Diskussion:Südtirol/Archiv
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Südtirol unter dem Faschimus
Warum wird die gezielte Italienisierung unter Mussolini nach dem Hitler-Mussolini-Abkommen als "Völkerwanderung" aus dem armen Süden Italiens verharmlost. Warum berichtet man nicht, dass Personen wie Sepp Kerschbaumer bereits 1934 wegen Teilnahme an einer verbotenen politischen Veranstaltung von den Faschisten verurteilt (und ca. 20 Jahre später von der Italienischen Polizei gefoltert) wurde. Heute noch steht das Faschistendenkmal in Meran, wonach die Italiener "Sprache und Kultur" nach Südtirol gebracht hätten. Warum wird nicht dargestellt, dass Hitler entgegen seiner sonstigen Expansionspolitik die Südtiroler "Heim ins Reich" holen wollte Option in Südtirol.
Ich wollte den Artikel nicht gleich editieren, sondern dies erst mal hier ansprechen. Gravenreuth 18:45, 9. Aug 2006 (CEST)
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- Im Sepp Kerschnbaumer Artikel steht, dass er '34 verhaftert wurde.
- s.a. Artikel Italianisierung. --ManfredK 19:04, 9. Aug 2006 (CEST)
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- Dass an vielen Stellen bei WIKIPEDIA relevanten Informationen zu finden sind, habe ich nicht in Abrede gestellt. Nur bei dem Südtirol-Artikel gibt es nicht einmal eine Verlinkung auf diese Seiten wie: Option in Südtirol, Italianisierung, Sepp Kerschbaumer u. a. Genau hier setzt meine Kritik an. Gravenreuth 12:38, 10. Aug 2006 (CEST)
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- Im Artikel ist Geschichte Südtirols verlinkt, von da aus sollten die o.g. links vorhanden sein. ManfredK 13:07, 12. Aug 2006 (CEST)
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- Dass an vielen Stellen bei WIKIPEDIA relevanten Informationen zu finden sind, habe ich nicht in Abrede gestellt. Nur bei dem Südtirol-Artikel gibt es nicht einmal eine Verlinkung auf diese Seiten wie: Option in Südtirol, Italianisierung, Sepp Kerschbaumer u. a. Genau hier setzt meine Kritik an. Gravenreuth 12:38, 10. Aug 2006 (CEST)
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Pariser Abkommen
Hallo Jakob, der Link ist bewußt auf beide Einzelpersonen gelegt, da das Pariser Abkommen sowieso auf das Abkommen selbst verlinkt. So ist jetzt ein Link unnötig, deshalb gebe ich sie wieder auseinander. gruß K@rl 23:11, 21. Apr 2004 (CEST)
- Gut, habe ich übersehen. Jakob stevo 19:14, 22. Mai 2004 (CEST)
Selbstdefinition der deutschsprachigen Südtiroler
Kann jemand der es besser weiß als ich ein paar Worte zur Selbstdefinition der deutschsprachigen Südtiroler anbringen? Hab gerade bei en:Ethnic Germans einen Absatz zur Entstehung des (von "Deutsch" abgegrenzten) Nationalgefühls der Östereicher geschrieben, und da stellte mir sich die Frage wie das eigentlich bei den Südtirolern ist. Deutsch(sprachig)e Italiener? Deutsche? Österreicher? Tiroler? ...? Jakob stevo 19:14, 22. Mai 2004 (CEST)
Hallo Jakob, ich werde dir jetzt versuchen eine kurze Antwort zu geben, auch wenn ich glaube, dass es bei uns Südtirolern immer schwierig ist, mehr als einen 'Kopf unter einen Hut' zu bekommen...
- Tirol befindet und befand sich als Durchreiseland stets im Gerangel der angrenzenden Mächte und hat sich einigen Einmischungen von aussen widersetzt. Der Befreiungskrieg gegen Napoleons Armee kann als identitätsstiftendes Moment in der Tiroler Geschichte gesehen werden.
- Diese Identität ist aus heutiger Sicht nicht mehr vertretbar. All die Jahre in zwei unterschiedlichen Staaten, unterschiedlichen Schulsystemen, anderen Medienlandschaften etc. haben selbst die deutschsprachigen Südtiroler traditioneller Denkart anders geprägt, als ihre Nord- und Osttiroler Nachbarn. Durch die faschistische Italianisierung Südtirols änderte sich außerdem die ethno-soziale Struktur des Landes.
- Heutige Südtiroler Identität ist mindestens (gleich den Sprachgruppen) dreigeteilt, meiner Meinung nach, aber sehr diffus zu sehen. Eine jede Vereinfachung birgt die Gefahr der Gleichschaltung von Unterschieden. Im Endeffekt kann nur gesagt werden, dass eine generelle Identitästkrise und eine Identitätsfrage im Raum stehen, die nach wie vor zu politischen Radikalisierungen führen.
