Differentielle Inzidenz
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bei der Untersuchung der differentiellen Inzidenz werden die Staatsausgaben konstant gehalten und eine Steuer wird zu Lasten einer anderen Steuer erhöht oder gesenkt. Die differentielle Inzidenz eignet sich besonders bei der Untersuchung von Steuerreformen. Gefragt wird beispielsweise, welche Wirkung bei einer Senkung der Einkommenssteuer bei gleichzeitiger aufkommensneutraler Erhöhung der Umsatzsteuer zu erwarten ist. Ebenso wie die Budgetinzidenz kann die differentielle Inzidenz in einem geschlossenen Modell studiert werden, in dem die Budgetgleichung des Staates stets erfüllt ist.
Die Budgetinzidenz und die differentielle Inzidenz liegen logisch auf einer Ebene. Diese beiden Techniken unterscheiden sich nur in der Fragegestellung. Die spezifische Inzidenz hingegen bildet eine Vorstufe zur Untersuchung der Budgetinzidenz, und die hierbei gewonnenen Resultate sind mit Vorsicht zu genießen.