Mawil
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Markus Witzel (* 1976 in Berlin; Künstlername Mawil) ist ein deutscher Comic-Zeichner. Sein zeichnerisches Alter Ego ist Supa Hasi.
[Bearbeiten] Leben
Mawil zeichnete seine ersten Comics im Alter von acht Jahren und veröffentlichte 1995 zum ersten Mal ein Comic in einem Fanzine. Seine eigenen Comics veröffentlichte er zunächst unter dem Serientitel crowers, diese zeigten noch deutlich einen graffiti-angelehnten Duktus. 2002 erschien sein erstes Comicalbum Strandsafari, mit dem Antihelden Supahasi auf einer Insel voller Mädchen. Mawil studierte ab 1996 Kommunikationsdesign an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Dort war er Mitgründer des legendären Sportbuffets. 2002 schloss er sein Studium mit einer ausgezeichneten Diplomarbeit ab: Sein tragikomisches, auf wahren Begebenheiten beruhendes Comicbuch Wir können ja Freunde bleiben. Für diese Arbeit erhielt er einen ICOM-Independent-Preis für den besten Comicbeitrag in der Sparte Funny. Mittlerweile ist das Buch in Spanien und Frankreich erschienen; es wird demnächst auch in den USA auf den Markt kommen. Er ist freischaffender Zeichner. Mawil ist Gründungsmitglied der Gruppe Monogatari. Außerdem arbeitet Mawil u.a. als freier Illustrator, z.B. für die taz, die B.Z., radioeins; er hat auch eine Rauchstopp-Broschüre der Bundesvereinigung für Gesundheit illustriert. Seine Leistungen als Bassist (größtenteils bei der Rockpopformation Tine Melk), die er in seinem zweiten größeren Album Die Band verarbeitete, sollten nicht unter den Tisch fallen. Nach der de-facto-Auflösung des Zeichnerkollektivs Monogatari war Mawil Teil von berlin comix, einer Ateliergemeinschaft mit Fil, Andreas Michalke und Reinhard Kleist. Auch diese Gemeinschaft ist inzwischen aufgelöst, veröffentlichte aber immerhin unter dem Verlagsnamen Berlin Comix den Sammelband Geschichten aus dem Comicgarten sowie 8 Ausgaben des Magazins Teufel & Pistolen im Kleinformat.
Comicstrips von Mawil erscheinen in Epidermophytie, scheinschlag, moga mobo, stripburger, panik elektro, STRAPAZIN, renate, Welt Kompakt. Bekannt wurde Mawil v.a. durch seine Diplomarbeit, über die bei Spiegel Online berichtet wurde, und mit seinen Supahasi-Comics, in denen er die Abenteuer eines von Leben/Liebe etwas überforderten Hasen mit überdimensioniertem Kopf erzählt. Die Figur des Supahasi ist eine Weiterentwicklung des autobiografischen Charakters Supalumpi.
Mawil hatte Gruppen- und Einzelausstellungen in Berlin, Basel, Luzern, Angouleme, Erlangen, Argentinien und Hellersdorf.
[Bearbeiten] Werke
- Super Lumpi 1 und 2, jawoll:comix, Berlin 1996 und 1997
- Berg Hasi, Monogatari, Berlin 2001
- Strandsafari, Schwarzer Turm, Hünfeld 2002
- Geschichten aus dem Comicgarten, Berlin Comix, Berlin 2002
- Wir können ja Freunde bleiben, reprodukt, Berlin 2003
- Die Band, reprodukt, Berlin 2004
- Das grosse Supa Hasi Album, reprodukt, Berlin 2005
- Meister Lampe, reprodukt, Berlin 2006
[Bearbeiten] Weblinks
- Mawils Homepage
- Website von Monogatari
- Mawils (deutscher) Verlag
- Epidermophytie (Comicmagazin mit diversen Beiträgen von Mawil)
- Von Mawil illustrierte Rauchstoppbroschüre (pdf)
Personendaten | |
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NAME | Witzel, Markus |
ALTERNATIVNAMEN | Mawil (Künstlername) |
KURZBESCHREIBUNG | Dt. Comic-Zeichner |
GEBURTSDATUM | 1976 |
GEBURTSORT | Ostberlin |