Bestäuben
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Die Bestäubung oder Druckbestäubung findet unmittelbar nach dem Druckgang statt. Dazu wird ein körniges Trockenbestäubungsmittel (Druckbestäubungspuder) auf den frischen Druckbogen verteilt. Dies geschieht mittels eines automatischen Puderapparates in der Auslage einer Druckmaschine. Das Puder bildet eine Trennschicht zwischen den aufeinander liegenden Bogen und ermöglicht so eine bessere Luftzirkulation. Ein Abliegen kann verhindert werden.
Das Puder bei der Trockenbestäubung besteht aus Calciumcarbonat auf Stärkebasis und aus Lactose. Bei der Nassbestäubung wird eine Lösung von Dextrin, Gummiarabikum oder Harzen mit einem Zusatz von Spiritus als Tröpfchen auf die Bogen gesprüht. Hier muss darauf geachtet werden, dass die Bestäubung in einer so großen Entfernung stattfindet, dass die Flüssigkeit von der Düse bis zum Bogen verdunstet und sich die Stoffe als Partikel ablegen. Je nach Gewicht und Rauhigkeit des Papiers und nach der Dicke der beim Druck aufgebrachten Farbschicht muss der Bogen mit viel oder wenig feinem oder groben Pulver bestäubt werden.
Es besteht das Problem, dass das Puder die folgenden Arbeitsschritte beeinflussen kann. Zum Beispiel können Schwierigkeiten beim Lackieren und Laminieren auftreten. Aus diesem Grund wird nur so viel Puder auf die gedruckten Bogen gestäubt wie nötig.
[Bearbeiten] Literatur
- Liebau, Dieter und Weschke, Hugo: Polygraph Fachlexikon der Druckindustrie und Kommunikationstechnik. Frankfurt am Main: Polygraph Verlag, 1997. ISBN 3-87641-26-7
- Walenski, Wolfgang: Wörterbuch Druck und Papier. Frankfurt am Main: Vittorio Klostermann GmbH, 1994. ISBN 3-465-02619-5