Side Pot
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der side pot (nicht zu verwechseln mit split pot) ist eine mögliche Option in einem Pokerspiel.
Wenn ein Pokerspieler alle seine Chips setzen will, er also all in geht, jedoch mindestens zwei gegnerische Spieler über diesen Betrag setzen wollen, wird parallel zum Hauptpot (main pot) ein zusätzlicher Pot eingerichtet, den man side pot nennt. Der Spieler, der all in ist erhält maximal den main pot, nicht jedoch den side pot. Sollte keiner der Spieler das all in erhöhen, wird kein side pot eröffnet, und der Gewinner hat Anspruch auf den gesamten Pot.
(*) M- Größe des main pot, S- Anzahl der Spieler die das all in zumindest gecallt haben, B- Größe des all in, P- Größe des bisherigen Pots
Ist ein side pot eröffnet, so kann der Spieler, der all in ist, nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen, darf jedoch seine hole cards noch nicht aufdecken.
Die anderen Spieler, die das all in zumindest gecallt haben, dürfen zwar noch regulär setzen, in der Regel ist das aber nicht der Fall, da man den Spieler, der all in ist, vom Tisch verdrängen will und diese Chancen mit mehreren Spielern proportional zu deren Menge ansteigt.
(*) R- durchschnittliche Anzahl der Siege des all in auf 100 Versuche, P- Anzahl der checkenden Spieler
Wenn nach der fünften Karte gecheckt oder alle Einsätze gecallt wurden, haben alle Spieler ihre Karten zu zeigen. Wenn der Spieler mit dem all in die beste Hand hält, erhält er den main pot. Den side pot erhält der gegnerische Spieler mit der zweitbesten Hand. Hält er jedoch nicht die beste Hand gehen der main pot und der side pot an den gegnerischen Spieler mit der besten Hand.
Hinweis: Es ist auch möglich, dass mehrere side pots errichtet werden.