Gefrorenes Frischplasma
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Ein Gefrorenes Frischplasma (GFP, auch FFP von engl. Fresh Frozen Plasma) ist ein aus menschlichem Spenderblut gewonnenes Produkt (Blutprodukt), das die flüssigen und gelösten Bestandteile des Blutes enthält, während die Zellen des Blutes (Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten) weitgehend durch Zentrifugieren entfernt wurden.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Inhaltsstoffe
GFPs enthalten in physiologischer Konzentration
- Gerinnungsfaktoren
- Faktoren der Fibrinolyse
- Faktoren des Komplementsystems
- Albumin u.a. Proteine
- Immunglobuline
[Bearbeiten] Lagerung
GFPs werden tiefgefroren gelagert.
[Bearbeiten] Indikation für die Gabe von GFPs
- Ersatz von Plasma bei Massentransfusionen
- Ersatz von Gerinnungsfaktor V und XI (Da diese Faktoren nicht einzeln als Konzentrate erhältlich sind.)
- Leberinsuffizienz mit unzureichender Bildung von Gerinnungsfaktoren
- bei Blutungen im Rahmen einer Verbrauchskoagulopathie (Solange bei einer Verbrauchskoagulopathie keine Blutung vorliegt, sind PPSB eher zu empfehlen.)
- Plasmaersatz bei Plasmapherese
[Bearbeiten] Dosierung
Ein GFP enthält die Gerinnungsfaktoren von 500 ml Vollblut eines Spenders. Dies entspricht etwa 10% der Gesamtblutmenge. Nach dem Auftauen ist die Gerinnungsaktivität auf 70% der ursprünglichen Aktivität gesunken, sie sinkt danach innerhalb von Stunden weiter drastisch ab. Entsprechend hebt ein GFP die Gerinnungsfaktoren des Empfängers um ca. 5-7% an. Als Faustformel gilt:
- 1 ml GFP/kg Körpergewicht führt zu einem Anstieg der Gerinnungsfaktoren von 1-2%.
[Bearbeiten] Nebenwirkungen
- Allergisierung gegen HLA Antigene
- Infektionsrisiko. Das Infektionsrisiko ist im Vergleich zu Erythrozyten-Konzentraten jedoch gering, weil GFPs quarantänegelagert werden, d.h. sie werden erst freigegeben wenn der Spender noch ein zweites Mal zur Blutspende erschienen ist und erneut keinen Nachweis von ansteckenden Krankheiten hatte.
- Die Gabe von GFP kann eine Verbrauchskoagulopathie induzieren.