Canarie
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
![]() |
Dieser Artikel oder Abschnitt weist folgende Lücken auf:
Hilf Wikipedia, indem du die fehlenden Informationen recherchierst und einfügst! |
Der Canarie ist ein schneller Tanz, der in der Zeit der Frührenaissance auf den Kanarischen Inseln entstanden ist.
Johann Mattheson schreibt zu ihr: „Sie haben ihren Namen ohne Zweifel von den soganannten Canarien-Insuln / als woher sie gebürtig sey mögen“. Von Diego Pisador wird sie 1552 als Tanz zu Totenfeiern erwähnt. Der Tanz galt laut Sachs als schwierig. Das Tempo der Canarie wird von den zeitgenössischen Schriftstellern als schnell angegeben. Affilard gibt ihr Tempo mit Punktierte Viertel =106 MM an. Johann Joachim Quantz empfiehlt ein deutlich schnelleres Tempo (160 MM). Zur Spielweise schreibt er, dass sie auf der Geige mit einem kurzen und scharfen Bogenstrich gespielt würde. Außerdem müssten die punktierten Noten stark akzentuiert werden.
Der französische Lautenist und Komponist Enemond Gaultier komponierte ein „Canario“ für Laute Anfang des 17. Jahrhunderts.