen resultierten, also der Sucher bei weiten nicht mehr das korrekte Bild gezeigt hätte, schwenkte eine Mechanik den Sucher mit der Entfernungseinstellung mit. Für deren Teile musste die Plastikkappe auf der Kameraoberseite angehoben werden, wodurch die Kamera etwas dicker ausfiel. Die ohnehin schon vorhandene Mechanik erlaubte es, einfach eine Entfernungsanzeige im Sucher zu realisieren: Ein Zeiger bewegte sich an seiner Oberseite über die Symbole für Landschaft, Gruppe, Portrait und Makro, letzteres stellte eine Blume dar.

Zusätzlich gab es eine Plastik-Nahlinse unter der kleinen Metallkappe neben dem Objektiv, welche mit einem kleinen Schieber aktiviert werden konnte und nach Zusammendrücken der Kamera wieder in seine Ruhestellung gebracht wurde. Mit dieser Nahlinse konnte man im Bereich von 0,5 m bis 0,25 m fotografieren, wozu es aber keine zusätzliche Skala auf dem Einstellrad, sondern nur eine an der Gehäuseunterseite aufgeklebte Vergleichstabelle gab. Die Entfernung 0,25 m konnte man mit der Trageschlaufe ermitteln, welche sich zu diesem Behufe teilen ließ, sonst benötigte man ein Maßband. Das Blitzgerät ließ sich in Kombination mit der Makrolinse ebenfalls verwenden, dann musste man einen lichtundurchlässigen Vorsatz auf seinen Reflektor setzen, der nur eine kleine Öffnung besaß. Darüber hinaus musste beachtet werden, dass sich das Sucherbild nach rechts verschob, wozu es eine kleine Markierung am Leuchtrahmen gab. Bei den Makroaufnahmen bereitete allerdings die mangels Andruckplatte prinzipbedingt miserable Planlage der Pocketkasette bereits Probleme. Sie verhinderte eine präzise Einstellung der Entfernung.

Die Unterschiede zwischen 5008 und 6008 bestanden unverändert im Objektiv und dem − nach wie vor mechanisch ablaufenden − Selbstauslöser.

[Bearbeiten] Agfamatic Tele-Pocket

Um die allmählich nachlassenden Verkäufe zu beleben, stellte Agfa von den Modellen 1008, 1008 und 1008 noch Modelle mit zuschaltbarer Vorsatzlinse vor, um einen Teleeffekt zu erzielen. Dies ging mit einen Schieber oben auf der Kamera vonstatten. Die 1008 Tele-Pocket besaß nur das simple Optar f/11 mit 32 mm Brennweite der 508, dessen Brennweite auf 43 mm erhöht werden konnte. Bei der 2008 Tele-Pocket konnte zwischen 26 mm und 43 mm gewählt werden. Das Agnar f/5,8, 26 mm der 4008 Tele-Pocket konnte auf 47 mm Brennweite umgeschaltet werden.

[Bearbeiten] Agfamatic Motor

Auf der Photokina 1978 stellte Agfa die letzte Generation seiner Pocketkameras vor und erlangte damit viel Beachtung. Man hatte nämlich die Repitomatik durch einen Elektromotor ersetzt. Und ein motorischer Filmtransport war seinerzeit bei Kompaktkameras noch außergewöhnlich. Für die Stromversorgung reichten zwei Microzellen aus, da zum einen der Film bei dem kleinen Aufnahmeformat nicht allzu viel bewegt werden musste und zum anderen die Geschwindigkeit nur 0,8 Bilder/s betrug. Allerdings sah man es den Kameras bereits an, dass die Fertigung in Deutschland inzwischen teuer geworden war und das Kamerawerk München allmählich Probleme bekam, rentabel zu produzieren. Das Gehäuse bestand nun vollkommen aus Kunststoff und es gab nur einfach ausgestattete Modelle, obwohl die Kombination von Motorantrieb und lichtstarken Objektiv nahegelegen hätte.

Das einfachste Modell Agfamatic 901 Motor kostete etwa 120 DM und besaß wie von der 2008 gewohnt, zwei Wettersymbole, die auch hier die Belichtungszeit von 1/50 s auf 1/100 s umschalteten. Auch die Motor-Pocket konnte mit Topflash blitzen, der Anschluss dafür befand sich nun aber seitlich vor dem Stativgewinde. Dort konnte man auch die speziellen Blitzgeräte anschließen, das Agfamatic Lux 901 mit eigener Stromversorgung durch zwei Microzellen oder das 901 Minilux, welches seine Enerige aus den Kamerabatterien bezog. Letzteres fiel sehr klein aus, besaß aber nur Leitzahl 10 und war vor allem für die Verwendung der ebenfalls neuen ISO 400/27°-Filme gedacht. Die 901 produzierte Agfa nicht nur in schwarz, sondern auch die Sonderserie Bayern mit einem weißblauen Muster und verschiedene Werbemodelle, etwa für BMW (mit BMW-Logo oder der Fahrzeugsilhouette des 745i), Coca-Cola oder John Player. Auch gab es silber, weiß, rot, hellblau und oliv lackierte 901.

