Bernhard Strigel
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bernhard Strigel (* um 1460 Memmingen, † 1528 Memmingen) war ein deutscher Maler am Übergang von der Spätgotik zur Renaissance.
Der Sohn des Malers Ivo Strigel stand anfänglich unter dem Einfluss des Künstlers Bartholomäus Zeitblom der sogenannten Ulmer Schule. Später entwickelte er unter niederländischem Einfluss im Mindelheimer Sippenaltar von 1505 und im Salemer Marienaltar von 1507/08 „eine moderne Raumkomposition und einen virtuosen, mitunter kühnen Kolorismus“ (Katalog: Hispania - Austria).
Strigel war einer der anerkanntesten Porträtisten seiner Zeit. Für Maximilian I. schuf er etliche Bildnisse, die wiederholt kopiert wurden. Ein Gruppenporträt von 1515 zeigt den Kaiser im Kreis seiner Familie.
Strigel war für seine Heimatstadt Memmingen auch als Gesandter in Rechtsangelegenheiten tätig.
[Bearbeiten] Werke (Auswahl)
- Mindelheimer Sippenaltar (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Gm 254-259, 888-891), um 1505/1506.
[Bearbeiten] Literatur
- Daniel Hess: Mit Milchbrei und Rute. Familie, Schule und Bildung in der Reformationszeit, mit Beiträgen von Max Liedtke, Manfred Prenzel und Werner Röcke, Nürnberg 2005 (= Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum, Bd.8); passim zum Mindelheimer Sippenaltar.
- Kunst um 1492. Hispania - Austria. Mailand 1992.
- Gertrud Otto: Bernhard Strigel. München/Berlin 1964.
[Bearbeiten] Weblinks
- Nachweis von Werken online in der Artcyclopedia
- Homepage des Strigelmuseums in Memmingen
- Eintrag (mit Literaturangaben) im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon (BBKL)
Personendaten | |
---|---|
NAME | Strigel, Bernhard |
KURZBESCHREIBUNG | Deutscher Maler |
GEBURTSDATUM | um 1460 |
GEBURTSORT | Memmingen |
STERBEDATUM | 1528 |
STERBEORT | Memmingen |
Kategorien: Mann | Deutscher | Maler