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Langeneicke - Wikipedia

Langeneicke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Langeneicke ist ein Stadtteil von Geseke im Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen. Das Dorf mit z.Zt. 1172 Einwohnern liegt etwa sechs bis sieben Kilometer westlich von Geseke am nördlichen Fuß des Haarstranges. Nach Süden steigt das Gelände etwas an und erreicht am Hellweg 115 m NN. Langeneicke liegt wie Geseke am ehemaligen Hellweg, der heutigen Bundesstraße 1.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

10. Apr 1011
Urkunde: Auf dessen Nachsuchen schenkt Kaiser Heinrich II. den durch den Tod des Grafen Hahold erledigten Komitat an den Bischof Meinwerk von Paderborn, unter den genannten Orten erscheint auch ein Gau Langaneka. Die frühere Gaubezeichnung soll sich schließlich auf die Bezeichnung des einzelnen Ortes Langeneicke reduziert haben. In der älteren heimatgeschichtlichen Literatur wird die in § 360 der Corveyer Traditionen genannte Ortsbezeichnung Heclo als ursprüngliche (9. Jh.) Namensform von Langeneicke interpretiert.
Mittelalter
Auch das Stift Geseke und das Kloster Abdinghof sind als Grundherrn in Langeneicke urkundlich belegt (ab 1298 nachgewiesen).
1486
wird eine der hl. Barbara geweihte Kapelle urkundlich erwähnt.
2. Februar 1577
Salentinischer Rezess: Jurisdiktionsabgrenzung zwischen dem kurkölnischen Gogericht in Geseke, dem die Blutgerichtsbarkeit für diesen Raum endgültig unterstellt wird und den Herren von Hörde, denen das Freigericht als Niedergericht verblieb. Unterste Ebene der weltlichen Gerichtsbarkeit war das Bauerschaftsgericht.
16. Juli 1649
Die neue Kapelle wird von dem damaligen Weihbischof Bernardus Frick, der im Auftrage des Kölner Erzbischofs diese Gegend auf einer großen Firmungs- und Visitationsreise besuchte, eingeweiht. Ihr Vorgängerbau wurde vermutlich in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) zerstört.
1663
Erster Beleg für die Feier eines Frühlingsfestes der Junggesellen.
1664
(vermutetes) Gründungsjahr des Langeneicker Schützenvereins. Sicher ist, dass ab 1669 Schützenfeste gefeiert werden.
1669
In Langeneicke und Störmede wütet die Rote Ruhr. In beiden Orten zusammen werden 70 Tote gezählt.
1688
Schwerer Hagelschlag in den Feldmarken Störmede und Langeneicke, deshalb wird ein Teil der Schatzung erlassen.
1791
Dürre und Hagelschlag in der Störmeder und Langeneicker Flur.
1802 / 1803
Mit dem Untergang des alten Reiches und dem Übergang des Herzogtums Westfalen an die Landgrafschaft bzw. das spätere Großherzogtum Hessen beginnt auch eine Reform der unteren Verwaltungsebenen. Langeneicke, das ja zum Gogerichtsbezirk Geseke des alten Reiches gehörte, ist nun Teil des umfangsgleichen neugebildeten Amtes Geseke, das 1812 in Justizamt Geseke umbenannt wird.
um 1830
wird von den Gemeinden Langeneicke und Ermsinghausen ein Schulverband gegründet und in Langeneicke ein neues eigenes Schulgebäude errichtet. Die Anfänge des Langeneicker Schulwesens reichen bis in die 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück.
Dezember 1832 bis März 1833
Menschenblattern grassieren in Störmede und Langeneicke.
1843 - 1845
Nach Einführung der Westfälischen Landgemeindeordnung im Jahre 1841 wird 1843 das Amt Geseke mit 6 Gemeinden (Ermsinghausen, Langeneicke, Bönninghausen, Ehringhausen, Mönninghausen, Störmede) gebildet und im Jahre 1845 in das Amt Störmede umbenannt. Die später zum Amt Störmede gehörenden Orte Bökenförde, Dedinghausen, Esbeck und Rixbeck waren zunächst dem neu geschaffenen Amt Erwitte zugeschlagen worden.
1859
Abbruch des alten Kirchenbaues (Fachwerk) und Errichtung einer Kapelle im neugotischen Stil aus Bruchsteinen. Eigentümer ist die politische Gemeinde Langeneicke.
1871 / 1872
Bau eines neuen Schulgebäudes, das ab 1957 der Feuerwehr als Gerätehaus dient und 1974 der Kirchengemeinde zum Abbruch geschenkt wird.
1895
Die 972 ha große Landgemeinde hat 98 bewohnte Häuser, 2 Wohnplätze und 576 Einwohner. Davon sind 295 Männer und 281 Frauen. Bis auf eine Person, die sich zum evangelischen Glauben bekennt, sind alle Einwohner katholisch.
4. Dezember 1902
Die in der Rekordzeit von nur 1/2 Jahr errichtete Kirche wird der hl. Barbara geweiht. Um endlich eine eigene Kirche zu haben, waren die Langeneicker zur Selbsthilfe geschritten, hatten Spenden gesammelt und u.a. im Jahre 1902 auf ihr Schützenfest verzichtet.
17. Juli 1903
Der Weg Langeneicke - Störmede - Geseke wird ausgebaut und als Kreisstraße dem Kreis Lippstadt übergeben.
8. Juli 1905
Das Dorf Langeneicke wird als Filialgemeinde Langeneicke kirchlich selbständig.
1. Mai 1919
Langeneicke wird Pfarrei.
1928
Einweihung des Kriegerdenkmals.
1934
Gründung der freiwilligen Feuerwehr Langeneicke.
1950 / 1951
werden im Zuge der Bodenreform Ländereien in dem zur politischen Gemeinde gehörenden Wohnplatz Mittelhausen (früher "Gut" Mittelhausen) den ostvertriebenen Landwirten zur selbständigen Bewirtschaftung zugeteilt.
1953
erwirbt die Kirchengemeinde das alte Schulgebäude um darin einen Kindergarten einzurichten.
20. Mai 1957
Einweihung der neuen Schulgebäude (Grundsteinlegung: 26. Mai 1951).
1961
Langeneicke hat 858 Einwohner, ist 8,71 qkm groß und gehört zum Amt Störmede im Kreis Lippstadt.
6. Januar 1961
Ein eigenes Gemeindewappen wird in folgender Form genehmigt: In Gold ein von einer fleischfarbenen, aus blauem Ärmel heraustretender Hand getragener und von zwei grünen Eichenzweigen (der Ortsname wird von "Eiche" abgeleitet) umrankter grüner Turm (Sinnbild der hl. Barbara).
1. Januar 1975
Die Gemeinde wird im Zuge der kommunalen Neuordnung auf die vergrößerten Städte Geseke (erhält 8,61 qkm) und Lippstadt (0,10 qkm) aufgeteilt und liegt nun im neu gebildeten Kreis Soest.
Juli 1990
Nach einer Bauzeit von nur einem Jahr und drei Monaten wird das neue Pfarrheim der kath. Kirchengemeinde eingeweiht.