Die stets schwarze Agfamatic 901 S Motor kostete etwa 150 DM und wies entsprechend der 3008 vier Wettersymbole auf. Außerdem gab es vor dem Auslöser einen länglichen Druckschalter, mit dem an die Kamera auf Serienaufnahmen umschalten konnte, was bei dem langsamen Motor allerdings keinen praktischen Nutzen brachte.

Das Top-Modell Agfamatic 901 E Motor besaß ein dreilinsiges Apotar f/6,3 mit 27 mm Brennweite und entsprechend der 4008 einen elektronischen Verschluss. Sie kostete etwa 200 DM und gab es in Schwarz, Beige, Blau und Silber. Die 901 SE von 1980 beschränkte sich dann auf ein lichtschwächeres Objektiv mit f/8.

[Bearbeiten] Umbenennungen

1982 sind dann noch einige Kameras umbenannt worden, bei den Modellen Sport (in rot oder blau) und Tramp handelte es sich um die 901 Motor, bei der Star um die 901 SE, bei der Traveller um die 3000 Flash, der easy um die 2000 Flash und der mini um die 508. All diese Modelle hatten aber keine nennenswerte Bedeutung mehr, da die Zeit der Pocketkamera inzwischen vorrüber war.

Static Wikipedia (no images)

aa - ab - af - ak - als - am - an - ang - ar - arc - as - ast - av - ay - az - ba - bar - bat_smg - bcl - be - be_x_old - bg - bh - bi - bm - bn - bo - bpy - br - bs - bug - bxr - ca - cbk_zam - cdo - ce - ceb - ch - cho - chr - chy - co - cr - crh - cs - csb - cu - cv - cy - da - de - diq - dsb - dv - dz - ee - el - eml - en - eo - es - et - eu - ext - fa - ff - fi - fiu_vro - fj - fo - fr - frp - fur - fy - ga - gan - gd - gl - glk - gn - got - gu - gv - ha - hak - haw - he - hi - hif - ho - hr - hsb - ht - hu - hy - hz - ia - id - ie - ig - ii - ik - ilo - io - is - it - iu - ja - jbo - jv - ka - kaa - kab - kg - ki - kj - kk - kl - km - kn - ko - kr - ks - ksh - ku - kv - kw - ky - la - lad - lb - lbe - lg - li - lij - lmo - ln - lo - lt - lv - map_bms - mdf - mg - mh - mi - mk - ml - mn - mo - mr - mt - mus - my - myv - mzn - na - nah - nap - nds - nds_nl - ne - new - ng - nl - nn - no - nov - nrm - nv - ny - oc - om - or - os - pa - pag - pam - pap - pdc - pi - pih - pl - pms - ps - pt - qu - quality - rm - rmy - rn - ro - roa_rup - roa_tara - ru - rw - sa - sah - sc - scn - sco - sd - se - sg - sh - si - simple - sk - sl - sm - sn - so - sr - srn - ss - st - stq - su - sv - sw - szl - ta - te - tet - tg - th - ti - tk - tl - tlh - tn - to - tpi - tr - ts - tt - tum - tw - ty - udm - ug - uk - ur - uz - ve - vec - vi - vls - vo - wa - war - wo - wuu - xal - xh - yi - yo - za - zea - zh - zh_classical - zh_min_nan - zh_yue - zu -

Static Wikipedia 2007 (no images)

aa - ab - af - ak - als - am - an - ang - ar - arc - as - ast - av - ay - az - ba - bar - bat_smg - bcl - be - be_x_old - bg - bh - bi - bm - bn - bo - bpy - br - bs - bug - bxr - ca - cbk_zam - cdo - ce - ceb - ch - cho - chr - chy - co - cr - crh - cs - csb - cu - cv - cy - da - de - diq - dsb - dv - dz - ee - el - eml - en - eo - es - et - eu - ext - fa - ff - fi - fiu_vro - fj - fo - fr - frp - fur - fy - ga - gan - gd - gl - glk - gn - got - gu - gv - ha - hak - haw - he - hi - hif - ho - hr - hsb - ht - hu - hy - hz - ia - id - ie - ig - ii - ik - ilo - io - is - it - iu - ja - jbo - jv - ka - kaa - kab - kg - ki - kj - kk - kl - km - kn - ko - kr - ks - ksh - ku - kv - kw - ky - la - lad - lb - lbe - lg - li - lij - lmo - ln - lo - lt - lv - map_bms - mdf - mg - mh - mi - mk - ml - mn - mo - mr - mt - mus - my - myv - mzn - na - nah - nap - nds - nds_nl - ne - new - ng - nl - nn - no - nov - nrm - nv - ny - oc - om - or - os - pa - pag - pam - pap - pdc - pi - pih - pl - pms - ps - pt - qu - quality - rm - rmy - rn - ro - roa_rup - roa_tara - ru - rw - sa - sah - sc - scn - sco - sd - se - sg - sh - si - simple - sk - sl - sm - sn - so - sr - srn - ss - st - stq - su - sv - sw - szl - ta - te - tet - tg - th - ti - tk - tl - tlh - tn - to - tpi - tr - ts - tt - tum - tw - ty - udm - ug - uk - ur - uz - ve - vec - vi - vls - vo - wa - war - wo - wuu - xal - xh - yi - yo - za - zea - zh - zh_classical - zh_min_nan - zh_yue - zu -

