Diskussion:Vertrag von Kars
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Der Grenzverlauf wurde von Moskau verhandelt, die Beteiligung der Kaukasier ist Fiktion. Das ist ein historischer Fakt und kein Kommentar meinerseits. Ich kann nicht mal eben kurz Originaldokumente beibringen, aber vielleicht reicht ja die folgende Quelle aus.
Hélène Carrère d´Encausse: Lenin, Piper 2000, Seite 408 f.: „Die Diskussion um die Selbstbestimmung, die eine positive Einstellung zur Revolution gefördert hat, hat sich offenbar ausgezahlt. Rußland hat mit den ehemaligen Besitzungen des Zarenreiches einen Ausgleich erreicht.Die Verträge selbst sind auf den ersten Blick kaum zu kritisieren, auch wenn ihr Abschluss in einigen Fällen mit Gewalt erzwungen worden ist. […] Ab 1921 kommen hinter der tadellosen juristischen Fassade allerdings zwei Elemente zum Vorschein, die diese Vertragspolitik diskreditieren und die letzte Phase auf dem Weg zur Union vorwegnehmen. Zunächst der militärische Aspekt: In den Verträgen ist auf diesem Gebiet von Kooperation die Rede. Aber die Rote Armee ist allenthalben präsent und realisiert schon jetzt die künftige Einheit. Was die eingenständige Außenpolitik angeht, so kann lediglich die Ukraine noch eine Zeitlang eine unabhängige Diplomatie betreiben. […] Beim russisch-türkischen Abkommen vom März 1921, das Grenzprobleme mit der Republik von Transkaukasien [!] regelt, ist zwar auch eine transkaukasische Delegation vorgesehen [!], doch werden sämtliche [!] Klauseln von Rußland ausgehandelt. Die Vertreter des Kaukasus erscheinen lediglich zur Unterzeichnung [!] des Vertrages von Kars.
Die europäischen Staaten lassen sich von der Fiktion einer Unabhängigkeit dieser Republiken kaum täuschen. Deshalb wird zur Konferenz von Genua [des Völkerbundes] 1922 nur Rußland [die RSFSR] eingeladen. Die Ukraine fühlt sich übergangen und fordert eine eigene Vertretung. Aber sie kämpft auf verlorenem Posten. In Moskau ist schon alles entschieden. Am 27. Januar verkündet Kalinin, der Präsident des Gesamtrussischen Zentralexekutivkomitees, Rußland werde in Genua die Interessen der acht Sowjetrepubliken vertreten – eine Entscheidung des ZEK. Die Republiken können sich diesem Beschluß nur noch beugen.“
Kuddeldaddeldu 01:01, 13. Dez. 2006 (CET)
Den Abschnitt über Bergkarabach hatte ich gelöscht, weil die Darstellung einseitig war. Das ist POV, dazu im falschen Artikel. Gegen eine ausgewogene Darstellung habe ich nichts. Kuddeldaddeldu 01:08, 13. Dez. 2006 (CET)
Finde ich gut, dass du gegen einseitige Formulierungen bist. Aber die sehe ich gerade jetzt nach deinen Editierungen noch deutlicher als früher: erstens löscht du aus einem mir nicht ganz verständlichen Grund ständig die Human Rights Watch-Quelle, die die armenischen Attacken auf das Nachitschewan belegt, zweitens werden die armenischen Attacken auf das Nachitschewan, die ein Bruch mit diesem Vertrag sind, zu "kleineren Auseinandersetzungen zwischen Aserbaidschan und Armenien" verdreht. Die transparent aufgezählten Gründe, die bei der Türkei die Furcht aufkommen ließen, dass Armenien immer noch hinter der Osttürkei her ist und die Türkei dazu trieben, die Grenze zu schließen sind wieder wegkaschiert. Der Leser wird sich so denken, die Türkei hat einfach so aus Lust an der Aggression die Grenze gesperrt. Im Gegensatz zu all dem wird der Bruch mit dem Vertrag, den die Türkei begangen haben soll, vergleichsweise völlig hemmungslos ausgesprochen. --85.178.187.40 02:23, 15. Dez. 2006 (CET)
So besser? Gruß, Kuddeldaddeldu 19:33, 15. Dez. 2006 (CET)
[Bearbeiten] Annerkenung der Republik Türkei?
Hallo, Armenien hat 1991 den Vertrag für ungültig erklärt. Bedeutet dass, das Armenien die Türkei in ihren heutigen Grenzen nicht anerkennt? Ich frage nur um mir Gewissheit zu verschaffen. Jemand der sich damit auskennt soll doch bitte meine Frage beantworten, danke. ergebenst, --Général Bum Bum 23:47, 4. Feb. 2007 (CET)