Askania
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Unternehmensform | AG |
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Slogan | Die Hauptstadtuhr |
Gegründet | 1871-1960, 2006 |
Unternehmenssitz | Berlin-Friedenau, Deutschland |
Unternehmensleitung | Vorstand: Leonhard R. Müller |
Mitarbeiter | |
Produkte | Mechanische Armbanduhren |
Webadresse | www.askania-uhren.de |
Die Askania Werke AG war ein Unternehmen in Berlin-Friedenau zur Fertigung mechanischer, optischer und technischer Präzisionsinstrumente für Navigation, Zeitmessung, Geodäsie und Astronomie. Das Unternehmen erlischt um 1960. Im Jahr 2006 entstand die neu gegründete Askania AG in Berlin-Friedenau, deren Fertigungspalette mechanische Armbanduhren auf Basis historischer Vorlagen umfasst.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
1871 rief Carl Bamberg († 1892) – Sohn eines Uhrmachers und Zögling von Carl Zeiss – in der Linienstraße in Berlin eine Manufaktur ins Leben, die hochwertige Präzisionsgeräte für Marine, Observatorien, Forschung und Expeditionen herstellte. Sein Unternehmen erlebte dank herausragender Innovationen und verläßlicher Meßtechnik ein rasantes Wachstum. Carl Bamberg verlegte die Zentrale 1888 in die Kaiserallee (heute Bundesallee) nach Berlin-Friedenau. Er verstarb 1892 im Alter von 45 Jahren. Frau Bamberg und später auch Bambergs Sohn Paul, der im Todesjahr noch minderjährig war, übernahmen die Leitung des feinmechanischen Betriebes. 1912 stieß Max Roux, 25 Jahre alt, ein Vetter von Paul Bamberg zum Werk. Roux heiratete die Tochter von Carl Bamberg, und wurde Chef der Firma, der er bis zum Zusammenbruch 1945 blieb.
1914 umfasste das Produktionsprogramm U-Boot-Kompasse, Entfernungsmesser, Visiereinrichtungen, Druckmesser mit Fernübertragung für Fesselballone, Kinoaufnahmegeräte und geophysikalische Geräte. Durch Zusammenschluss mit der Centralwerkstatt Dessau entstanden 1921 die Askania Werke Aktiengesellschaft. Der Name nimmt Bezug auf das mittelalterliche Adelsgeschlecht der Askanier, die Brandenburg und Sachsen besiedelten.
Die Askania Werke mit Standorten in Berlin und Umland wurden schließlich zum bedeutendsten deutschen Unternehmen für Luftfahrtinstrumente. Die Nachtfluginstrumente und Borduhren halfen den Pionieren der Luftfahrt wie etwa Ehrenfried Günther Freiherr von Hünefeld bei seiner Atlantik-Erstüberquerung 1928 im Flugzeug „Bremen“ oder Elly Beinhorn auf ihren waghalsigen Wegen und gefährlichen Abenteuern und brachten die ersten zivilen Flugreisenden sicher an ihr Ziel. Aber auch Filmkameras wurden gebaut und kamen bei den Drehs großer Filmklassiker zum Einsatz – beispielsweise bei dem „Blauen Engel“ mit Marlene Dietrich. In den sechziger Jahren gingen die Fertigungsstätten der Askania AG in anderen Unternehmen auf.
[Bearbeiten] Neubeginn
Das Unternehmen wurde 2006, 135 Jahre nach seiner Gründung, in Berlin-Friedenau in der Roennebergstraße 3a, nahe dem alten Stammhaus in der Bundesallee, als Askania AG an seinem Ursprungsort neu gegründet und ist derzeit die einzige Uhrenmanufaktur in Berlin. Es werden hochwertige mechanische Armbanduhren nach klassischen Vorlagen gefertigt. In den Ausstellungsräumen der Uhrenmanufaktur können die vielfältigen technischen Geräte der langen Firmengeschichte besichtigt werden.
[Bearbeiten] Literatur
- Franz Maria Feldhaus, Carl Bamberg – Ein Rückblick auf sein Wirken und auf die Feinmechanik. Berlin-Friedenau 1929, herausgegeben von der Askania Werke AG, Bambergwerk
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- http://www.3d-historisch.de/Bodenseewerk/Geschichte-BSW.htm Informationen über den Werdegang von Carl Bamberg
- http://www.askania-uhren.de Website der neu gegründeten Firma
- http://www.askania.de Webseite der Mikroskopfertigung in Rathenow