Static Wikipedia 2006 (no images)

aa - ab - af - ak - als - am - an - ang - ar - arc - as - ast - av - ay - az - ba - bar - bat_smg - bcl - be - be_x_old - bg - bh - bi - bm - bn - bo - bpy - br - bs - bug - bxr - ca - cbk_zam - cdo - ce - ceb - ch - cho - chr - chy - co - cr - crh - cs - csb - cu - cv - cy - da - de - diq - dsb - dv - dz - ee - el - eml - eo - es - et - eu - ext - fa - ff - fi - fiu_vro - fj - fo - fr - frp - fur - fy - ga - gan - gd - gl - glk - gn - got - gu - gv - ha - hak - haw - he - hi - hif - ho - hr - hsb - ht - hu - hy - hz - ia - id - ie - ig - ii - ik - ilo - io - is - it - iu - ja - jbo - jv - ka - kaa - kab - kg - ki - kj - kk - kl - km - kn - ko - kr - ks - ksh - ku - kv - kw - ky - la - lad - lb - lbe - lg - li - lij - lmo - ln - lo - lt - lv - map_bms - mdf - mg - mh - mi - mk - ml - mn - mo - mr - mt - mus - my - myv - mzn - na - nah - nap - nds - nds_nl - ne - new - ng - nl - nn - no - nov - nrm - nv - ny - oc - om - or - os - pa - pag - pam - pap - pdc - pi - pih - pl - pms - ps - pt - qu - quality - rm - rmy - rn - ro - roa_rup - roa_tara - ru - rw - sa - sah - sc - scn - sco - sd - se - sg - sh - si - simple - sk - sl - sm - sn - so - sr - srn - ss - st - stq - su - sv - sw - szl - ta - te - tet - tg - th - ti - tk - tl - tlh - tn - to - tpi - tr - ts - tt - tum - tw - ty - udm - ug - uk - ur - uz - ve - vec - vi - vls - vo - wa - war - wo - wuu - xal - xh - yi - yo - za - zea - zh - zh_classical - zh_min_nan - zh_yue - zu

Static Wikipedia February 2008 (no images)

aa - ab - af - ak - als - am - an - ang - ar - arc - as - ast - av - ay - az - ba - bar - bat_smg - bcl - be - be_x_old - bg - bh - bi - bm - bn - bo - bpy - br - bs - bug - bxr - ca - cbk_zam - cdo - ce - ceb - ch - cho - chr - chy - co - cr - crh - cs - csb - cu - cv - cy - da - de - diq - dsb - dv - dz - ee - el - eml - en - eo - es - et - eu - ext - fa - ff - fi - fiu_vro - fj - fo - fr - frp - fur - fy - ga - gan - gd - gl - glk - gn - got - gu - gv - ha - hak - haw - he - hi - hif - ho - hr - hsb - ht - hu - hy - hz - ia - id - ie - ig - ii - ik - ilo - io - is - it - iu - ja - jbo - jv - ka - kaa - kab - kg - ki - kj - kk - kl - km - kn - ko - kr - ks - ksh - ku - kv - kw - ky - la - lad - lb - lbe - lg - li - lij - lmo - ln - lo - lt - lv - map_bms - mdf - mg - mh - mi - mk - ml - mn - mo - mr - mt - mus - my - myv - mzn - na - nah - nap - nds - nds_nl - ne - new - ng - nl - nn - no - nov - nrm - nv - ny - oc - om - or - os - pa - pag - pam - pap - pdc - pi - pih - pl - pms - ps - pt - qu - quality - rm - rmy - rn - ro - roa_rup - roa_tara - ru - rw - sa - sah - sc - scn - sco - sd - se - sg - sh - si - simple - sk - sl - sm - sn - so - sr - srn - ss - st - stq - su - sv - sw - szl - ta - te - tet - tg - th - ti - tk - tl - tlh - tn - to - tpi - tr - ts - tt - tum - tw - ty - udm - ug - uk - ur - uz - ve - vec - vi - vls - vo - wa - war - wo - wuu - xal - xh - yi - yo - za - zea - zh - zh_classical - zh_min_nan - zh_yue - zu