- Von staatlicher und lokalpolitischer Seite wird eine Einteilung in Sprachgruppen weitergeführt. Politisch korrekt sollte man daher von deutsch-italienisch-undladinischsprachigen Südtirolern sprechen, wobei natürlich jede Gruppe, von kosmopolitischen (wir sind alles Europäer)bis (mir sein mir vs Siamo in Italia) nationalistischen und sogar rassistischen Meinungen zur Nationalität in sich trägt.
Liebe Grüße, -- DAn 16:23, 17. Jun 2004 (CEST)
Hallo dAn (habe keine Benutzerseite von Dir gefunden) freut mich zu sehen, dass es aktive und kompetente wp-Mitarbeiter in Südtirol gibt... ich finde es wichtig, in de:Wikipedia die Präsenz deutschsprachiger Menschen außerhalb von DE/CH/A zu stärken. Es gibt eine Benutzerliste Wikipedia:Die Wikipedianer/nach Ländern, wo noch kein/e Südtiroler/in eingetragen ist. Willst Du Dich vielleicht eintragen? Damit man weiß, wen man als kompetenten Fachmann ansprechen kann, und natürlich auch zu Eurer regionalen Vernetzung untereinander? Grüße, --Magadan 14:02, 21. Sep 2004 (CEST)
Das Kurzwort für ”deutschsprachig” ist ”Deutscher”, das gilt im gesamten deutschen Sprachraum so. Die Bezeichnung „Deutsch” sagt nichts über die Staatsangehörigkeit aus. Deutsche oder deutschsprachige sind auf der ganzen Welt verteilt und besitzen verschiedene Staatsangehörigkeiten. Es gibt nur ein von "Bundesdeutsch" abgegrenztes Nationalgefühl der Österreicher. Deutsche Südtiroler oder deutschsprachige Südtiroler - beide Formen sind richtig. (deutschsprachige Schweizer o. deutsche Schweizer, deutschsprachige Luxemburger o. deutsche Luxemburger, ...) ~ 15.02.05
Ich bin Österreichischer Staatsbürger und Nachfahre von Südtirolern die sich nach dem ersten Weltkrieg für Österreich entschieden haben. Wenn ich mich als etwas nicht fühle, dann ist das "Deutscher" zu sein. Natürlich ist das nicht repräsentativ für SüdtirolerInnen. Ich denke kein Österreicher/in fühlt sich als "deutsch", außer ein paar verkappten ewig-gestrigen. Vor kurzem hat übrigens Landeshauptmann Durnwalder klargestellt, dass es sich bei den SüdtirolerInnen um eine österreichische Minderheit in Italien handelt. Dem entsprechend ist auch die Republik Österreich Schutzmacht Südtirols. Aber wie gesagt, das ist recht schwer, nur halte ich "Deutsche" für falsch. --193.170.68.246 17:40, 11. Nov 2005 (CET)
- Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen "Deutsch" und "deutschsprachig". Als deutschsprachiger Österreicher empfinde ich mich unter keinen Umständen als "Deutsch", auch wenn das ein paar unverbesserliche Rechtsnationale noch gerne tun. Mit soetwas will ich nichts zu tun haben. Ich empfinde mich als Österreicher und nicht als "Deutscher", auch wenn ich Deutsch spreche. 85.178.255.118 15:06, 24. Nov 2005 (CET)
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- Also ich bin Österreicher und Deutscher und fühle mich dabei ganz sicher nicht rechtsnational. Es mag sein, dass sich - aufgrund der kolonialen Vergangenheit - Engländer und Englisch-Sprachige unterscheiden. Bei Deutschen und Deutsch-Sprechern fällt das aber schon immer zusammen. Paul R. 3.3.06
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- Das Attribut "Deutsch" ist gerade in Österreich stark emotional besetzt - ein schweres Erbe der Nazi-Diktatur, von der sich nach 1945 alle Österreicher gerne absetzten und ein häufig in Frage gestelltes "Nationalbewusstsein" entwickelten ("Die Nazis waren keine Österreicher, sondern Deutsche" war eine der Lebenslügen, die dieses Nationalbewusstsein beflügelten). Während sich die Österreicher in der Ersten Republik (also zwischen den beiden Weltkriegen) noch hochoffiziell als Deutsche verstanden (während der Kaiserzeit waren die heutigen Österreicher "Angehörige der deutschen Volksgruppe"), änderte sich dies unter dem Eindruck der politischen Nachwirkungen des Dritten Reiches.
