Philosophie der symbolischen Formen
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Die Philosophie der symbolischen Formen gilt als das Hauptwerk des Philosophen Ernst Cassirers. Die Erstausgabe erschien in Berlin in den Jahren 1923-1929, der 1. Band Die Sprache 1923, der zweite Band Das mythische Denken 1925 und der dritte Band Phänomenologie der Erkenntnis 1929.
Der Neukantianer Cassirer breitet hier seine Kulturphilosophie und Wissenschaftstheorie in einer Mischung aus systematischer und historischer Untersuchung aus. Im ersten Band legt er die Grundlagen der Analyse der allgemeinen geistigen Funktionen und Ausdruckformen des Menschen. Der erste Band untersucht thematisch die Sprache, der zweite Band Mythos und Religion und der dritte Band die moderne wissenschaftliche Erkenntnis.[1] Kernaussage seiner Arbeit ist, dass wir uns stets in Bildwelten bewegen, den symbolischen Formen als der Weltdeutung, die untereinander gleichwertig sind. Die modernen naturwissenschaftlichen Weltbilder unterscheiden sich in diesem System damit qualitativ nicht von den archaisch-mythologischen Kosmologien ursprünglicher Völker.
Siehe auch: Theorie der Kollektivsymbolik
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Vgl. Volpi/Nida-Rümelin, Lexikon der philosophischen Werke