Giclée
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Als Giclée wird das Ausdrucken von großformatigen, künstlerischen, digitalen Bildern mit Tintenstrahldruckern bezeichnet.
Die Bezeichnung — abgeleitet vom französischen Verb gicler für "spritzen, sprühen" — wurde erstmals für die "Iris Drucke" verwendet, die in den frühen 1990er Jahren auf dem Scitex "Iris Model Four" gedruckt wurden, einem Drucker, der auf das Ausdrucken von Probedrucken spezialisiert war. Die Probedrucke dienten der Begutachtung der Bilder vor dem Start der Massenproduktion.
Die Bezeichnung, die manchmal auch anglifiziert als giclee verwendet wird, steht allgemein für hochauflösende, großformatige Ausdrucke auf Tintenstrahl-Druckern mit lichtechten farbstoff- oder pigmentbasierten Tinten. Bei diesen Drucken werden üblicherweise sechs bis zwölf verschiedenfarbige Tinten verwendet.
Obwohl diese Art Ausdrucke zunächst nur für Testzwecke gedacht war, verwenden viele Künstler und Fotografen Tintenstrahldrucker inzwischen als eine Alternative zur Lithographie bei der Herstellung kleinerer Auflagen oder Reproduktionen. Die Kosten sind bei kleineren Stückzahlen viel geringer als die Kosten alternativer Herstellungstechniken.
Bekannte Hersteller von Druckern für Giclée-Drucke sind Canon, Eastman Kodak, Hewlett-Packard, Seiko und Epson