Pertrochantäre Femurfraktur
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Pertrochantäre Femurfraktur ist der medizinische Fachbegriff für einen Knochenbruch des Oberschenkelknochens im Bereich zwischen den Trochanteren (Rollhügeln).
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[Bearbeiten] Vorkommen
Die Fraktur kommt meist bei älteren Menschen bei Sturz auf die entsprechende Hüfte vor. Bei Hochenergietraumen (z.B. Verkehrsunfällen oder Stürzen größerer Höhe) tritt die Fraktur auch bei jüngeren Personen auf.
[Bearbeiten] Behandlung
Früher erfolgte die Behandlung von Oberschenkelfrakturen mit einer Streckvorrichtung. Die damit verbunden Komplikationen durch die lange Bettlägrigkeit wie Lungenentzündungen (Pneumonie) und Thrombose führten zu einer hohen Sterblichkeit.
Heute erfolgt die Versorgung chirurgisch durch eine Osteosynthese. Häufig angewendete Verfahren sind die Gleitnagel-Osteosynthese oder die Versorgung mittels dynamischer Hüftschraube (DHS).
[Bearbeiten] Komplikationen
Durch den Blutverlust im Bereich des Knochenbruches kann es zu einem Blutmangel kommen, so dass Blutübertragungen notwendig werden können. Weitere mögliche Komplikationen sind Wundheilungsstörungen, Thrombosen, Pneumonien und andere.