[Bearbeiten] Nachbarorte

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Ortsvorsteher

Werner Lohn MdL -Mitglied des Landtages von NRW- (CDU)

[Bearbeiten] Ratsvertreter und Ausschussmitglieder

  • Werner Lohn MdL (CDU)
Mitglied in folgenden Gremien:
- Rat (stv. Vorsitzender der CDU-Fraktion)
- Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing (stv. Vorsitzender)
- Haupt-, Beschwerde-, Personal- und Finanzausschuss
- Rechnungsprüfungsausschuss
  • Dieter Marr (SPD)
Mitglied in folgenden Gremien:
- Rat (stv. Bürgermeister)
- Wahlprüfungsausschuss (Vorsitzender)
- Wahlausschuss (Vorsitzender)
- Bau-, Planungs- und Umweltausschuss (stv. Vorsitzender)
- Haupt-, Beschwerde-, Personal- und Finanzausschuss
  • Werner Giersch (SPD)
Mitglied in folgenden Gremien:
- Rat
- Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing
- Wahlprüfungsausschuss
- Wahlausschuss
- Betriebsausschuss des Abwasserwerks Geseke
  • Engelbert Harrenkamp (CDU)
Mitglied in folgenden Gremien:
- Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing (Sachkundiger Bürger)
  • Hans Furmann (CDU)
Mitglied in folgenden Gremien:
- Schul-, Kultur- und Denkmalpflegeausschuss (Sachkundiger Bürger)
  • Bernhard Sonntag (CDU)
Mitglied in folgenden Gremien:
- Ausschuss für Jugend, Soziales und Sport (Sachkundiger Bürger)
  • Agathe Wiehen
Mitglied in folgenden Gremien:
- Seniorenbeirat
  • Josef Holtkötter
Mitglied in folgenden Gremien:
- Seniorenbeirat

[Bearbeiten] Weblinks

Koordinaten: 51° 38' N, 8° 26' O

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