Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt
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Die Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt im Landkreis Sömmerda wurde am 27. März 1993 von folgenden sechs Gemeinden gegründet:
Nach der Neugliederung der Thüringer Landkreise im Jahr 1994 kamen die Gemeinden Haßleben (12. Oktober 1994) und Riethnordhausen (1. Januar 1995) aus dem ehemaligen Kreis Erfurt-Land dazu.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Daten
Verwaltungssitz: Straußfurt
Anschrift:
Bahnhofstraße 13 99634 Straußfurt Telefon: 036376 513-0 Fax: 036376 513-21 mail: post@vgstraussfurt.de
Vorsitzender der VG: Frank Deutsch
Gemeindeschlüssel: 1606809
Fläche: 9540 ha
Einwohner: 7922
Gemeinde | Gangloffsömmern | Haßleben | Henschleben | Riethnordhausen | Schwerstedt | Straußfurt | Werningshausen | Wundersleben |
PLZ | 99634 | 99189 | 99634 | 99195 | 99634 | 99634 | 99634 | 99610 |
Tel. | 036376 | 036201 | 036376 | 036204 | 036376 | 036376 | 036376 | 036376 |
(statistische Daten: Stand 31. Dezember 2005)
[Bearbeiten] Geographie
Die VG Straußfurt liegt zentral im Thüringer Becken und nahe am geografischen Mittelpunkt Deutschlands. Das Gebiet wird beherrscht vom Tal der Unstrut und ihren Zuflüssen. Die fruchtbaren Böden ermöglichen eine intensive Landwirtschaft auf ausgedehnten Feldern. Gebiete mit Nadel-und Mischwald, Auen, Wiesen, Trockenrasengebiete, kleinere stehende und fließende Gewässer und zum Teil bewaldetes Hügelland in der näheren Umgebung der Gemeinden bilden ein reizvolles, abwechslungsreiches Landschaftsbild.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Der wichtigste Industriebetrieb, die volkseigene Zuckerfabrik in Straußfurt, wurde nach der Wiedervereinigung Deutschlands zunächst von einem westdeutschen Unternehmen übernommen und bald darauf geschlossen. Die hoch entwickelten Betriebe der früheren LPG schlossen sich nach der teilweisen Reprivatisierung zu effizienten Agrargenossenschaften zusammen, die direkt und indirekt Arbeitsplätze für einen Großteil der Bevölkerung sichern. In den Gemeinden der VG entstanden zahlreiche kleine Privatunternehmen des Handwerks und des Handels. In den Neunziger Jahren errichtete ein großer Handelskonzern sein Logistikzentrum für Thüringen bei Straußfurt, was der Region über die VG und den Kreis hinaus neue wirtschaftliche Impulse brachte.
[Bearbeiten] Verkehr
Die VG hat nahe Anbindung an die Bundesstraßen 4, 86 und 176, die sich in Straußfurt treffen. Die Bahnlinien Erfurt-Northeim und Straußfurt-Großheringen treffen sich ebenfalls dort.
[Bearbeiten] Geschichte und Entwicklung
Alle Mitgliedsgemeinden der VG sind mehrere Jahrhunderte alt. Meist entstanden sie um früh- oder hochmittelalterliche Klöster, Kapellen und Kirchen herum. Sehenswert sind z.B. die als "Thüringer Laterne" bekannte Kirche von Riethnordhausen, die nach einem Brand im Jahr 1996 wieder aufgebaut wurde und die schön restaurierte Kirche von Gangloffsömmern mit ihren beeindruckenden Doppeltürmen. Bereits vor dem Zusammenbruch der DDR wurde in den Gemeinden, teilweise durch tatkräftige Eigeninitiative der Bürger, die marode Infrastruktur im Rahmen der damaligen Möglichkeiten wenigstens notdürftig instandgesetzt und modernisiert. Nach der Wiedervereinigung wurden die meisten Dörfer zu wahren Schmuckstücken mit modernster Infrastruktur. Im Rahmen von Förderprogrammen entstanden in einigen Gemeinden komplett neue Wohngebiete, Eigenheimsiedlungen und Gewerbegebiete.
[Bearbeiten] Weblink
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