Blockhaus (Militär)
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Im Bereich des Militärs versteht man unter einem Blockhaus einen kleinen Schutzbau aus Stein oder Holz, der an strategisch wichtigen Stellen errichtet wird, um als Blockade gegen feindliche Vorstöße zu dienen. Es ist zur Verteidigung mit Schießscharten versehen und mit Kanonen und Gewehren eingerichtet.
In der Kolonialzeit dienten quadratische oder auch sechs- oder achteckige Holzgebäude zur Grenzsicherung und wurden teilweise mit Palisadenzäunen und Schutztürmen zu Forts ausgebaut. Bei europäischen Festungs- oder Wallanlagen wurden im vorgelagerten Bereich Blockhäuser aus Holz oder Stein errichtet. Sie befinden sich zum Beispiel im von der Festung aus gedeckten Bereich außerhalb des Festungsgrabens an solchen Verteidigungspositionen, von denen aus gegnerische Angriffe am besten unterbunden werden können, z.B in der Nähe von Zugangswegen als "Kehlblockhaus".
In der Zeit der Weltkriege entwickelten sich Blockhäuser zu massiven oberirdischen Bunkergebäuden aus Stahlbeton, die auch Artillerie- und Flugzeugbombenbeschuss standhalten konnten. Einige der Blockhäuser am West- und Atlantikwall sind auch heute noch erhalten.