Ménétrier-Syndrom
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Klassifikation nach ICD-10 | ||
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K29.6 | Sonstige Gastritis | |
ICD-10 online (WHO-Version 2006) |
Als Ménétrier-Syndrom (Syn.: Morbus Ménétrier, Hypertrophische Gastropathie Ménétrier, Riesenfaltengastritis) bezeichnet man einer Erkrankung des Magens bei der es zu einer erheblichen Vergrößerung der Schleimhautfalten (10-20 mm) und Verbreiterung des schleimbildenden Epithels kommt. Die vermehrte Schleimproduktion führt zu einem Eiweißverlust (Folgen siehe unter Symptomatik). Das Ménétrier-Syndrom zählt zu den exsudativen Gastroenteropathien. Histologisch zeigt sich eine foveoläre Hyperplasie.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Ätiologie
Unbekannt. Möglicherweise ist eine Helicobacter pylori Infektion ein Faktor.
[Bearbeiten] Symptome
- Oberbauchbeschwerden
- Übelkeit und Erbrechen
- Diarrhoe (eiweißreiche Stühle)
- Anämie
- Ödeme (durch den enteralen Eiweißverlust)
[Bearbeiten] Komplikationen
- Maligne Entartung (regelmäßige Kontroll-ÖGDs notwendig)
[Bearbeiten] Diagnostik
- Magen-Darm-Passage (MDP)
- Endosonographie
- Gordon-Test
- Labor: Proteine, Elektrophorese, Hb
- Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD) mit Biopsie
[Bearbeiten] Therapie
- Antazida
- evtl. HP-Eradikation
- Kontroll-ÖGDs!
- ggf. präventive Gastrektomie bei auffälligen ÖGD-Befunden