Clostridium tetani
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Clostridium tetani | ||||||||||||||
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Systematik | ||||||||||||||
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Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||
Clostridium tetani | ||||||||||||||
(Flugge 1886) Bergey et al. 1923 |
Clostridium tetani gehört zu den stäbchenförmigen grampositiven Bakterien, ist anaerob und bildet Endosporen aus. C. tetani (tetanos, gr. Krampf) ist der Erreger des Wundstarrkrampfes (Tetanus). Dieses Bakterium bildet vor allem die Toxine Tetanospasmin und Tetanolysin, nach Botulinustoxin das zweitstärkste bekannte Bakteriengift.
Entdecker des Bakteriums war 1884 Arthur Nicolaier. 1897 gelang Shibasaburo Kitasato die Isolation und Anzucht von Clostridium tetani.
[Bearbeiten] Vorkommen
Reservoir von Clostridium tetani sind Erdreich und Holz sowie die Ausscheidungen von Rindern und seltener anderen Tierarten. Offene Wunden können bei fehlendem Impfschutz schnell mit dem Bakterium infiziert werden und so zur Tetanuserkrankung führen.
[Bearbeiten] Pathogenese
Das für die Krankheitserscheinungen ursächliche Toxin, das Tetanospasmin, wird entlang von Nervenbahnen oder über das Blut zur grauen Substanz des Rückenmarks transportiert. Dort spaltet es das Synaptobrevin (VAMP), welches an der Ausschüttung von Neurotransmittern beteiligt ist. Hierdurch werden die hemmenden Synapsen von Motoneuronen blockiert, wodurch das Nervensystem nicht mehr hemmend auf den betroffenen Muskel einwirken kann.
Klinische Krankheitszeichen beginnen mit Kopfschmerzen und gesteigerter Reflexauslösbarkeit. Schrittweise folgt die Ausbildung des Trismus (Kieferklemme durch Tonuserhöhung der Kaumuskulatur), des Risus sardonicus (Teufelsgrinsen, bewirkt durch die Kontraktion der mimischen Muskulatur) und Streckkrämpfe der Extremitäten und des Rumpfes (Ophistotonus).
Im Endstadium tritt der typische, äußerst schmerzhafte Krampfanfall auf, bei dem alle Muskeln kontrahiert werden und der den Infizierten in Rückenlage nur noch auf Kopf und Fersen ruhen lässt. Die Arme sind bei diesen tonisch-klonischen Krampfzuständen in typischer Stellung angezogen.
[Bearbeiten] Literatur
- Frink M, Muller CW, Ziesing S, Krettek C. Tetanusprophylaxe in der Notaufnahme. Unfallchirurg. 2006 Nov;109(11):977-83 PMID 17021900
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