Monomethylhydrazin
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Strukturformel | |||
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Allgemeines | |||
Name | Monomethylhydrazin | ||
Andere Namen | MMH | ||
Summenformel | CN2H6 | ||
CAS-Nummer | 60-34-4 | ||
Kurzbeschreibung | Farblose, an Luft rauchende, brennbare Flüssigkeit. | ||
Eigenschaften | |||
Molmasse | 46,07 g/mol | ||
Aggregatzustand | flüssig | ||
Dichte | 0,88 g/cm³ | ||
Schmelzpunkt | -52 °C | ||
Siedepunkt | 87 °C | ||
Verdampfungsenthalpie | 875 kJ/kg | ||
Dampfdruck | 49,3 hPa (20 °C) | ||
Dampfdruck | 73 hPa (26,85 °C) | ||
Dampfdruck | 6380 hPa (154,85 °C) | ||
spezifische Wärmekapazität | 2,921 kJ/kg*K (20 °C) | ||
spezifische Wärmekapazität | 3,077 kJ/kg*K (119,85 °C) | ||
Löslichkeit | Löslich in Wasser, Alkohol und Ether. | ||
dynamische Viskosität | 0,855 * 10-3 Pa * s (20 °C) | ||
dynamische Viskosität | 0,40 * 10-3 Pa * s (70,85 °C) | ||
Sicherheitshinweise | |||
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R- und S-Sätze |
R: 11-24/25-26-34-40-51/53 |
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MAK | ? | ||
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. |
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Monomethylhydrazin wird seit den 1990ern aufgrund seiner etwas größeren Dichte und dadurch auch etwas höheren Leistungsfähigkeit vermehrt an Stelle von 1,1-Dimethylhydrazin als lagerfähiger Raketentreibstoff zusammen mit dem Oxidator Distickstofftetroxid verwendet. In Satelliten wird es hingegen schon seit den 1980er als Treibstoff verwendet.
[Bearbeiten] Vorkommen und Verhalten in der Umwelt
Es sind natürliche Quellen von Monomethylhydrazin bekannt. Das in der Frühjahrslorchel (Gyromitra esculenta) und einigen anderen Ascomyceten als Giftstoff vorhandene Gyromitrin ist ein Derivat des Monomethylhydrazins. Aufgrund seiner hohen Reaktivität (insbesondere gegenüber Ozon) ist eine weiträumige Verteilung bei Eintrag in die Umwelt nicht zu erwarten, und es erfolgt ein schneller Abbau.
[Bearbeiten] Gewinnung/Darstellung
Aus Methylamin und Ammoniak (Dehydrierende Kondensation über Katalysatoren) oder Methylierung von Hydrazin.
[Bearbeiten] Eigenschaften
[Bearbeiten] Physikalisch/Chemische Eigenschaften
Farblose, fischartig riechende Flüssigkeit, die an der Luft raucht. Die Dämpfe von Monomethylhydrazin können die Haut und die Schleimhäute (Augen, Atemwege) reizen bzw. bei starker Belastung verätzen.
[Bearbeiten] Verwendung
Als brennbare Komponente von flüssigen Hypergolischen Raketentreibstoffen, wobei es in Kombination mit Distickstofftetroxid als Oxidationsmittel eingesetzt wird. Das Aestus-Triebwerk der EPS Oberstufe der Ariane 5 verwendet diese Treibstoffkombination.
[Bearbeiten] Physiologie
Monomethylhydrazin wird leicht über die Haut aufgenommen und hat sich im Tierversuch als eindeutig krebserzeugend erwiesen.
[Bearbeiten] Quellen
- Sutton, Biblarz; Rocket Propulsion Elements 7th. Edition; p. 244, 258; Wiley-Interscience Publication; 2001
[Bearbeiten] Wiki/Weblinks
Siehe auch: