Tim Eitel
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Tim Eitel (* 1971 in Leonberg) ist ein deutscher Maler.
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[Bearbeiten] Werdegang
Evangelisches Mörike-Gymnasium Stuttgart, 1991: schon während der Schulzeit fällt Tim Eitel auf. Er hat den Leistungskurs Kunst gewählt. In der Festschrift zum 150. Schuljubiläum (welches in jenem Jahr gefeiert wird) ist eines von Tim Eitels Werken zu bewundern, die in dieser Zeit entstanden.
Tim Eitel studierte in Stuttgart zunächst einige Semester Romanistik, Germanistik und Philosophie, bevor er nach Halle wechselte, wo er zwei Jahre lang an der Hochschule für Kunst und Design (Burg Giebichenstein) Freie Kunst belegte. Von 1997 bis 2001 war Eitel und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Bis 2003 war er Meisterschüler bei Arno Rink und war 2002 Mitgründer der Produzentengalerie "Liga" in Berlin. Tim Eitel lebt und arbeitet in Berlin. 2002 erhielt er das Landesgraduiertenstipendium des Freistaates Sachsen. Im Jahre 2003 wurde ihm der Marion-Ermer-Preis verliehen.
[Bearbeiten] Kunsthistorische Einordnung
Tim Eitels Werk ist dem Realismus und der Romantik verpflichtet. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Neuen Leipziger Schule, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts einen neuen Aufschwung bekam.
[Bearbeiten] Künstlerischer Ausdruck
Eitels Bilder bestehen im Wesentlichen aus monochromen Farbflächen und Farbkontrasten, die einmal größer und einmal kleiner ausfallen können. Der Aufbau der Bilder ist eher ruhig, es gibt kaum Brüche oder inhaltliche Kontraste, die in die Irre führen könnten. Hin und wieder bleiben Flächen auch einfach leer. Eitel arbeitet auf der Fläche. Zumeist werden einzelne Figuren fotografisch genau im Raum dargestellt. Meisterlich gelungen ist diese ultrarealistische Abbildung im Werk "Hamburg" (2003), wo eine von hinten abgebildete Frau zu sehen ist, deren zusammengebundene blonde Haare und heller Anorak den Eindruck entstehen lassen, hier hätte Eitel wirklich von einer Fotografie "abgemalt".
Wenn Eitel Innenräume abbildet, dann tragen die abgebildeten Figuren moderne Kleidung und bewegen sich in modernen Räumen; ganz oft sind diese Innenräume die Ausstellungshallen von Kunstmussen. Die Figuren betrachten Bilder (zum Beispiel von Mondrian, den Eitel in mehreren Werken mit einem Bild-in-Bild-Stilmittel zitiert) oder sich selbst. Manchmal gehen die Blicke der abgebildeten Figuren auch ins Leere. Oft wird das Muster auf der Kleidung der Figuren im Muster des jeweils zitierten Bildes wiederholt. Ein eindeutiger Kommentar zur Kunst-Leben-Diskussion.
Die Landschaftsabbildungen sind nur scheinbar "Außenaufnahmen". Bei näherer Betrachtung könnte man sie als eine weitere "Museumslandschaft" interpretieren. Das ist von Eitel offensichtlich auch so gewollt; ein Werk aus dem Jahr 2001 trägt den Titel "Museumslandschaft".
[Bearbeiten] Ausstellungen
- 2000
- Ulm: „Frühjahrskollektion“, Künstlergilde Ulm
- 2001
- Stuttgart:: „MenschenBilder“, Galerie Rainer Wehr
- 2002
- Berlin:
- Künstlerhaus Bethanien
- Galerie LIGA
- „5 aus 11“, Galerie LIGA
- Leipzig: „Landnahme“, Galerie EIGEN + ART,
- 2003
- Kopenhagen: Galleri Nicolai Wallner
- Leipzig:
- Galerie EIGEN + ART
- „sieben mal malerei“, Museum der Bildenden Künste
- Berlin: „Tim Eitel. Cornelius Völker. Matthias Weischer.“, Kunstallianz, An den Treptowers
- Frankfurt: Frankfurter Kunstverein, „deutschemalereizweitausenddrei“
- 2004
- Stuttgart: Funny Cuts - Cartoons und Comics in der zeitgenössischen Kunst Staatsgalerie
- New York: Not in New York: Emerging European Artists Stux Gallery
- Schaffhausen: Tim Eitel - Terrain Museum zu Allerheiligen
- Berlin: EITEL, SCHNELL UND WEISCHER Galerie Eigen + Art
- 2005
- Berlin: PORTRAIT Galerie Eigen + Art
- Backnang: Galerie Der Stadt Backnang
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Tim Eitel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- http://www.eigen-art.com/Kuenstlerseiten/Tim_Eitel/Tim_Eitel_DE.html
Personendaten | |
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NAME | Eitel, Tim |
KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler |
GEBURTSDATUM | 1971 |
GEBURTSORT | Leonberg |
Kategorien: Mann | Deutscher | Maler | Geboren 1971