Mikroverfilmung von Kirchenbüchern
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Die Verfilmung von Kirchenbüchern ist eine Methode der Archivierung historischer Dokumente im kirchlichen Raum. Auf diese Weise ist der Inhalt lokal verteilter Kirchenbücher in Zentralarchiven einsehbar.
In der Zeit des Nationalsozialismus sind durch das Reichssippenamt viele Kirchenbücher der früheren deutschen Ostgebiete verfilmt worden. Diese Filme sind heute in der Deutschen Zentralstelle für Genealogie in Leipzig archiviert und zugänglich.
Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ("Mormonen") hat bereits nach 1930 angefangen, Kirchenbücher zu verfilmen. Diese Verfilmungen sind nicht nur eine Methode der Langzeitarchivierung, sie bieten auch den Vorteil der dezentralen Verfügbarkeit (in den Forschungsstellen in vielen Ländern). Der "Weg zum Kirchenbuch" ist nicht weiter als der Weg in die nächstgelegene Forschungsstelle. Verfilmte Kirchenbücher und andere Dokumente können von jedem Familienforscher eingesehen werden. Die HLT-Mitglieder selbst suchen darin nach ihren Vorfahren, um sie nachträglich stellvertretend taufen zu können, siehe auch: Totentaufe. Die Film-Originale befinden sich in einem Felsengewölbe in Salt Lake City, Utah, in den USA.
Genealogie-Forschungsstellen (Family History Centers) befinden sich in vielen Städten der USA und einigen in Deutschland. In jede Forschungsstelle kann man Kopien der Filme aus Utah bestellen und dort lesen oder auch persönlich die Hauptstelle der Bibliothek in Utah besuchen.
Über das Internet kann man Einsicht in den Katalog der verfilmten Kirchenbücher nehmen. Einige Kirchenbücher wurden auch systematisch ausgewertet. Die Ergebnisse dieser Auswertungen sind in der Online-Datenbank zu finden.
[Bearbeiten] Siehe auch
Genealogie, Kirchenbuch, Personensuche, Genealogische Gesellschaft von Utah, Batch-Nummer, Langzeitarchivierung