Franco-British Exhibition
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Die Franco-British Exhibition im Jahr 1908 war eine große internationale Messe, die zur Festigung der vier Jahre zuvor vereinbarten Entente cordiale zwischen dem Vereinigten Königreich und Frankreich veranstaltet wurde. Austragungsort war der Londoner Stadtteil White City.
Die Messe, die vom 14. Mai bis 31. Oktober dauerte, zählte mehr als acht Millionen Besucher und war die größte, die bis dahin in Großbritannien stattgefunden hatte. Sie war auch die erste internationale Messe, die von zwei Ländern gemeinsam organisiert und finanziert wurde. Parallel dazu fanden die IV. Olympischen Sommerspiele statt, das neu erbaute White City Stadium stand im östlichen Teil des 56 Hektar großen Austellungsgeländes.
In der Ausstellung gezeigt wurden die britischen und französischen Errungenschaften in den Bereichen Industrie, Kunst, Wissenschaft, Gartenbau, Erziehung und Freizeit. Einen Schwerpunkt bildeten Völkerschauen mit Menschen aus den jeweiligen Kolonien. Insgesamt gab es 175 Gebäude, die in einer gewissen Symmetrie angeordnet waren; gegenüber einem britischen Gebäude lag meistens auch das französische Pendant. Vorhanden waren auch Gärten, Parks, ein künstlicher See mit Wasserfall und Musikpavillons.
Geradezu vorbildlich war die Erschließung des Messegeländes mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Unmittelbar neben dem Messegelände führten mehrere Eisenbahn-, U-Bahn- und Straßenbahnlinien vorbei. Sowohl an der Strecke der Metropolitan Line als auch an der Strecke der Central Line wurden neue Stationen errichtet, beide mit dem Namen Wood Lane (siehe Wood Lane (Central Line) und Wood Lane (Metropolitan Line)).
Kurz nach Ende der Messe wurden die Gebäude wieder abgerissen, Straßen angelegt und das Gebiet mit Wohnsiedlungen überbaut. Am längsten hielt sich das White City Stadium, das jedoch 1985 einem Neubau der BBC weichen musste.