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- In Wahrheit gab es auch nach dem Krieg immer nur eine oberflächliche, meist chauvinistisch verbrämte Diskussion über dieses Thema; das mag damit zusammenhängen, dass die Österreicher einer echten Identitätsfindung immer aus dem Weg gingen. In kultureller Hinsicht verstehen sich viele Österreicher durchaus als Deutsche, ein Tatbestand, der heutzutage niemanden mehr aufregt, während der 80er Jahre aber heftige Diskussionen provozierte. Mertens, 3. Sep 2006, 15:28 (CET)
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Tatsächlich habt ihr wohl wenig Ahnung von der Geschichte Deutschlands, Österreichs, des Deutschen Reichs und des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Das ursprüngliche "Deutschland" des Mittelalters, welches mehr oder weniger alle heute noch deutschsprachigen Regionen umfaßte, wurde lange vom heutigen Österreich aus regiert. Man könnte sogar sagen, daß Österreich als der harte Kern des alten Deutschland zu betrachten sei. Auch Fürst von Metternich dominierte von Wien aus den Deutschen Bund (ein politisches Gebilde, welches das Heilige Römische Reich Deutscher Nation ersetzte). Die Dominanz Österreichs verschwand erst als Bismarck und das noch verhältnismäßig junge Preußen sich im Deutschen Bund gegenüber Österreich durchsetzte. Seitdem tun die Österreicher gerne so als wären sie gar keine Deutschen. Tatsächlich will ich keinem Österreicher einreden er sei ein Deutscher - ich selbst bin halber Deutscher/halber Engländer mit einer österreichischen Mutter und weiß wie bizarr, komplex und gebrochen die deutsche Identität ist. Als Engländer würde ich sagen: Deutschland gibt es gar nicht, denn die "Deutschen" besitzen keine klare Identität wie die klassischen Nationalstaaten England oder Frankreich. Trotzdem sage ich (sehr zum Ärger meiner Mutter): die Österreicher sind Deutsche - denn ich habe die Geschichstbücher gelesen! -- 194.95.59.130 19:33, 25. Nov 2005 (CET)
- In diesem Zusammenhang interessant. Eine Diskussion die Mitte diesen Jahres entflammt ist, weil der italienische Minister Francesco Cossiga gemeint hatte Österreicher seien Deutsche. Leider ist der Artikel jetzt nicht mehr frei online erhältlich: http://derstandard.at/?id=2148769. --Hagenk 18:20, 27. Nov 2005 (CET)
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- Es ist witzig, daß sich zum Deutschtum bekennende Österreicher als Ewiggestrige bezeichnet werden. Also die Österreicher, die sich wie Franz Grillparzer, wie Marie von Ebner-Eschenbach, wie Kaiser Franz Joseph I., wie Kurt Schuschnigg, wie Karl Renner, wie Wolfgang Amadeus Mozart usw. als Deutsche bezeichnen, sind Ewiggestrige. Gut zu wissen.
- Bis 1945 war Österreich im Glauben, Teil der deutschen Volks- und Kulturnation zu sein. Daß die Österreicher sich seitdem als eigene Volksnation verstehen, ist zu akzeptieren, aber Grillparzer war Deutscher, Ebner-Eschenbach Deutsche usw., denn ich glaube nicht, daß eine 60jährige Nation sagen kann, daß Menschen, die zuvor verstorben sind und sich als Deutsche gefühlt haben, nun plötzlich keine mehr sind.
Kronplatz
Der Kronplatz ist das größte Schigebiet Südtirols. Es umfasst 31 Aufstiegsanlagen, potentiell können damit 62.700 Menschen in der Stunde bergwärts gebracht werden. 19 Umlaufbahnen, 6 Sesselbahnen und 6 Schlepplifte. Der Kronplatz gehört zu den modernsten Schigebieten Europas.
Es ist eines der wenigen Schigebiete Südtirols, die am Saisonsende einen hohen Gewinn melden können. Der hohe Jahresgewinn macht es möglich, dass die Kronplatz AG jedes Jahr investiert, entweder werden neue Aufstiegsanlagen gebaut, neue Schihütten und Restaurants u.s.w. Dieser Tradition leistet die Kronplatz AG seit 1997 folge.
So hat sich der 2275 m hohe Kronplatz auch international etabiliert, sodass man dort immer ein großes Publikum an Gästen aller Nationalitäten vorfindet. Seit der EU - Osterweiterung konnten die Gästezahlen laut der Kronplatz AG vor allem durch den immer größer werdenden Zustrom der Gäste v.a. aus Tschechien, Slowenien, Slowakei und Ungarn stark gesteigert werden.
Südtirol vs Alter Ades
Im Artikel en:South Tyrol steht als ladinische Bezeichnung für Südtirol Alter Ades. Weiß jemand welcher der Ausdrücke korrekt ist? lg 143.50.212.29 22:39, 21. Okt 2004 (CEST)
Als Grödner kann ich dir nur bestätigen, dass "amtlich" die Bezeichnung "Sudtirol" verwendet wird (so auch im Deutsch-Grödner Ladinischen Wörterbuch von Marco Forni). Mitunter hört man/frau auch die Bezeichnung "Adesc Aut" zu hören - was eigentlich lediglich eine wörtliche Übersetzung der italienischen Bezeichnung "Alto Adige" wäre. Aber auch im Italienischen beginnt man "Sudtirolo" zu hören .... allerdings NIE als amtliche Bezeichnung. "Alter Ades" höre ich ehrlich zum ersten Mal ! ODY 09:29, 22. Okt 2004 (CEST)
- danke für die auskunft! Gugganij 20:09, 22. Okt 2004 (CEST)
Beim Musikantenstadel hat Landeshauptmann DR.Luis Durnwalder gesagt" die deutschprachige südtiroler Bevölkerung sei eine österreichische Minderheit in Italien! -- Dolomitengeist 12:48, 18. Jun 2005